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Bestensee Midsommar: Ausgelassene Stimmung am Pätzer Strand
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14:20 23.06.2019
Beim Midsommar-Fest am Pätzer Strand war die Stimmung rund um den Maibaum fröhlich und ausgelassen. Organisiert hat das Fest der Heimatverein Pätz. Quelle: Andrea Müller
Pätz

Das Midsommar-Fest am Strand des Pätzer Vordersees ist im Ort bereits Tradition. Es fand am Sonnabend nun schon zum vierten Mal statt. Mehr als Hundert Gäste waren der Einladung des Pätzer Heimatvereins unter Federführung von Britta Beyer gefolgt. Ausgelassen feierten sie bis in den Morgen hinein.

Deutlich mehr als Hundert Pätzer und Gäste kamen Samstag zum Midsommar-Fest an den Strand des Pätzer Vordersees. Sie feierten ausgelassen ein fröhliches Fest, das eigentlich in Schweden zu Hause ist.

Liebevoll vorbereitet

Die guten Seelen des Heimatvereins hatten das Fest zur Sommersonnenwende wieder bestens vorbereitet. Auf den Tischen, die am Badestrand aufgestellt worden waren, standen kleine Vasen mit bunten Sommerblumen. In Schalen mit Kerzenlichtern schwammen Blüten. Einige der Frauen und Mädchen trugen liebevoll geflochtene Blumenkränze auf den Köpfen – darunter auch Lydia und Jette Wüstenberg.

Die Mannschaft des Pätzer Heimatvereins unter dem aufgestellten Maibaum. Quelle: Andrea Müller

Frische Waffeln für die Gäste

Die beiden Mädels hatten sich zudem bereit erklärt, frische Waffeln für die Gäste zu backen. Unermüdlich standen sie am Waffeleisen, um den Heißhunger auf Süßes zu stillen. Nebenan wurde Holunderbowle ausgeschenkt, während auf dem Rost die Bratwürste brutzelten. Mehr als 20 Mitglieder des Heimatvereins engagierten sich den ganzen Abend und bis in den Morgen hinein, denn anschließend musste wieder alles auf- und weggeräumt werden, damit am Sonntag der Badebetrieb wieder seinen normalen Lauf nehmen kann.

Lydia (li. ) und Jette Wüstenberg trugen Blumenkränze, die von Mareike Beyer und Annegret Röhl liebevoll geflochten worden waren. Quelle: Andrea Müller

Wenn es darauf ankommt

„Wenn alle mit zufassen, ist das kein Problem“, so die Vorsitzende des Heimatvereins Britta Beyer. Sie wusste, dass sie sich auf ihre Leute verlassen kann. Zwar seien im Verein vornehmlich Frauen organisiert, aber wenn es darauf ankomme, würden deren Männer immer gern mit zufassen.

Herkunft liegt im Norden

In ihrer kurzen Ansprache zu Beginn des Festes erinnerte Beyer daran, dass viele in der Region in den Sommer hinein feierten. Sie nannte den Tanz in den Mai oder auch das Rosenbaumfest, wie es in Eichwalde gefeiert werde. „Midsommar aber kommt aus dem Norden“, sagte Beyer. Deswegen wurden die Käsewürfel auch mit schwedischen Fähnchen serviert. Die Wurzeln der Sommersonnenwende gingen bis in das 12. Jahrhundert zurück. Auch das Anzünden eines Feuers gehöre vielfach dazu. „Deswegen wollen wir es auch in Pätz so halten“, so die Vorsitzende des Heimatvereins.

Wunderschöner Maibau

Wie immer in den letzten vier Jahren war am Strand ein Maibaum aufgestellt worden. Bisher hatte den immer Elke Schulze, eine Floristin, mit echten Blumen geschmückt. „Eine Wahnsinns-Arbeit, aber wunderschön“, so Beyer. Dieses Jahr sei auf die haltbare Variante zurück gegriffen worden, aber auch diese sei per Hand angefertigt worden. Anders die Blumenkränze für die Frauen und Mädchen. Die hatten Mareike Beyer und Annegret Röhl angefertigt „aus sieben echten Sorten Blumen von sieben Wiesen“. Wer diese in der Johannisnacht trage, der solle in der Nacht auch von dem Zukünftigen träumen, hieß es.

Erstmals wurde der Maibaum mit haltbaren künstlichen Blumen angefertigt. Bisher waren es immer echte Blumen und noch mehr Arbeit. Quelle: Andrea Müller

Kiosk stellte Strom und Toiletten

Doch zum Träumen und Schlafen kam in der Midsommar-Nacht wohl kaum jemand. Zunächst wurde in kleinen Grüppchen viel miteinander geredet. Dazu gab es Getränke vom Kiosk gegenüber am Strand, der freundlicherweise auch Strom und Toiletten für die Gäste des Midsommar-Festes zur Verfügung gestellt hatte. „Dafür sind wir wirklich sehr dankbar“, meinte Britta Beyer.

Baden im See

Im Laufe des Abends wurde mehrmals im See gebadet. Später bei Einbruch der Dunkelheit zündete man auch endlich die in der Schubkarre bereit stehenden Holzscheite an. Das heizte die Stimmung noch an. Manche schwangen das Tanzbein. Pit Brettschneider legte dazu die Musik auf. Zu den Gästen gehörte auch ein Trio, das eigentlich aus Berlin kommt. Angelika Lehmann aber hat in Pätz seit einigen Monaten einen Garten. Prompt lud sie ihre Freunde Petra und Dieter Hentschel zur Midsommar-Party am Strand ein. Die kamen gern aus der Hauptstadt in die märkische Idylle. „Macht doch Laune“, so Petra Hentschel.

Mit Feuerwehr abgesprochen

„Wir gehen erst nach Mitternacht schlafen, wenn wir wieder alles aufgeräumt haben“, freute sich die Heimatvereins-Chefin noch zu früher Stunde auf diesen Moment. Die Bänke und Biertische, das Partyzelt und alles, was zur Bewirtung gebraucht wurde, kam über Nacht erst einmal auf einen verschließbaren Laster. Die Erfahrung der letzten Jahre habe gezeigt, dass nichts stehen bleiben kann. Es komme zu viel weg. Das erlöschende Feuer landete im See, damit nichts mit der Glut passieren kann. Ohnehin wurde es nur in einer Feuerschale entzündet. Alles andere sei zu gefährlich bei den Temperaturen. „So haben wir es mit unserer Feuerwehr abgesprochen“, erklärte Britta Beyer.

Mit Einbruch der Dunkelheit wurde auch das Feuer entzündet. Das heizte die Stimmung deutlich an. Quelle: Heimatverein

Von Andrea Müller

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