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Dahme-Spreewald Barockes Symbol für Narrheiten
Lokales Dahme-Spreewald Barockes Symbol für Narrheiten
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00:27 05.04.2018
Die kleinen und großen Besucher erkundeten gespannt das Schloss mit Schlossleiterin Margrit Schulze (r.).  Quelle: Aaliyah Sarauer
Königs Wusterhausen

Eine besondere Kinder- und Familienführung mit Schlossleiterin Margit Schulze erwartete die Besucher am Ostersonntag im Schloss Königs Wusterhausen. „Es geht heute um die Osterführung von Haselanten und Osterhasen“, kündigte Margrit Schulze an. „Ich werde Euch ein bisschen vom König und der königlichen Familie erzählen. Wir werden uns die Tiere auf einigen Gemälden genauer ansehen, besonders die Hasen, die dürft ihr dann auch zählen“, erläuterte sie und kündigte an: „Und ganz zum Schluss suchen wir dann noch Schokoladenhasen im Schloss.“

Bilder zur Jagd

Nach den einleitenden Worten ging es in die Räumlichkeiten des Schlosses. Friedrich Wilhelm I., damals noch der Kronprinz, bekam den Renaissancebau 1698, im Alter von zehn Jahren, von seinen Eltern zu Weihnachten geschenkt. Es wurde zu seinem Jagdschloss, und er hielt sich dort mit seiner Frau und seinen zehn Kindern auf.

Viele Gemälde hängen in den Räumen und konnten von den Teilnehmern bestaunt werden. Da ein Großteil der Bilder Bezug auf die Jagd nimmt, sind häufig Tiere auf ihnen zu erkennen. Die Kinder bestaunten die Werke und errieten die darauf abgebildeten Tiere. Und so ging es zum Festsaal, den Wohnräumen der Königin und des Königs, und schließlich auch in den Raum des berühmten Tabakskollegium. Vor allem dort, mussten die Kinder die Augen offen halten. Denn auf den Gemälden an den Wänden waren auch Hasen zu entdecken.

Mit leuchtenden Augen auf der Suche nach Hasen

Margrit Schulze erklärte, welche Rolle diese Tiere damals spielten: „In der barocken Bildersprache nannte man diese Hasen ’Haselanten’. Haselanten standen für Feigheit und für Narrheit. Menschen, die neben einem Hasen abgebildet sind, werden also regelrecht verspottet.“ Zudem erklärte sie den Teilnehmern, warum Eier zu Ostern bemalt werden. Hintergrund war der Aschermittwoch. Zwischen ihm und dem Karfreitag gab es eine strenge Fastenzeit, in der keine Eier gegessen werden durften. Die Hennen legten aber natürlich auch in dieser Zeit weiter Eier. Diese wurden gesammelt und markiert, so dass alte Eier nicht mit den frischen verwechselt werden konnten.

Nach den kurzen Erzählungen durften die Kinder die Gemälde nach Hasen absuchen. Nachdem alle entdeckt worden waren, ging es weiter in einen Nebenraum, in dem nun die Schokohasen darauf warteten, gefunden zu werden. Die Kinder gingen mit leuchtenden Augen auf die Suche und teilten am Ende die Schokolade gerecht auf.

Elke Finzel war mit ihren beiden Kindern bei dem besonderen Schlossrundgang dabei: „Meine Kinder haben ein Hörspiel über Prinzessinnen und die Schlösser. Und ich dachte, da wäre sowas hier ja ideal“, sagte sie. Es sei spannend gewesen, auf die Art eine Königsfamilie vorgestellt zu bekommen. „Das mit den Hasen auf den Bildern fand ich auch sehr interessant. Den Kleinen hat es viel Spaß gemacht.“

Von Aaliyah Sarauer

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