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Dahme-Spreewald 100 Kilometer wandern auf Fontanes Spuren
Lokales Dahme-Spreewald 100 Kilometer wandern auf Fontanes Spuren
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18:34 31.03.2019
Geschafft: Am Samstagabend kommen die Wanderer gemeinsam in Wildau an. Quelle: Gerlinde Irmscher
Wildau

Es war ein großes Erlebnis für Wanderfreunde. 100 Kilometer in 24 Stunden – und wer’s nicht ganz so weit wollte, konnte zwischen 50 und 25 Kilometern wählen – standen auf dem Plan. „Unsere Idee war, in das Fontanejahr hineinzuwandern“, so Wanderwegewart Norman Siehl. Und das Besondere daran sei ein neues Wanderkonzept. Die unterschiedlichen Strecken kommen zusammen und am Ende erreichen alle gemeinsam das Ziel.

Für Birgit Rehbau und Bernd Quicker war es das erste Mal, 100 Kilometer am Stück zu laufen. „Wir gucken, wo unsere Grenzen sind, und das wird spannend für uns“, sagte Bernd Quicker, bevor am Freitag um 18 Uhr der Startschuss vor der Hochschulbibliothek der TH in Wildau fiel. Norman Siehl voran, machten sich 38 Wanderer auf den Weg. Mit Stirnlampen gewappnet ging es durch die Nacht. Nach drei kleinen und einer großen Pause kamen sie gegen 5 Uhr morgens in Groß Köris an. Da wartete dann „Nachschub“. Die 50-Kilometer-Läufer schlossen sich an. Bei minus 2 Grad ging es frohen Mutes weiter.

Mittenwalder Spielmannszug begrüßte die Wanderer

„Nur noch 25 Kilometer, die schaffen wir auch noch, und außerdem zählen wir jetzt rückwärts, 24, 23, 22 ...“, verriet Birgit Rehbau beim Aufbruch in Gallun. Und auch hier gab es noch einmal frischen Wind – die 25-Kilometer-Läufer.

In Mittenwalde angekommen, wartete neben dem Mittagessen in der Pizzeria „La Villa“ eine Überraschung. Der Spielmannszug hatte Aufstellung genommen, um die Wanderer zu begrüßen. Gestärkt und gut gelaunt ging es weiter, aber nicht, ohne dass vorher dieser oder jener die nassen Strümpfe gegen trockene tauschte oder die Füße mit Blasenpflaster beklebt hatte. Und da es nun über die Rieselfelder ging, wo kein Schatten ist, gab es Sonnenschutzcreme. „Das macht die Organisation aus, sogar an solche kleinen Dinge zu denken“, freute sich Reinhard Meyer aus Ragow. „Bei den 50 Kilometern am Stück habe ich gesehen, wie schön unsere Heimat ist.“

Rund 100 Wanderer waren von Freitag bis Samstag bei einer Fontane-Wanderung dabei. Start der 100-Kilometer-Strecke war in Wildau, die 50- und 25-Kilomter-Läufer kamen unterwegs dazu, um dann gemeinsam am Ziel in Wildau anzukommen.

„Ich bin 82, aber noch nicht alt“, erklärte Helmut Böhnke aus Wildau. Gerade ist er vom Skilaufen gekommen und wollte es sich nicht entgehen lassen, die 25 Kilometer mitzuwandern. Er war der älteste Teilnehmer und hatte nicht weniger Spaß als Noah Krüger aus Berlin, der mit seinen neun Jahren der Jüngste war. „Ich mach viel lieber Sport, als zwei Stunden im Auto zu sitzen“, verriet Noah.

Detlev Lutsch (Mitte) begrüßt beim Halt in Miersdorf den ältesten und jüngsten Wanderer. Quelle: Gerlinde Irmscher

Sandra Rosendahl war extra aus Laucha an der Unstrut nach Wildau gekommen, um die 100 Kilometer zu laufen. „Die Nacht war kalt, aber die Strecke ist wunderschön, und es hat Spaß gemacht“, erklärte sie und ihr Dank galt den Organisatoren, die alles gut im Blick hatten.

Mit einem Klatschkonzert wurden 105 Wanderer von den 107, die an den Start gegangen waren, am Samstag gegen 19 Uhr am Ziel in Wildau begrüßt. Von den Mühen war schnell nichts mehr zu sehen, die Gesichter strahlten, als alle ihre Teilnehmer-Urkunden in den Händen hielten. Es gab ein Ständchen vom Wildauer Singekreis. Zudem trug der Storkower Nachtwächter Detlev Lutsch zur Unterhaltung bei, und bei einem gemeinsamen Finisher-Abendessen konnten neue Kräfte gesammelt werden.

Großer Dank an die Helfer

Ein Blick auf den Schrittzähler von Joachim Lobner aus Niederlehme zeigte, dass er 60 568 auf den 50 Kilometern gemacht hatte, und Siegbert Petro brachte es bei 25 Kilometern auf 39 241 Schritte.

„Mir tut alles weh, aber schön war’s und es gab viel Spaß“, verriet Norman Siehl nach den 100 Kilometern, und man konnte ihm die Freude ansehen, dass alles so gut geklappt hat: „Danke an all die fleißigen Helfer und Sponsoren, ohne sie wäre es nicht gegangen.“

Von Gerlinde Irmscher

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