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Brandenburg/Havel ZF soll mit Einstieg in 35-Stunden-Woche vorangehen
Lokales Brandenburg/Havel ZF soll mit Einstieg in 35-Stunden-Woche vorangehen
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09:37 20.10.2018
Die Gewerkschafter und der Betriebsrat wollen die 35-Stunden-Woche bei ZF in Brandenburg durchsetzen. Quelle: IG Metall
Brandenburg/H

Anfang des Jahres sind Brandenburger Metaller im Arbeitskampf wiederholt zum Warnstreik vor die Werktore von ZF und Heidelberger Druck gezogen, um Lohnerhöhungen, vor allem aber den Einstieg in die 35-Stunden-Woche zu fordern. Nach dem Tarifabschluss einige Wochen später blieb unklar, was aus der Arbeitszeitverkürzung werden würde.

Die IG Metall Potsdam-Oranienburg kündigt dazu ab Montag „Aktionen“ in den brandenburgischen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie zur Forderung nach Angleichung der wöchentlichen Arbeitszeit an. Da Friedenspflicht herrscht, können dies keine Streiks sein.

„Wir werden die 35 für alle im Betrieb sichtbar machen“, kündigt Stephanie Jahn an, die Bevollmächtigte der IG Metall Potsdam-Oranienburg.

Im Getriebewerk ZF in Brandenburg, das mit dem Einstieg als eines von fünf Unternehmen im Tarifgebiet bei vorangehen soll, finden innerbetriebliche Workshops zum Thema statt. In der jüngsten Betriebsversammlung hätten viele Mitarbeiter das 35-Stunden-Woche-T-Shirt getragen, berichtet die Gewerkschafterin.

Stephanie Jahn strebt mit ihren Kollegen den Einstieg in die Arbeitszeitverkürzung in der Fläche an, erwartet für ZF in Brandenburg/Havel aber schon im nächsten Jahre eine Einzellösung. Insofern wäre das Getriebewerk ein Vorreiter in der Region.

Sie erinnert daran, dass in der vergangenen Tarifrunde zu Jahresbeginn nicht nur 4,3 Prozent mehr Geld und flexiblere Arbeitszeiten für die Beschäftigten vereinbart wurden, sondern auch die Verpflichtung, über die schrittweise Angleichung der Arbeitszeiten im Osten an die 35-Stundenwoche im Westen zu sprechen.

Am Freitag haben sich die IG Metall in Brandenburg und der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin-Brandenburg VME zur zweiten Verhandlung über die Arbeitszeit-Angleichung getroffen. Dabei haben die IG-Metaller ihr Konzept zur Umsetzung der 35-Stundenwoche für die brandenburgischen Betriebe übergeben.

Die IG Metall erwarte eine klare Positionierung der Arbeitgeber zu ihrem Konzept, teilt Stephanie Jahn mit. Sie möchte sich bereits beim nächsten Verhandlungstermin am 16. November auf einen Abschluss einigen, der verbindliche Eckpunkte zur Angleichung der Arbeitszeit Ost ohne Lohnausgleich an das Westniveau festlegt.

Der eigene Rahmenplan der Gewerkschaft für ein Stufenmodell soll Rücksicht nehmen auf die Situation der einzelnen Unternehmen. Das Modell lasse unterschiedliche Geschwindigkeiten zu und gehe auf die Bedürfnisse der einzelnen Betriebe ein, heißt es.

Von Jürgen Lauterbach

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