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Brandenburg/Havel Praxis: Die brillante Seite der Schulbildung
Lokales Brandenburg/Havel Praxis: Die brillante Seite der Schulbildung
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18:57 31.01.2014
Der Schüler Gene Maurice Hartmann erklärt den Politikern Günter Baaske (links) und Dietmar Woidke (rechts), was er an zwei Tagen in der Woche im Werk für Gleisbaumechanik lernt
Der Schüler Gene Maurice Hartmann erklärt den Politikern Günter Baaske (links) und Dietmar Woidke (rechts), was er an zwei Tagen in der Woche im Werk für Gleisbaumechanik lernt Quelle: JAST
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Kirchmöser

Die 214 Schüler der Berufsorientierten Schule Kirchmöser (BOS) bekommen im Laufe ihrer Schullaufbahn gute erste Einblicke ins Berufsleben. Die betriebliche Praxis ist dort nämlich vier Jahre lang Bestandteil der Schulbildung.

Am Freitag kamen Ministerpräsident Dietmar Woidke und Arbeitsminister Günter Baaske (beide SPD) zu Besuch in die Schule, um das seit fast neun Jahren erprobte Konzept kennen zu lernen. Was die Kooperation von Wirtschaft und Schule angeht „hat Kirchmöser schon Maßstäbe gesetzt“, lobte Woidke im Anschluss an die anderthalbstündige Stippvisite.

Woidke: „Wir brauchen dringend betriebsnah ausgebildeten Fachkräftenachwuchs. Diese Schule zeigt, wie es geht.“ Die BOS könne Vorbild für andere Schulen im Land sein, wenngleich die Umsetzung jeweils vom Umfeld abhängt.

Die BOS hat sich im Laufe der Jahre ein Netzwerk geschaffen, an dem sich nach Angaben von Oberschulleiterin Angelika Schöps mehr als 80 Betriebe beteiligen. Sie gewähren den Schülern, an bestimmten Schultagen in der Woche ein bisschen mitzuarbeiten und den Betrieb kennen zu lernen.

Monika Patze vom Werk für Gleisbaumechanik kümmert sich zum Beispiel um Gene Maurice Hartmann (14), der die 9. Klasse besucht und sich jeden Donnerstag und Freitag mit den Maßen von Lagergehäusen und Schweißnähten beschäftigt. Stets unter Anleitung. Gene Maurice findet die praktische Seite der Schule „brillant“. Handfertigkeiten und die Fachbegriffe hat er inzwischen drauf“, lobt seine Betreuerin, die insgesamt gute Erfahrungen mit den Schülern macht. „Gene Maurice hat das Potenzial zum Lehrling“, sagt Monika Patze. Die Gleisbaumechanik bildet aktuell neun junge Leute aus.

Neuntklässler Tobias Helmig darf ein paar Straßen weiter zwar noch keine Pflegearbeiten im Altersheim der Awo verrichten. Aber er nimmt den Pflegerinnen Wege und Arbeit ab, schenkt Kaffee aus und beteiligt sich an den Singkreisen. Nach derzeitigem Stand will der Schüler sich zum Altenpfleger ausbilden lassen.“

Wie das Arbeitsministerium mitteilt, ist die Schule in Kirchmöser seit einigen Jahren so stark nachgefragt, dass ein Auswahlverfahren stattfindet. Die sehr hohe Quote bei der Vermittlung in die Berufsausbildung sei ein wesentliches Qualitätsmerkmal, heißt es.

Von Jürgen Lauterbach

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