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Brandenburg/Havel Wirthwein-Lehrling bekommt China als Belohnung
Lokales Brandenburg/Havel Wirthwein-Lehrling bekommt China als Belohnung
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13:29 15.11.2019
Christoph Lehmann-Eschenhorn aus Brandenburg erkundete auch das Nachtleben von Schanghai. Quelle: Wirthwein AG
Kirchmöser/Kunshan

Lauter Einser-Noten schafft Christoph Lehmann-Eschenhorn in der Berufsschule. Seit August 2016 ist bei dem Kunststoff-Spezialisten Wirthwein Brandenburg in Kirchmöser beschäftigt, wo er seine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik bald abschließen wird.

Aufgrund seiner bemerkenswert guten Leistungen im Betrieb und in der Berufsschule haben ihm Werkleiter Klaus Kinnemann und Ausbilder Bastian König ein besonderes Praktikum ermöglicht, berichtet das Unternehmen.

Unterstützt vom Europäischen Bildungsverbund aus Magdeburg verbrachte der 25 Jahre alte Mann einen Monat im chinesischen Kunshan, wo die Wirthwein-Gruppe einen Produktionsstandort betreibt.

Berlin im Vergleich fast beschaulich

Kunshan liegt an der Ostküste Chinas, etwa 60 Kilometer von Schanghai entfernt. Die Industriestadt zählt rund 1,66 Millionen Einwohner. Im Oktober dieses Jahres war Christoph Lehmann-Eschenhorn einer davon.

Bereits auf dem Weg vom Pudong International Airport in Schanghai zu seinem Hotel war der angehende Elektroniker von den Dimensionen der chinesischen Architektur begeistert. Im Vergleich dazu wirkte Berlin für ihn fast beschaulich.

Goldene Woche

Da seine Ankunft Anfang Oktober in die „goldene Woche“ fiel, in der in China die Arbeit ruht, lernte der Gast aus Kirchmöser die Menschen in Kunshan kennen. Die Chinesen strahlten eine Art Gelassenheit und Zufriedenheit aus, die er aus deutschen Großstädten so nicht kannte.

Von Hektik und Stress keine Spur – „zumindest so lange Chinesen nicht in einem Auto sitzen“, erzählt der Azubi aus Deutschland schmunzelnd.

Begeistert vom Werkstatt-Team

Nachdem er sich eingefunden hatte, ging es auch schon an die Arbeit. Kuno Knobloch, Werkleiter des chinesischen Wirthwein-Standortes in Kunshan, empfing ihn. In den folgenden drei Wochen unterstütze der angehende Elektroniker seine chinesischen Kollegen tatkräftig.

Ursprünglich sollte er bei der Umpositionierung von neun der insgesamt 25 Spritzgießmaschinen am Standort Kunshan mitwirken, auf denen die Wirthwein-Komponenten aus Kunststoff hergestellt werden.

Christoph Lehmann-Eschenhorn mit seinen Kollegen im Wirthwein-Werk von Kunshan. Quelle: Wirthwein AG

Doch aufgrund der guten Auftragslage mussten die Maschinen weiter laufen und blieben vorerst an Ort und Stelle. So brachte er seine in Brandenburg erlernten Fähigkeiten in Instandhaltung und Werkzeugbau in China ein.

„Das Werkstatt-Team hat mich super aufgenommen und das gemeinsame Arbeiten lief sehr gut, trotz der Sprachbarriere“ erinnert sich Christoph.

Nachtleben in Shanghai

Der Auszubildende arbeitete nicht nur, sondern erkundete auch das Nachtleben von Schanghai, wo mehr als 24 Millionen Menschen leben.

Mit seinem Kollegen Wu Jianjun und dessen Familie besuchte er den Schanghai Circuit, auf dem die Formel 1 jährlich den Großen Preis von China austrägt, und die historische Wasserstadt Zhujiajiao, die auch als „Venedig Schanghais“ bekannt ist.

Von MAZ

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