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Bestensee Ente besetzt Storchennest
Lokales Dahme-Spreewald Bestensee Ente besetzt Storchennest
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18:11 25.04.2019
Der Storch im Anflug auf das Nest. Dieses ist allerdings schon von einer womöglich brütenden Ente – hier rechts sitzend – belegt. Quelle: Wolfgang Purann
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Bestensee

Der Storch wurde von den Anwohnern in der Thälmannstraße freudig begrüßt, als er am 7. April in Bestensee ankam und auch gleich mal sein Nest in Augenschein nahm. Viel gab es da für ihn offensichtlich nicht zu tun. Er schleppte ein paar neue Zweige heran und richtete sich wenig später auch schon gemütlich ein, um auf die Ankunft seiner Storchen-Gattin zu warten. Als kurze Zeit später ein Artgenosse ihm das Nest strittig machen wollte, verteidigte er sein Heim erfolgreich. Doch dann begann ein Drama, das man in Bestensee so noch nicht kannte.

Der Storch kehrt zurück, das Nest ist besetzt

Offenbar wurde der Storch des Wartens auf die Storchen-Gattin müde, machte größere Ausflüge und war kaum noch zu sehen. Am Mittwoch stand er wieder auf der Wiese. Mehrmals kreiste er über seinem Nest, ließ sich aber nicht darauf nieder. Der Bestenseer Ortschronist Wolfgang Purann war gerade mit dem Fotoapparat unterwegs und hielt seine Beobachtungen fest. Er staunte nicht schlecht, als er später auf den Fotos den Kopf einer Wildente entdeckte. Sie hatte es sich im Storchennest gemütlich gemacht und sich, wie es scheint, zum Brüten niedergelassen.

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Bestenseer kämpfen um ihren Storch

Fredy Neubauer schaut ratlos zum Nest hinauf. „Ich weiß nicht so recht, was man da machen kann“, sagt er. „Die Ente einfach verscheuchen, das ist ja auch nicht gerade die Lösung“. Da der Storch in den vergangenen Nächten auf einem Ersatznest, das nicht weit von seinem eigentlichen Domizil entfernt ist, übernachtet hat, ist die Hoffnung groß, dass er sich vielleicht dort noch häuslich einrichtet.

Allerdings hat er am Morgen, nachdem er sein Nest mehrmals umkreist hatte, erst einmal wieder das Weite gesucht. „Wir kämpfen, dass der Storch bleibt“, so Fredy Neubauer. Erst vor zwei Jahren hatten die Bestenseer den Mast mit dem Nest umgesetzt, um ideale Bedingungen zu schaffen. Und im letzten Jahr hat zwar das Storchenpaar nicht gebrütet, aber das Nest bewohnt.

Von Gerlinde Irmscher