Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Bestensee Fröhliche Ausgelassenheit mit dem „Birussa“-Chor
Lokales Dahme-Spreewald Bestensee Fröhliche Ausgelassenheit mit dem „Birussa“-Chor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:55 29.12.2018
Im Seniorenheim in Bestensee konzertierte am Freitagnachmitag der deutsch-russische „Birussa“-Chor. Quelle: Andrea Müller
Anzeige
Bestensee

Der deutsch-russische Chor „Birussa“ aus Königs Wusterhausen sorgte am Freitagnachmittag im Bestenseer Seniorenheim der Berliner Stadtmission für eine Stunde ausgelassener Fröhlichkeit. Von den rund 60 Bewohnern des Heimes konnten rund 30 Frauen und Männer teilnehmen. Andere waren jetzt zu den Feiertagen zu ihren Familien gereist. Wer aufgrund seiner Gesundheit nicht in der Rotunde sitzen konnte, durfte dem Konzert an der geöffneten Zimmertür folgen.

Anzeige

Konzert zwischen den Festtagen

Der „Birussa“-Chor kam schon das zweite Mal so kurz nach Weihnachten zu den Senioren nach Bestensee. Auch für das nächste Jahr ist wieder ein Konzert zur selben Zeit vorgesehen, denn den Kontakt nach Bestensee hat Horst-Ralph Neye hergestellt, der in dem Ort zu Hause ist. Er ist auch der Chorälteste mit 91 Jahren. „Musik kommt immer an“, sagte die Chefin des Heimes, Christiane Albrecht. Und tatsächlich. Schon nach wenigen Takten schwangen die Menschen im Takt mit, klatschten den Rhythmus und formten die Lippen Worte, denn der deutsch-russische Chor hatte auch deutsche Lieder in seinem Programm wie das Lied „Ich ging einmal spazieren“.

Die fünfjährige Lena zeigte eindrucksvoll, dass der „Birussa“-Chor gute Nachwuchsarbeit leistet. Sie sang mit Begleitung am Akkordeon von Elena Kobetz. Als Dankeschön erhielt das kleine Mädchen aus den Reihen oben im „Rang“ eine Tüte Gummibärchen.

Die fünfjährige Lena bei ihrem Solo im Seniorenheim der Berliner Stadtmission in Bestensee. Quelle: Andrea Müller

Lieder über die Liebe

Die Sänger – das sind insgesamt zwanzig russischstämmige, aber auch deutsche Bürger – sangen über das Singen, die Liebe, den Winter, den Schnee, die Freundschaft zu den Menschen und auch über die Liebe von Aljona zu einem verheirateten Mann. „Was ja vorkommen kann“, wie Ralph Neye am Mikrofon kommentierte. Der Chor sang nicht nur, sondern tanzte auch zur Freude der Zuschauer.

Schokolade als Dankeschön

Vorbereitet hatte alles die Musiktherapeutin Katharina Kupke, die gemeinsam mit den Pflegekräften die Bewohner in die Rotunde am Eingang begleitete. Rund eine dreiviertel Stunde dauerte es, bis die älteren Herrschaften Platz genommen hatten. Auch Tische und Stühle mussten bewegt werden, um für den Auftritt den Chores Platz zu schaffen. Als Dankeschön für die wunderbare Stunde mit russischer und deutscher Musik bekamen die 15 Beteiligten einen Weihnachtsmann aus Schokolade überreicht. Diese Aufgabe übernahm erneut die kleine Lena. Mit einer Zugabe von „Kalinka“ nahm der Chor nach einer Stunde Abschied.

Von Andrea Müller