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Brandenburg/Havel Zwischen Plattenbauten fing alles an
Lokales Brandenburg/Havel Zwischen Plattenbauten fing alles an
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16:11 22.04.2018
Freuen sich über 25 Jahre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: CAT-Leiterin Cecile Templin (l.) und Annett Kießig von der Caritas. Quelle: Christine Lummert
Brandenburg/H

„Hier kann man sich mit Freunden treffen, Tischtennis spielen oder mit Jungs quatschen“, sind sich die Freundinnen Ragna Reinert und Nele Nitsch einig. Im Medienraum haben die beiden in ein Computerprojekt reingeschnuppert, aber die ganzen Möglichkeiten, die der Club am Trauerberg (CAT) zu bieten hat, werden die beiden elfjährigen Mädchen im Laufe der kommenden Jahre sicher noch für sich entdecken.

Mit vielen Gästen gefeiert

Ganze Generationen von Brandenburger Kindern und Jugendlichen haben das Angebot des CAT, das über Jahre stetig gewachsen ist, schon genutzt. Am Samstag wurde auf dem Gelände an der Bauhofstraße mit hunderten von Gästen das 25-jährige Jubiläum des Bestehens gefeiert. Die Besucher genossen Flohmarkt, Kuchenbuffet und Grillstation. Die Kinder und Jugendlichen konnten sich bei zahlreichen Mitmach-Projekten und Outdoorspielen ausprobieren, einen Blick in den selbst angelegten Ökogarten werfen oder ganz entspannt den Tischkicker oder den Billardtisch in Beschlag nehmen.

Nele Nitsch (l.) und Ragna Reinert mit Freunden am Tischkicker. Quelle: Christine Lummert

Wer ganz tief in Geschichte eintauchen wollte, wurde im Foyer fündig. Dort waren nicht nur Fotos aus den vergangenen Jahren ausgestellt. Es lief auch ein alter Dokumentarfilm über die Anfänge des CAT. Viel Beton und graue Farbe kurz nach der Wende mitten in den Plattenbauten Hohenstückens gab es da zu sehen und nichts los für die Kinder und Jugendlichen des Stadtteils. Pater Pauli hat für die Caritas die offene Jugendarbeit im Stadtteil etabliert und Annett Kießig, heute Caritas-Beauftragte für Brandenburg, war damals ebenfalls als Streetworkerin unterwegs. „Von 1993 bis 2013 war der Club am Turm in Hohenstücken das Herzstück unserer Arbeit, bevor wir dann auf das Gelände an der Bauhofstraße umgezogen sind“, erklärte Kießig.

Neue Projekte kamen hinzu

Cecile Templin leitet das CAT seit vielen Jahren und konnte am Samstag viele Besucher und ehemalige Betreuer begrüßen. „Ist wirklich schön hier am neuen Standort“, war ein Satz den Templin zum Jubiläum häufig hörte.

„Unser Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 27 Jahren aus dem gesamten Stadtgebiet und Laufe der Jahre haben wir unser Angebot stetig erweitert“, berichtete Templin. Von der offenen Arbeit mit Streetworkern angefangen, kamen immer neue Projekte hinzu. Vom CAT wird inzwischen unter anderem die Schulsozialarbeit an sechs Schulen der Stadt koordiniert. „Wir machen ein alternatives Angebot zum Hort, das jeden Tag nach der Schule 25 Kinder wahrnehmen, die langsam in das Programm der begleiteten Freizeit übergehen“, erklärte Templin. Dort finden die Jugendlichen ganz verschiedene Projekte, für die sie sich begeistern.

Von der Nähwerkstatt bis zum Ökogarten

Die Nähwerkstatt ist genauso beliebt wie der Schrauber-Workshop oder die verschiedenen Sportprojekte, von Volleyball bis zum Streetsoccer. Der sichere Umgang mit dem Internet kann genauso geübt werden wie das Schreiben eines eigenen Blogs. Im Ökogarten wird gemeinsam gepflanzt und gesät. Die Ernte wird in der eigenen Küche verarbeitet. Und das neueste Projekt wartet schon. „Wir heben einen alten Bauwagen gefunden, den eine Gruppe von Jugendlichen in den nächsten Monaten für sich ausbauen wird“, sagte Templin. Da darf dann ohne Sozialarbeiter gechillt werden.

Von Christine Lummert

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