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Bestensee X-Treme Worker arbeiten in luftiger Höhe
Lokales Dahme-Spreewald Bestensee X-Treme Worker arbeiten in luftiger Höhe
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09:16 27.04.2019
Das Team: Nico Zschocke, Mathias und Anett Hentze, Mathias Vogel, Marcel Möller, Dennis Majuntke, Beate Krebs und Nils Jurisch (v.l.). Quelle: Privat
Bestensee

 Eigentlich hatte der Bestenseer Mathias Hentze nach der Schule eine Bäckerlehre gemacht. Aber schon während der Ausbildung merkte er, dass das nicht seins ist. Also suchte er sich eine Herausforderung, die seinen Neigungen entspracht, machte einen Schein zum Industriekletterer und putze fortan Fenstern in luftiger Höhe.

„Kannste nicht mal einen Ast rausholen?“, lautete irgendwann die Frage eines Bekannten. Mathias Hentze konnte und es dauerte dann auch nicht lange, bis aus dem Industriekletterer auch ein Baumkletterer wurde. Vor zehn Jahren gründete er sein Unternehmen „X-Treme Worker“. Anfangs war er allein, aber schnell kam Mathias Vogel dazu. Die Männer hatten schon zusammen die Schulbank gedrückt. Nach und nach wurde das Team größer, so dass es heute außer dem Chef weitere fünf Mitarbeiter und eine Büroangestellte gibt. „Das ist die richtige Größe für einen Familienbetrieb“, so Hentze. Man sei wie eine Familie, jeder sei für jeden da.

Die Bestenseer X-Treme Worker sind häufig auf Bäumen unterwegs. Quelle: Gerlinde Irmscher

Eingespieltes Team

Und nur so geht es: Einer sägt in luftiger Höhe, ein anderer hat „Bodendienst“. Denn: Von unten sieht manches anders aus als von oben und dann hilft nur eine eingespielte Zeichensprache.

Gerade einmal zwei Kettensägen umfasste das Betriebskapital vor zehn Jahren. 14 Kettensägen, eine Hubarbeitsbühne, zwei Entsorgungsfahrzeuge, eine Stubbenfräse, zwei Häcksler und ein Hänger mit Ladekran stehen heute auf dem Hof. Über Arbeitsmangel kann sich Mathias Hentze nicht beklagen. Dabei steht nicht immer das Fällen von Bäumen im Vordergrund. Ihm ist wichtig, dass Bäume nicht sinnlos gefällt werden, deshalb hat er sich auch der Baumpflege verschrieben. „Eine gute Baumpflege ist heute mehr wert als eine Baumfällung“, sagt er und ärgert sich, dass die Baumpflege oft vernachlässigt wird.

Geht der Piper, ist alles andere nebensächlich

Wenn Hilfe nötig ist, ist „Matze“ mit seinen Jungs da und das nicht nur in der Region. So bringen sie zum Beispiel auch die Weihnachtsbeleuchtung an den Dresdner Bahnhöfen an. Vereinbart man mit Mathias Hentze einen Termin, kann es schon mal vorkommen, dass man ihn dann nicht antrifft. Das bedeutet keinesfalls, dass er die Verabredung vergessen hat. Hentze ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Geht der Pieper, ist alles andere nebensächlich und er macht sich auf den Weg. Zuletzt stand unter anderem eine „technische Menschenrettung“ an. In seinem Team sind noch drei weitere Feuerwehrleute. Auch bei ihnen gilt: Wird ihre Hilfe gebraucht, steht das Ehrenamt an erster Stelle.

Der 34-jährige Mathias Hentze ist stolz auf das Erreichte: „Ich freue mich wenn meine Jungs Spaß an der Arbeit haben und abends glücklich nach Hause kommen“. Aber nicht nur die Arbeit ist es, die Mathias Hentze erfüllt, er engagiert sich im Ort, unterstützt soziale Projekte. Ganz besonders liegt ihm dabei die Jugendfeuerwehr am Herzen. Das alles funktioniert nur, weil er sich auch auf die volle Unterstüzung seiner Frau Anett verlassen kann.

Von Gerlinde Irmscher

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