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Dahme-Spreewald 8,5 Millionen für modernen Bahnhof
Lokales Dahme-Spreewald 8,5 Millionen für modernen Bahnhof
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12:03 10.01.2017
Der Bahnhof Eichwalde soll 2018/2019 behindertengerecht umgebaut werden. Neu gestaltet wird auch der Vorplatz. Quelle: Oliver Becker
Eichwalde

Der S-Bahnhof in Eichwalde soll behindertengerecht ausgebaut werden. Bereits im Mai 2016 machte die Gemeindevertretung den Weg frei für den ausgehandelten Finanzierungsvertrag mit der Deutschen Bahn, die neben der Gemeinde Bauherr ist (die MAZ berichtete). Hintergrund ist ein Förderprogramm des Bundes, das vom Land Brandenburg unterstützt wird und der Bahn Mittel in die Kasse spült. Dieses Jahr will die Bahn einen Realisierungsplan vorlegen, was wann und wo genau in den Jahren 2018/2019 gebaut werden soll – erste bauvorbereitende Maßnahmen sind bereits dieses Jahr geplant. Im Anschluss will die Gemeinde ein Konzept für die Gestaltung des Bahnhofvorplatzes erarbeiten. Zu den Baumaßnahmen, die insgesamt 8,5 Millionen Euro kosten und an denen sich die Gemeinde mit 1,4 Millionen Euro beteiligt, äußerte sich auf MAZ-Anfrage Bürgermeister Bernd Speer (parteilos).

„Der neue Tunnel wird künftig um bis zu acht Meter nach rechts versetzt zum alten gebaut werden und höher sein“, sagte Speer. Der alte Durchgang sei nicht behindertengerecht, „weil die Treppen keiner mit dem Rollstuhl runterkommt. Er hat nicht die erforderliche Höhe. Wer 2,20 Meter groß ist, stößt sich dort den Kopf“, so Speer weiter. Die Menschen würden immer größer. Wegen der Fundamente könne jedoch nicht viel tiefer gegraben werden. Daher der neue Durchgang. Nach dem Umbau wird der Alt-Tunnel verfüllt. Mit der Maßnahme wolle man nicht in den laufenden Betrieb eingreifen. Geplant seien ferner neue Treppenanlagen auf beiden Seiten, ebenso lange schräg abfallende Rampen für Rollstuhlfahrer. Speer: „Die Alternative wäre ein Aufzug gewesen. Doch Rampen sind durchgängig nutzbar und nicht kaputt, wenn man sie braucht“, so der Bürgermeister.

Umfangreiche Pläne auch für den Bahnhofsvorplatz

Für den Ausbau des Bahnhofvorplatzes könnten die bislang angesetzten Extra-Kosten von 200 000 Euro deutlich steigen. Angedacht ist vieles – neben einer neuen Grüngestaltung, der Pflasterung des Wegs, einer neuen Beleuchtung, Bushaltestellen und neuen Unterstellmöglichkeiten für Fahrrädern ebenso die bauliche Anpassung des gesamten Bahnhofumfelds. Auch das Thema E-Mobilität spielt mit in die Überlegungen zur Neugestaltung am Bahnhof.

„Wenn die Realisierungsplanung der Bahn in diesem Jahr vorliegt, schauen wir uns diese an und machen eine eigene Planung“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Sobald die Bahn mit dem Umbau fertig sei, müsse dann der Vorplatz hergerichtet werden. 2019 wolle man mit dem Bau direkt anschließen. Das Rathaus plant dafür rund anderthalb Jahre ein. „Wir müssen etwas verändern, um überhaupt eine Aufenthaltsqualität zu schaffen“, sagte Speer. Das Areal müsse gepflegt aussehen, dass man sich traue, dort überhaupt entlangzulaufen. Heute sei es dort „ungeordnet, dreckig, kaputt.“

Überlegungen zur E-Mobilität fließen in Planungen ein

Bei allen Überlegungen – eine Fußgängerzone wird es am Bahnhof nicht geben. Speer: „Die ganze Gegend wird natürlich öffentliches Straßenland bleiben, ob nun verkehrsberuhigt oder nicht. Es muss gefahren werden.“ Das sei für den Fluss des Individualverkehrs wichtig. Geklärt werden müsse dann in der Gemeindevertretung, „ob dort Busse fahren sollen, es einen Zebrastreifen, eine Ampel, eine neue Beleuchtung oder sogar ein Fahrradparkhaus geben wird. Wenn der Bahnhof behindertengerecht ist, muss man vielleicht auch das Umfeld des Bahnhofs behindertengerecht gestalten“, so Speer. Gerade was E-Bikes und Ladestationen anbelangt, sei „der Bahnhofsvorplatz besonders dafür geeignet.“ Die Menschen könnten dann mit dem E-Bike ankommen, es aufladen und zur Arbeit gehen. Auf der Rücktour hätten sie ein aufgeladenes Fahrrad. Auch Stromladesäulen für E-Autos seien einer Überlegung wert.

Bevor jedoch konkret geplant werden könne, müssten Eigentumsfragen geklärt werden. Speer: „Die meisten Flächen gehören der Bahn, nicht uns.“ Schon bald müsse über Grundstückskäufe verhandelt werden. Die Kosten seien noch unklar. „Wir wissen nicht wie viel das kostet, es wird sowieso alles teurer. Die 200 000 Euro klingen für mich ein bisschen wenig, aber wir müssen die Diskussion darüber, was wir dort vorhaben, erst noch führen“, so Speer.

Von Oliver Becker

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