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Brandenburg/Havel Ziesar gegen Aufzucht von Junghennen
Lokales Brandenburg/Havel Ziesar gegen Aufzucht von Junghennen
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10:08 18.12.2014
Mit den Küken geht es los: Junghennenaufzucht im großen Maßstab. Quelle: dpa
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Ziesar

Sieben Abgeordnete haben sich gegen die Errichtung der Anlage positioniert, zwei Volksvertreter enthielten sich der Stimme, weitere zwei Stadtverordnete lehnten die Beschlussvorlage ab.

Vor der Abstimmung hatte Bürgermeister Dieter Sehm (SPD) sich für eine Positionierung ausgesprochen: „Unsere Wähler sollen wissen, wie wir zu dem umstrittenen Thema stehen.“ Sehm selbst gehört zu den Kritikern des Vorhabens, ist sogar Ansprechpartner einer Bürgerinitiative (BI), die gegen die geplante Aufzuchtanlage bei Steinberg mobil macht. Manfred Geserick von der SPD-Fraktion verwies auf rund 1300 Unterschriften, die bisher von der BI gesammelt worden seien. Auch er hielt eine Stellungnahme der Kommunalpolitiker für ein Gebot der Stunde. Nachdenkliche Worte wählte Klaus Schwanke, Chef der Fraktion Bauerverband und Freie Bürger. Jeder könne seine Meinung haben, so Schwanke. Er hoffe nur, dass Ziesar von der BI nicht gespalten werde.

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Für die CDU monierte Sabine Haug die ihrer Ansicht nach „dünne Beschlussbegründung“. Darin ist allgemein von „nicht auszuschließenden Risiken für die Menschen und die Umwelt“ die Rede. Kommentarlos verfolgte Amtsdirektor Norbert Bartels die Debatte. Der Verwaltungschef ist als Privatperson in die geplante Investition der Agrarhof Steinberg GmbH involviert (MAZ berichtete).

Verhindern kann die Stadt Ziesar den Bau der Aufzuchtanlage mit insgesamt 100.000 Plätzen nicht. Das Genehmigungsverfahren ist beim Landesumweltamt angesiedelt. Die Behörde führt derzeit ein öffentliches Beteiligungsverfahren durch. „Als betroffene Nachbarkommune werden wir unsere ablehnende Stellungnahme den Akten beifügen“, sagte Bürgermeister Sehm der MAZ. Der Beschluss vom Dienstag hat lediglich den Charakter einer politischen Willensbekundung. Ob die Investoren um die Agrarhof Steinberg GmbH die Vorgaben für eine Genehmigung erfüllen, entscheidet die Landesbehörde.

Von Frank Bürstenbinder

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