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Brandenburg/Havel Ziesars Kultur wird ärmer
Lokales Brandenburg/Havel Ziesars Kultur wird ärmer
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19:51 23.01.2014
Zahlreiche Gäste kamen zu den Konzerten. Quelle: MAZ
Ziesar

Er hat Alphaville auf die Burg geholt. Tausende Besucher kamen zu den Randfichten, Silly, City und den Puhdys. Leo Sayer, Peter Schilling und Frida Gold setzten ihren Fuß in das 2200-Einwohner-Städtchen, um nur einige Musikgrößen zu nennen. Damit ist jetzt Schluss. Gunnar Voigt will vorerst keine weiteren Konzerte auf der Burg Ziesar veranstalten. Er organisiert lieber Events in der Umgebung, wie das Strandfest in Wusterwitz. Zu wenig Unterstützung habe er von seiner Heimatstadt erhalten, moniert der Getränkehändler ohne konkreter zu werden. Offenbar wird ihm das unternehmerische Risiko zu groß. Nicht alle Konzerte brachten die erhofften Erlöse. 2014 wird Voigt definitiv keine Band mehr holen. Für Ziesar als Veranstaltungsort ein Schlag ins Kontor.

Dabei hat sich erst in dieser Woche der Kultur- und Tourismusausschuss der Stadtverordnetenversammlung mit einer Frage beschäftigt: Wie können mehr Menschen nach Ziesar gelockt werden? Ein altes Thema. Burg und Museum schaffen es nicht allein, das Fienerstädtchen zu einem Touristenmagneten zu machen. Ohnehin sind die meisten Besucher, die nach Ziesar finden, Tagesgäste. „Wir haben schon viel erreicht“, findet die Tourismusbeauftragte des Amtes Ziesar, Kerstin Kühne. Doch an den Wochenenden krankt die Region an mangelnden Busanbindungen. Denn nicht alle Menschen kommen mit dem Auto. Museumsleiter Clemens Bergstedt plädiert seit langem für eine Saisonlinie, die den Wusterwitzer Bahnhof mit Ziesar verbindet. Davon könnten auch Radwanderer profitieren, die sich vom Fienerstädtchen auf den Weg in den Fläming machen.

Anderes Problem: Es fehlt an Geld und Personal für eine bessere Außendarstellung und Vermarktung. So ist Ziesar bis heute ein Geheimtipp geblieben. Nach Ansicht des Ausschussvorsitzenden Manfred Geserick sollte sich die Stadtverordnetenversammlung zweimal im Jahr mit den Problemen von Kultur und Tourismus beschäftigen. Für die Burg muss eine bessere innerstädtische Ausschilderung für Autofahrer her. Reiseunternehmen brauchen Komplettprogramme für ganztägige Aufenthalte. Silvia Zimmermann kritisierte, dass es immer noch keinen Veranstaltungskalender für Ziesar und das Amt gibt. Das soll sich spätestens 2015 ändern, versprach Tourismusbeauftragte Kühne.

Von Frank Bürstenbinder

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