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Brandenburg/Havel Zwei Großbrände in Brandenburg/Havel kurz hintereinander
Lokales Brandenburg/Havel Zwei Großbrände in Brandenburg/Havel kurz hintereinander
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21:30 29.04.2019
Die Brandenburger Berufsfeuerwehr bekämpft das Großfeuer im Recyclingpark von allen Seiten. Ein riesiger Haufen Sperrmüll hat Feuer gefangen. Quelle: Jürgen Lauterbach
Brandenburg/H

Gleich zwei Großbrände müssen Brandenburger Feuerwehrleute am frühen Montagabend bekämpfen. In der Lagerhalle des Recyclingparks auf dem ehemaligen Stahlwerkgelände brennt gegen 17.30 Uhr ein riesiger Haufen Sperrmüll an allen Ecken und Enden.

Wenig später wird die Feuerwehr zu einem zweiten Großeinsatz gerufen. In der schon lange stillgelegten Gießerei Elisabethhütte in der Caasmannstraße brennt ebenfalls Müll – die vor mehreren Jahren wild abgeladenen Abfälle.

80 bis 100 Feuerwehrleute und DRK-Einsatzkräfte sind bei beiden Einsätzen aktiv.

Menschen werden nicht verletzt

Menschen werden bei beiden Bränden mutmaßlich nicht verletzt. Die Polizei warnt aber die Bevölkerung vor womöglich schädlichen Dämpfen.

Gleich zwei Großbrände müssen Brandenburger Feuerwehrleute am frühen Montagabend bekämpfen. Im Recyclingpark auf dem ehemaligen Stahlwerkgelände

Die Polizei und die Stadtverwaltung raten dazu, in den Wohngebieten nahe dem Recyclingpark die Fenster und Türen geschlossen zu halten wegen der womöglich giftigen Gase und Dämpfe. Vor allem die Walzwerksiedlung und der Görden sind wegen der Windrichtung betroffen.

Eine große Rauchwolke steigt gegen 17. 30 Uhr auf über dem Recyclingpark der Märkischen Entsorgungsgesellschaft Brandenburg in der August-Sonntag-Straße. Sie hüllt das Industriemuseum ein in dichten Qualm.

Acht Löschfahrzeuge der Brandenburger Feuerwehr sind angerückt. Drinnen in einer der riesigen Hallen lodern Flammen an mehreren Stellen aus dem großen Sperrmüllhaufen. Von mehreren bekämpfen Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr den Großbrand.

Zweiter Alarm: Elisabethhütte

Von hinten sind sie mit mehreren Löschfahrzeugen in die Halle an den Brandherd herangefahren und löschen das Feuer aus allen Lagen. Gegen 21 Uhr erklärt Einsatzleiter Uwe Hohn den Brand für gelöscht.

Während der Arbeiten erreicht die Rettungsstelle ein weiterer Alarm. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Kirchmöser, Göttin, Schmerzke, Wust, Gollwitz und Fohrde rücken aus, um das Feuer in der nur wenige Kilometer entfernten Caasmannstraße zu bekämpfen.

In der schon lange stillgelegten Gießerei Elisabethhütte in der Caasmannstraße brennt ebenfalls Müll – die vor mehreren Jahren wild abgeladenen Abfälle. Quelle: Jürgen Lauterbach

Sie müssen sich den Weg frei machen und an einer Stelle das abgeschlossene Tor zu der Industriebrache aufbrechen, um auf dem teils zugewucherten Gelände nahe an den Brandherd heranzukommen.  

Die Polizei sperrt die Caasmannstraße in Höhe des Brandes, so dass Autofahrer nicht in Richtung Neuendorf passieren können.

Die Brandursache steht noch nicht fest. Womöglich ist das zeitliche Zusammentreffen kein Zufall, wird in Feuerwehrkreisen spekuliert. Schließlich hatte es im Garagenkomplex nahe Butterlake am Sonntag an mehreren Stellen gebrannt. Zumindest dort und in der Caasmannstraße gehen informierte Kreise von Brandstiftung aus.

Brandstiftung zumindest in der Caasmannstraße denkbar

Ältere Brandenburger erinnern sich an einen Brandstifter, der Mitte der neunziger Jahre mehr als 50 Brände rund um die Neuendorfer Straße und Vereinsstraße in Häusern gelegt hatte.

Der Mann, der damals auf seine Art für Ordnung sorgen wollte, wurde irgendwann erwischt und zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Von Jürgen Lauterbach

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