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Bestensee Blumenbeete im Hochformat
Lokales Dahme-Spreewald Bestensee Blumenbeete im Hochformat
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00:35 21.05.2018
Volkmar Schenker aus Bestensee lockt mit den Blumensäulen viele Schaulustige an. Er sagt gern, wie sie angefertigt werden.
Volkmar Schenker aus Bestensee lockt mit den Blumensäulen viele Schaulustige an. Er sagt gern, wie sie angefertigt werden. Quelle: Müller
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Bestensee

Ein Meer von Blumen erwartet die Gäste von Volkmar Schenker aus Bestensee. Das Besondere in seinem Garten: Er hat Beete im Hochformat. Die Blütenpracht wächst bei ihm nicht nur auf der Erde, in Töpfen und Ampeln, sondern in Blumensäulen.

Die Rohfassung der Blumensäule: Das Estrichgitter wird rund gebogen und dann in den Blumentopf gesteckt. In die Mitte kommt ein Plastikrohr mit Pflanzen-Schaumstoff. Dann wird alles mit Erde befüllt. In die vorbereiteten Pfanzlöcher kommen dann die Pflanzen. Quelle: Andrea Müller

„Spaziergänger bleiben oft stehen und fragen, wie ich das mache“, sagt der 77-Järhige. Seit einem Schlaganfall vor zwölf Jahren ist der Garten vor dem Haus umso mehr zu einer Art Lebenselixier geworden. Noch während seines Berufslebens als Schlosser und Schweißer hat Volkmar Schenker sein Geschick zu Hause unter Beweis gestellt. Zahlreiche selbst geschmiedete Ampeln für die Blumen, eine kleine Brücke über einen Teich und eine schmiedeeiserne Pforte schmücken das Reich.

So sehen die bereits gebogenen Estrichmatten aus. Sie müssen genau so groß sein, dass sie in die Blumentöpfe passen. Quelle: Andrea Müller

Volkmar Schenker scheint zwei rechte Hände und einen grünen Daumen zu haben. Dazu kommt seine Frau Evelin, die ihm bei allem rund um Haus und Hof gern hilft. Sie lüften auch gern das Geheimnis um die Blumenbeete im Hochformat. Volkmar Schenker hat schon alles vorbereitet. Gebraucht werden ein Blumentopf nach Wunschgröße, Estrichmatten, die rund in der Größe des Topfes zurecht gebogen werden. Dazu kommt ein schmales Plastikrohr, in das Pflanzen-Schaumstoff eingesetzt wird. Der dient später zur besseren Bewässerung der Pflanzsäule. Ist die Estrichmatte in den Topf gesteckt und das Rohr in der Mitte, kommt Erde hinein. Entsprechend des Gitters der Estrichmatte werden kleine Pflanzlöcher eingelassen, in die dann die Pflanzen kommen. „Für eine Säule von 50 Zentimetern sind das bis zu 100 Pflanzen“, verrät der Hobby-Gärtner. Wenn man weiß, wie, sei es fast ein Kinderspiel, behauptet er. Jeden Tag erfordere der Garten aber auch viel Wasser, Geduld, Mühe und Zeit. Dafür seien die Vormittage reserviert. Nachmittags geht es ans Genießen der Pracht – natürlich bei einer Tasse Kaffee auf der Terrasse.

Von Andrea Müller