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Dahme-Spreewald Land plant doch eine große Lösung
Lokales Dahme-Spreewald Land plant doch eine große Lösung
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17:24 19.08.2019
Bislang hat der Bahnhof Königs Wusterhausen nur dieses eine Fernbahngleis. Fachleute sprechen deshalb von einem „Flaschenhals“. Quelle: Oliver Fischer
Königs Wusterhausen

Der Bahnhof Königs Wusterhausen soll auf lange Sicht komplett umgebaut und umstrukturiert werden. Das geht aus einem Bericht hervor, den Vertreter der DB Netz AG und das Verkehrsministerium des Landes im Bauausschuss des Landkreises vorgelegt haben.

Dass das Land in den Bahnhof investieren will, ist nicht neu. Bislang war aber nur bekannt, dass man mit mehreren kleineren Eingriffen den Flaschenhals entschärfen will, den der weitgehend eingleisige Fernbahnhof derzeit bildet. Unter anderem soll dafür auf der Brücke am Nottekanal ein zweites Fernbahngleis gelegt werden. Außerdem soll der Bahnhof ein Kehrgleis bekommen, damit Züge dort wenden können und nicht unnötig den Bahnhof blockieren.

Land strebt echte Zweigleisigkeit an

Die Grünen-Fraktion hatte diese Maßnahmen im jüngsten Kreistag noch als unzureichend kritisiert: Die Verkehrsprobleme am Bahnhof würden dadurch nicht grundsätzlich gelöst, weil das Problem, dass sich Züge innerhalb des Bahnhofs nicht begegnen können, bestehen bleibe. Das sehe man auch im Land so, hieß es nun. Und an einer Lösung werde auch schon gearbeitet. Sie werde allerdings Jahre dauern, aufwendig sein und viel Geld kosten.

Derzeit befinde sich ein Projekt in der Planung, dass eine Entflechtung der S-Bahn und Fernbahn und damit eine echte Zweigleisigkeit am Königs Wusterhausener Bahnhof vorsieht, sagte Ole Grassow von der DB Netz AG. Diese sei dringend notwendig. Denn laut Landesnahverkehrsplan soll auf lange Sicht ein Zehn-Minutentakt bei der S-Bahn in Königs Wusterhausen gefahren werden. Das sei mit der aktuellen und auch mit der bald abgeänderten Schienenbelegung nicht möglich.

Kehrgleis kommt 2021

Ole Grassow und der Abteilungsleiter Verkehr des Landes, Egbert Neumann, gaben auch tiefere Einblicke in die Zeitplanung der einzelnen Projekte am Bahnhof. So soll das Kehrgleis schon im Februar 2021 fertig sein. Dann kann dort die RB 22 wenden, die bislang einmal stündlich für acht Minuten den Bahnhof blockiert. Dort könnten dann nachts auch Züge zwischengeparkt werden, so Grassow.

Die zweigleisige Brücke über den Nottekanal, die die Lage weiter entspannt, soll spätestens Ende 2025 sein. Darüber hinaus soll der Bahnhof ein Gleis bekommen, auf dem Güterzüge mit einer Länge von 740 Metern abgefertigt werden können. Eine Maßnahme, um den Königs Wusterhausener Hafen aufzuwerten.

Auch Unterführung soll geprüft werden

Die komplette Entflechtung der S-Bahn und Fernbahn ist aber weit komplizierter, weil dafür die gesamte Bahnanlage neu gedacht werden muss. Die Grünen etwa hatten im Kreistag vorgeschlagen, dass die S-Bahn einen eigenen Tunnel zwischen Wildau und Königs Wusterhausen bekommt und so unter der Fernbahn durchgeführt werden könnte. Dieser Ansatz gehöre zu denen, die man jetzt bei Land und Bahn prüft, sagte Ole Grassow. Das Projekt sei auch zur Finanzierung im Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen angemeldet, das noch im Sommer vom Bund beschlossen werden soll.

Jonas Reif, Bahnexperte der Grünen-Fraktion, begrüßte die Pläne der Bahn. Er drängte im Ausschuss aber darauf, dass auch der Landkreis in künftige Gespräche einbezogen wird. Außerdem mahnte er an, dass das Land auch eine mögliche Verlängerung der S-Bahn nach Mittenwalde berücksichtigen sollte. Der Landrat hatte zuletzt angekündigt, dass der Kreis selbst prüfen lassen will, ob eine Reaktivierung der S-Bahnlinie nach Mittenwalde sinnvoll sein könnte.

Von Oliver Fischer

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