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Cottbus Ein Jahr Haft auf Bewährung nach tödlichem Autounfall
Lokales Cottbus Ein Jahr Haft auf Bewährung nach tödlichem Autounfall
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16:35 20.01.2020
Der tödliche Unfall ereignete 2017 sich auf dem Vorplatz der Cottbuser Stadthalle. Quelle: Patrick Pleul/dpa
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Cottbus

Im Prozess um den Unfalltod einer ägyptischen Studentin in Cottbus ist ein 22-Jähriger zu einer Jugendstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Cottbus sprach ihn der fahrlässigen Tötung schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer acht Monate auf Bewährung gefordert. Die Verteidigung plädierte dagegen auf Freispruch für den Beschuldigten. Gegen das Urteil kann noch Berufung eingelegt werden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 22-Jährige Autofahrer aus Dresden „in hohem Maße grob fahrlässig“ gehandelt habe, als er am 15. April 2017 den Unfall verursacht hatte. Dabei wurde die 22 Jahre alte Fußgängerin so schwer verletzt, dass sie kurze Zeit später starb.

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Laut Anklage soll der Mann mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h unterwegs gewesen sein, als er die Frau an einer Tram-Haltestelle im Bereich des Stadthallenvorplatzes erfasste. Erlaubt waren in diesem Bereich 30 km/h. Das Gericht ging in seiner Urteilsbegründung sogar davon aus, dass der Autofahrer schneller als 50 Kilometer pro Stunde gefahren war.

Dass der 22-Jährige nicht nach Erwachsenenrecht verurteilt wurde, begründete das Gericht mit einem jugendtypischen Verhalten des Beschuldigten. Es sei nicht auszuschließen, dass „Imponiergehabe“ eine Rolle gespielt habe.

Beifahrer kommt ungeschoren davon

Die Staatsanwaltschaft hatte auch gegen einen Beifahrer des angeklagten Autofahrers ermittelt – wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Beleidigung. Er soll die verletzte Ägypterin am Unfallort ausländerfeindlich beschimpft haben. Dieses Verfahren wurde eingestellt.

Von MAZonline

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