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Brandenburg/Havel Brandenburg: Workshop für Kreativarbeiter im Paulikloster
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg: Workshop für Kreativarbeiter im Paulikloster
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17:57 28.03.2019
Die Veranstalter Mareike Heimberg (v.l.) und Daniela Schwarz hatten zum Auftakt-Workshop im Paulikloster Stefanie Rinkenbach als Referentin eingeladen. Quelle: Christine Lummert
Brandenburg/H

Fotografen und Grafikdesigner, Musiker und Maler, Webseiten-Entwickler und Gamedesigner waren bei der Auftaktveranstaltung der Brandenburger Agentur für Kultur und Kreativwirtschaft im Paulikloster dabei. Einmal im Monat sollen jetzt regelmäßig Vorträge und Workshops am gleichen Ort folgen. Kreativarbeiter aus der Stadt und dem Umland können sich dort Anregungen holen, um die eigenen Ideen besser zu entwickeln und vermarkten. Alles mit dem Ziel, zukünftige Kunden für ihre Projekte zu begeistern.

Für die Leiterin der Kulturagentur Daniela Schwarz ist die Verbindung von Kunst und Kommerz die Voraussetzung, um sich den Traum vom Geldverdienen mit der eigenen Kreativität zu erfüllen. „Uns gibt es bis jetzt an fünf festen Standorten im Land Brandenburg und wir unterstützen Kulturschaffende aus ganz unterschiedlichen Kreativbranchen.“

Workshops und Einzelcoachings

Die Agentur existiert seit anderthalb Jahren und wurde gemeinsam von den Brandenburger Ministerien für Wirtschaft und Kultur initiiert. Das erst einmal auf drei Jahre angelegte Projekt wird vom Wirtschaftsministerium sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert. „In unserer Arbeit fahren wir zweigleisig“, warb Schwarz für die Angebote der Kulturagentur. Zum einen gibt es regelmäßige Veranstaltungen zu bestimmten Themenbereichen, wie Marketingstrategien, den Aufbau einer aussagekräftigen Webpräsenz oder den Umgang mit Finanzthemen.

„Außerdem vermitteln wir Einzelcoachings durch professionelle Berater, die individuelle Unterstützung bei der Entwicklung der eigenen Unternehmensidee bieten und das kostenfrei“, informierte Schwarz, die etwa 30 Teilnehmer bei der Premiere im Paulikloster.

Raus aus dem stillen Kämmerlein

Im Mittelpunkt des ersten Workshops standen Ideen für das richtige Marketing. Die Havelstädterin Stefanie Rinkenbach, die mit ihrer eigenen Agentur für Gestaltung „Blütezeitdesign“ erfolgreich ist, brachte in ihrem Vortrag das Thema mit einem Satz auf den Punkt. „Wenn ich mich nicht präsentiere, existiere ich nicht.“

Das heißt für die Kreativen, nicht nur im stillen Kämmerlein an Projekten zu werkeln und immer neue Ideen zu entwickeln. Wenn beim Publikum davon nichts ankommt, lässt sich kein Geld verdienen. „Es gibt heute so viele Kanäle, die man bespielen kann, um sich und seine Ideen und Projekte der anvisierten Zielgruppe zu präsentieren.“ Und vor allem war es auf den ersten Blick noch nie so unkompliziert, für andere sichtbar zu werden.

Präsenz auf verschiedenen Kanälen

Allein mit Kamera und Smartphone lässt sich viel auf den verschiedenen Social-Media-Kanälen wie Instagram, Twitter oder Facebook erreichen. Eine professionell erstellte Webseite hilft, sich und seine Marke mit einem Designkonzept unverwechselbar zu machen. „Man kann einen Blog schreiben, regelmäßig zum Fortschritt seiner Projekte posten, aktuelle Fotos hochladen und damit die Menschen neugierig machen auf sich und seine Arbeit.“

Das funktioniert für Fotografen genauso wie für Illustratoren, Stadtführer, bildende Künstler, Gameentwickler, Musiker oder Modedesigner. Je nach Kunstbranche hat auch der gute, alte Flyer keineswegs ausgedient, um Leute für einen Tag der offenen Tür ins eigene Refugium, vom Probenraum bis zum Atelier, einzuladen.

Kontakte zu einem Netz verknüpfen

Während die 37-jährige Fotografin Doreen Neumann schon mit einer eigenen Webseite für Kunden präsent ist und Elisa Bergemann fleißig ihre Social-Media-Kanäle bespielt und am großen Traum arbeitet, ein eigens Kinderbuch mit Texten und Illustrationen zu füllen, befindet sich Martin Elstermann beim Marketing noch in der Findungsphase.

„Ich möchte mit als bildender Künstler etablieren, meine Skulpturen und Bilder ausstellen“, erzählt der 29-Jährige, der sich mit einer Auswahl seiner Werke jetzt erstmals beim Brandenburger Kleinkunstfestival beworben hat. Der Workshop im Paulikloster sei vor allem guter Ort, um Kontakte zu anderen Kreativschaffenden zu knüpfen und sich zu vernetzen.

Von Christine Lummert

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