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Bestensee Zeesen: Zollstocksammler kamen bei der 15. Mittelbrandenburgischen Zollstockbörse voll auf ihre Kosten
Lokales Dahme-Spreewald Bestensee Zeesen: Zollstocksammler kamen bei der 15. Mittelbrandenburgischen Zollstockbörse voll auf ihre Kosten
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19:16 25.11.2018
Petra Raasch, Klaus-Dieter Quasdorf, Torsten Karsch, Dietmar Gutzeit und Hilmar Wenk (v.l.) bei der Scheckübergabe.
Petra Raasch, Klaus-Dieter Quasdorf, Torsten Karsch, Dietmar Gutzeit und Hilmar Wenk (v.l.) bei der Scheckübergabe. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Zeesen

Kurz nach acht am Samstagmorgen „erstürmten“ die Sammler und Liebhaber von Zollstöcken den Hagebaumarkt in Zeesen. Mit ihren vollgepackten Wagen führte sie der Weg schnurstracks in die Holzabteilung, denn dort war der Platz für die 15. Mittelbrandenburgische Zollstockbörse reserviert. Es dauerte dann auch gar nicht lange, bis sie auf den 22 Tischen ihre Sammelobjekte ausgebreitet hatten und das Tauschen, Kaufen oder einfach nur miteinander Fachsimpeln nahm seinen Lauf. Während überwiegend Stammgäste kamen, darunter so renommierte Sammler wie „Zollstockkater“ Andreas Kinzel aus Rathenow, der Zollstock Sammelweltmeister Reiner Pietrzak aus Großräschen oder Maik Günther aus Dippoldiswalde, waren Angela und Ralf Pöschke aus Lynow Neulinge in Zeesen. Sie hatten im Sommer bei einem Besuch des Zollstockmuseums von der Börse erfahren. Etwas über Zehntausend Zollstöcke hat Ralf Pöschke in den letzten 25 Jahren zusammengesammelt und der Platz wird langsam eng. „Ich tausche nicht mehr um Masse zu machen, sondern nur noch ganz gezielt“, sagt er und fährt mit rund 60 neuen Sammelobjekten und einem Lob für den Organisator nach Hause.

Spannend war die Versteigerung des Bestenseer Zollstockes. Die Nase vorn hatte am Ende Dietmar Gutzeit vom Hotel am Sutschketal in Bestensee mit seinem Gebot von 500,01 Euro. Der Erlös ist für die Kinder- und Jugendstation des Achenbach Krankenhauses in Königs Wusterhausen bestimmt. „Das ist schon richtig viel, damit habe ich nicht gerechnet“, freute sich Chefarzt Torsten Karsch bei der Scheckübergabe. Dieter Gutzeit, der kein Sammler ist, verfolgt nun mit dem Zollstock einen zweiten guten Zweck. „Ich möchte ihn verkaufen oder versteigern und dieser Erlös ist dann für die Bestenseer Fußballer gedacht, die im nächsten Jahr ihr Jubiläum feiern“, erklärte er.

Hilmar Wenk, Organisator der Börse zeigte sich zufrieden: „Es war wieder einmal erfolgreich und ich glaube, die Sammler haben sich wohlgefühlt“. Was ihm dann auch bei der Verabschiedung von jenen bestätigt wurde. Er selbst hat für sein Bestenseer Zollstockmuseum fast 100 neue Zollstöcke ertauscht.

„Die Zollstockbörse bei uns im Markt ist Tradition geworden und was sich bewährt hat, daran sollte man festhalten“, sagt Petra Raasch vom Hagebaumarkt.

Von Gerlinde Irmscher