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Dahme-Spreewald Amt Schenkenländchen übergibt Kreisarchiv
Lokales Dahme-Spreewald Amt Schenkenländchen übergibt Kreisarchiv
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06:45 03.09.2013
Quelle: Gerlinde Irmscher
Teupitz

Peter Josef Belli ist seit 2006 freiberuflich als Archivar tätig. Wie er sagte, ist er etwa zweimal pro Woche im Archiv unterm Dach des Amtes Schenkenländchen anzutreffen. Ihm zur Seite steht Katja Kretschmann, die aus der Kämmerei in die Registratur wechselte.

Zu viert trugen sie gestern die 35 laufenden Meter Akten vom Boden in den bereit stehenden Transporter auf dem Teupitzer Markt. Alle Verzeichniseinheiten befinden sich nun in Spezialkartons, die, so Peter Josef Belli, bei eventuellem Wassereinbruch den Inhalt längere Zeit vor Schäden bewahren. Da war eine Menge von oben nach unten zu schleppen. So kommen aus Briesen vier Verzeichnungseinheiten, aus Groß Köris 949, aus Halbe 340, aus Märkisch Buchholz 282, aus Münchehofe 27, aus Oderin 39, aus Schwerin sieben, aus Teupitz 432, dem Abwasserverband Teupitzsee neun und aus Freidorf eine Verzeichnungseinheit. Viele der Akten mussten zuvor restauriert werden, da sie stark beschädigt waren. Dazu gehört unter anderem verschiedenes Karten-Material. Auf einer dieser Karten ist die Besiedlung Münchehofes in den zwanziger Jahren zu sehen. "Die Karte hatte einen Wasserschaden und darum Löcher", so Belli. Nach der Restaurierung sei davon aber nun nichts mehr zu sehen. Rund 150 Akten konnten für die Nachwelt wieder hergestellt werden.

Durch die Archivarbeit im Amt Schenkenländchen kamen viele interessante Details zum Vorschein. Ein großer Teil des Nachlasses ist auch der rührigen Arbeit der Ortschronisten zu verdanken, von denen es öffentlich bestellte und selbst ernannte gebe. "Am 27.September bieten wir für sie eine Weiterbildung an", sagte Amts-Chef Thomas Koriath. Damit wolle man erreichen, dass die Chronisten nach einem einheitlichen System arbeiten, damit die Amts-Archiv-Arbeit einfacher und übersichtlicher wird.

Wenn die Unterlagen, die gestern von Teupitz nach Luckau ins Kreisarchiv kamen, auch in der Archivverwaltungssoftware erfasst wurden, werden sie Interessenten hier öffentlich zur Verfügung stehen. Ein Großteil, so Thomas Mietk, werde sogar im Internet abrufbar sein.

Dazu könnten auch die Namen der Leute in Märkisch Buchholz gehören, die in der Nazi-Zeit das Hitler-Regime unterstützten. "Die Verjährung endet 90 Jahre nach der Geburt", erläuterte Peter Josef Belli gestern. Dass gerade diese Zeit für die Historiker gerettet werden konnte, sei keine Selbstverständlichkeit. Denn die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. Dadurch wurden auch die älteren Akten eingebüßt. "Umso erfreulicher ist es, dass sich einige wenige bis 1945 geführte Akten erhalten haben beziehungsweise rekonstruiert werden konnten", so Thomas Koriath.

Von Andrea Müller

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