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Dahme-Spreewald 14. Waldfest gut besucht
Lokales Dahme-Spreewald 14. Waldfest gut besucht
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07:12 27.08.2018
Hannes Rocher hat aufmerksame Zuschauer beim Scheren seines Schafes mit der Schere. Quelle: Gerlinde Irmscher
Hammer

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen konnten die Besucher am Samstag in der Landeswaldoberförsterei Hammer. Zum einen konnten sie einen Ausflug in den Märkischen Wald unternehmen, zum anderen war das Waldfest angesagt, und da gab es genügend zum Schauen, Mitmachen und Genießen. Der denkmalgeschützte Hof hatte sich in ein Festgelände verwandelt mit viel Sehens- und Wissenswertem rund um den Wald.

Mit Jagdhornklängen eröffneten die Töpchiner Jagdhornbläser mittags um zwölf das Fest. Dabei ließen sie sich nicht vom plötzlich einsetzenden Regen stören. Als Alexandra Weibrecht einige Jagdhundrassen vorstellte, hatte er dann auch schon wieder aufgehört.

Teckel, Bracken, Pointer, Münsterländer

Die Besucher staunten nicht schlecht, was so alles zu den Jagdhunden zählt. Den Teckel kennt wohl jeder, aber auch Deutsche Wachtel, Setter, Pointer, kleine Münsterländer, Foxterrier und Bracken liefen brav an der Leine neben Frauchen oder Herrchen.

„Die Hunde passen meist zum Besitzer, und beim genauen Hinsehen, können Sie die Ähnlichkeit erkennen“, so Weibrecht schmunzelnd. Damit löste sie Heiterkeit bei den Besuchern aus. „Ich versuche, den Menschen Jagdhunde näherzubringen, zu erklären, dass es ganz normale Hunde sind, jedoch Hunde mit Beruf“, so die Zeuthnerin. Der müsse aber erlernt werden. Weibrecht ist eigentlich gelernte Zahntechnikerin, aber Hunde liegen ihr – und so machte sie ihr Hobby zum Beruf und bildet nun Jagdhunde aus.

Hannes Rocher ist zwölf, dass er die Schafschur beherrscht, davon konnten sich die erstaunten Zuschauer überzeugen. Kraft und Geschick gehören dazu. Noch darf er nur mit der Handschere aber hofft bald auch mit der elektrischen Schere seine Schafe von der Wolle befreien zu können. „Am Schwierigsten ist das Bücken“, verrät Hannes, der auf alle Fälle einmal Landwirt werden will.

Enkel Jannes versucht sich beim Nistkastenbau

Marlene Seidenstücker, die gerade mit ihrem Mann von Berlin nach Königs Wusterhausen gezogen ist, war zum ersten Mal zum Waldfest in Hammer. „Ich finde es sehr schön, wie man hier den Menschen die Natur nahebringt“, schwärmte sie. Unterdessen versuchte sich der achtjährige Enkel Jannes beim Nistkastenbau.

Dass die für 16 Uhr geplante Märchenwaldwanderung dem wieder einsetzenden Regen zum Opfer fiel, nahm man gelassen, gibt es doch zur Zeit kaum jemanden, der sich nicht über ein bisschen Nass freut. Kurzerhand wanderten die Kleinen einmal über den Platz zur großen Scheune ins trockene Waldkino. „Machen wir eben eine alternative Märchenwanderung“, sagte Naturführerin Kirsten Heidler den Mädchen und Jungen. Diese hatten es sich auf den Bänken bequem gemacht und lauschten dem Märchen von den sechs Schwänen.

„Das war heute das 14. Waldfest und ich denke, es hat sich etabliert“, freute sich Tim Ness, Leiter der Landeswaldoberförsterei Hammer.

Von Gerlinde Irmscher

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