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Bestensee Ein Wartburg 1000 ist das neue Juwel in Peter Neumanns Fuhrpark
Lokales Dahme-Spreewald Bestensee Ein Wartburg 1000 ist das neue Juwel in Peter Neumanns Fuhrpark
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14:25 08.01.2020
Peter Neumann hat ein Faible für alte Autos aus der DDR. Auf seinem Hof steht schon ein ganzer Fuhrpark. Neu hinzugekommen ist der Wartburg 1000, den er - wie alle anderen Fahrzeuge auch - selbst wieder auf Vordermann gebracht hat. Quelle: Andrea Müller
Bestensee

Wenn die Sonne lacht, lässt Peter Neumann aus Bestensee (Dahme-Spreewald) seinen Mercedes stehen, um in den Wartburg 1000 umzusteigen. Der Mann hat ein Faible für alte DDR-Autos. Seine neueste Errungenschaft ist ein Schatz in Beige. Peter Neumann hat ihn eigenhändig Stück für Stück wieder auf Vordermann gebracht.

Peter Neumann aus Bestensee liebt alte Autos aus der DDR. Er sammelt sie und bringt sie wieder in Ordnung. Neu hinzugekommen ist der Wartburg 1000.

Stunden sind nicht zu zählen

Die Stunden, die er beim Basteln, Bauen, Tüfteln und Polieren verbracht hat, mag er nicht zu zählen. Wozu auch? Peter Neumann liebt es, an den alten Schlitten zu schrauben. Sie wieder fit zu machen, sei keine Arbeit, sondern das reinste Vergnügen.

Alles stimmt bis ins Detail: Selbst das Markenzeichen des Automobilwerks Eisenach ist im Original erhalten. Quelle: Andrea Müller

Mit dem Motorrad auf Dienstfahrt

Dieses Hobby hat der Mittsiebziger nicht erst seit gestern. Auf seinem Hof steht bereits ein ganzer Fuhrpark von Trabbis, alten Mofas, Mopeds und Motorrädern. „Mit einigen bin ich früher als Firmenchef selbst auf Dienstfahrten gegangen“, erinnert sich Peter Neumann. Er hat die Leute in Bestensee und Umland mit Gas versorgt, Geräte repariert und Bäder und Küchen ausgestattet. Es gibt Fotos, auf denen er mit seiner Frau Hannelore auf einem Motorrad mit Beiwagen zu sehen ist.

Zeit fürs Schrauben

Inzwischen hat Gas-Neumann einen modernen Fuhrpark. Einen Großteil der Firma hat Peter Neumann an seinen Sohn Alexander abgegeben. So ist mehr Zeit für das Hobby. Den Wartburg 1000 hat er von einem Bekannten gekauft, auseinander genommen, repariert und wieder zusammengesetzt. Die meisten Teile sind original erhalten gewesen; jedes Detail stimmt. So ist das Firmenzeichen der Automobilwerke Eisenach noch genauso zu bewundern wie das Gepäcknetz im Innenraum oder auch das Radio der Marke Berlin.

Alt, aber funktioniert: das Autoradio der Marke Berlin. Quelle: Andrea Müller

Liebe zum Detail

Auch die Lampen, der Blinker, die Stoßstangen – alles ist da und wurde mit viel Liebe zum Detail wieder schön gemacht. Im Kofferraum hat Peter Neumann Teppich ausgelegt. Der ist auch im Fußbereich des Innenraums zu finden. Eine Besonderheit ist das Schiebedach aus Stahlblech. Selbstverständlich funktioniert auch das.

Ein Ableger des Wartburg 311 und 312

Der Wartburg 1000 ist ein Ableger des Wartburg 311 und 312, nur der Hubraum wurde ab 1962 vergrößert. Er wurde zwischen 1955 bis 1967 in Eisenach produziert und sogar ins westliche Ausland verkauft. Damit gehörte das Auto zu den Devisenbeschaffern der DDR. Der Fahrzeugtyp, wie ihn Peter Neumann wieder in Ordnung gebracht hat, wurde damals über 130.000 Mal produziert. Allerdings ist die Variante aus Bestensee eine Luxusausführung.

Blinkende, blitzende Stoßstangen, in denen sich alles spiegelt. Quelle: Andrea Müller

Bewegung als Lebenselexier

Auch wenn die Fahrzeuge alle wieder schick und schön sind – es gebe laufend Arbeit mit ihnen, sagt Peter Neumann. Denn jedes einzelne müsse immer wieder bewegt werden. Aber auch das sei ja das blanke Vergnügen. Deswegen nutze er jeden Sonnenstrahl für eine Ausfahrt. Bei dem aktuellen Regenwetter allerdings müssen die betagten Schätze in der Garage bleiben. Das gelte auch für den neuesten Oldtimer, der 45 PS aufweist.

Von Andrea Müller

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