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Brandenburg/Havel Brandenburg an der Havel testet die Zukunft der Arbeit
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg an der Havel testet die Zukunft der Arbeit
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10:46 03.01.2019
Wohnen, Wirtschaft und Wissenschaft lassen sich in einem Neubauquartier verbinden. Die Stadtplaner haben schon einmal auf dem Luftbild angeordnet, was wohin kommen könnte. Quelle: Stadtverwaltung
Brandenburg/H

Schöne Aussichten: Eine ganz neue medizinische Schule, ein Gründerzentrum für Absolventen der Technischen Hochschule THB, Kombinationen aus Büro und Wohnung, Mini-Firmen, Labore, junges und studentisches Wohnen – alles an einem Fleck und gut zu Fuß zu erreichen. Gemeint ist die Brache, die eingeschlossen wird von Magdeburger Straße, Fontanestraße (Zentrumsring) und Karl-Marx-Straße.

Das Areal umfasst 13,2 Hektar unbebaute Fläche und 6,4 Hektar Randbebauung. Perspektivisch betrachtet werden auch die 26 Hektar südlich der Magdeburger Straße, die überwiegend von der THB und diversen Landesbehörden genutzt werden. 6,8 Hektar sind dort aber noch frei. Die unbebauten Flächen befinden sich überwiegend im Besitz des Landes, lediglich ein bis zu 100 Meter breiter Streifen ist im kommunalen Eigentum.

Stadtplaner Wolfgang Görlich und seine Amtsleiterin Andrea Kutzop haben nun eine Machbarkeitsstudie vorgelegt mit dem Titel „Zukunftsquartier Magdeburger Straße – Treffpunkt von Wirtschaft und Wissenschaft“. Auslöser war ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom November 2017 zu einer entsprechenden Untersuchung, im vorigen Jahr wurde mit dem „Integrierten Stadtentwicklungskonzept Insek“ der Auftrag noch einmal konkretisiert und um das Thema Wohnen ergänzt.

„Das erste Mal wird nun konkret, was unter dem neuen Begriff ,Co-working & Co-Living’ allerorten diskutiert wird“, sagt die Chefin der Wirtschaftsförderung Dorit Stawecki. Es sind neue Formen von Arbeiten und Wohnen: Kreative, Freiberufler, Techniker, Forscher und andere teilen sich größere Arbeitsflächen, Büros und Labore. Idealerweise arbeiten sie in unterschiedlicher Zusammensetzung gemeinsam an Projekten oder sie verfolgen andere Pläne. Manche wohnen auch unmittelbar neben ihrem „Arbeitsplatz“ und richten sich nicht nach festen Arbeitszeiten – so die Idee. Unabhängigkeit in jeder Beziehung.

Was spricht für das Areal? Fast alles. Es liegt in Nähe zur Innenstadt, Kitas, Schulen, Versorger sind in unmittelbarer Nähe, ebenso die Technische und die Medizinische Hochschule, das Klinikum. Die Verkehrsanbindung mit Straße, Schiene und den „Öffentlichen“ ist hervorragend.

Allerdings gibt es auch zwei Nachteile, die bereits bekannt waren. Es braucht nur Lösungen, wie man mit ihnen umgeht. Die meisten Flächen gehören – wie gesagt – dem Land. Die Stadt müsste sie erwerben, um eigenständig das Areal entwickeln zu können. Möglich ist aber auch eine Kooperationsvereinbarung mit dem Land, um die Flächen gemeinsam zu entwickeln.

Die gute Verkehrserschließung bringt als Kehrseite einen hohen Lärmpegel mit sich: Auf dem Zentrumsring sind durchschnittlich jeden Tag 26.000 Fahrzeuge unterwegs, davon etwa 1700 Lastkraftwagen. Das ergibt allein Lärmwerte von 75 Dezibel am Tag und 65 Dezibel in der Nacht. Hinzu kommen etwa 13.000 Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst von der nahe gelegenen Hauptwache aus. „In cirka 65 Meter Abstand zur Feuerwache ergab eine Messung einen Spitzenpegelwert von 98 Dezibel“, schreibt Görlich. Zum Vergleich: Für allgemeine Wohngebiete gelten Lärmpegel-Grenzen von 55 beziehungsweise 45 Dezibel. Beim Planen wird also darauf zu achten sein, dass beispielsweise die gewerblich zu nutzenden Gebäude quasi als Lärmschutzriegel an den Zentrumsring gestellt werden und die Wohnungen praktisch in der Mitte angesiedelt werden.

Die Studie betrachtet einen Zeitraum von etwa fünf Jahren. Vor konkreten Planungen steht nun der Aufbau von Netzwerken, um genügend Interessenten zu finden, die neue Formen von Arbeit, Forschung und Wohnen ausprobieren und an dieser Stelle ansiedeln wollen.

Von André Wirsing

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