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Dahme-Spreewald Bienen-Monitoring am BER
Lokales Dahme-Spreewald Bienen-Monitoring am BER
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05:08 27.07.2017
BER-Imker Dirk Trepke bei der Bienen-Kontrolle. Quelle: Fotos: Oliver becker (2)
Schönefeld

Seit 2011 gibt es das sogenannte Bienen-Monitoring am BER-Flughafen in Schönefeld. Neben der Ultrafeinstaubmessung mittels technischer Messstationen und einem Biomonitoring mit Grünkohl werden anhand einer Kontrolle des Honigs die Auswirkungen des Flugbetriebs auf Umwelt, Luft und Lebensmittel untersucht.

Zwei Völker mit insgesamt bis zu 120 000 Bienen im Sommer gibt es am BER-Flughafen. Sie werden von Imker Dirk Trepke betreut. Bei ihren Sammelflügen überfliegen sie ein Gebiet von bis zu drei Kilometern Radius. Neben dem BER wurde dieses Jahr erstmals auch Honig am Flughafen Tegel untersucht. Nach Ende der von April bis Juli laufenden diesjährigen Honigsaison zeigen die Auswertungen eine sehr geringe Umweltbelastung.

„Bei den untersuchten Schadstoffen sind wir am BER weit unterhalb der herangezogenen Grenzwerte. Der Honig im Umkreis des Flughafens kann damit unbedenklich gegessen werden“, sagt Uta Wolf-Benning, Referentin für Emissionsschutz der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB). Regelmäßig werden die Vitalität der Insekten und die Schadstoffkonzentration bei Pflanzenpollen, Wachs und Honig der Bienenvölker überprüft. Die Proben werden auf die Schwermetalle




Nicht nur am BER wird der Honig untersucht, sondern auch an weiteren drei Standorten: in Kiekebusch, Tegel und im Biosphärenreservat in der Schorfheide-Chorin. „Letzteres dient als Referenzstandort, da hier davon auszugehen ist, dass keine nennenswerten Umweltgifte durch Straßen- oder Luftverkehr auftreten“, sagt Wolf-Benning. Die Proben unterschieden sich nicht signifikant. „Überall liegen wir weit unterhalb der Grenzwerte“, so die Referentin weiter.

Erstmals mit von der Partie war in der diesjährigen Honigsaison der Flughafen Tegel. Auch hier sind neuerdings Bienenvölker angesiedelt, deren Honig auf Schadstoffe untersucht wird. Die rote Linie wurde trotz des Innenstadtverkehrs bei den Metallen nicht überschritten. Die Auswertungen können Interessierte auf der FBB-Seite im Internet abrufen.

„Der Vorteil bei den Bienen ist, dass man sie nicht manipulieren kann“, sagt FBB-Sprecher Daniel Tolksdorf. „Das Monitoring ist ein Projekt der Nachbarschaftshilfe. Verbrauchern wird transparent gemacht, welchen Einfluss der Flughafen auf die Lebensmittel der Region hat. Die Leute wollen wissen, ob man die Produkte unbedenklich essen kann“, so Tolksdorf. „Es geht auch darum, einen Vorher-Nachher-Vergleich der Schadstoffbelastung zu haben, um nach der BER-Eröffnung eventuell gegensteuern zu können“, sagt Jochen Heimberg, Leiter der FBB-Stabsstelle Umwelt. Die kritische Grenze werde voraussichtlich jedoch nie erreicht.

„Wir stellen fest, dass der Flughafen einen vernachlässigbaren Effekt auf die Luftgüte und Lebensmittel hat, dagegen die Belastung durch den Pkw-Verkehr durch die naheliegende Autobahn größer ist“, sagt Heimberg. Auch die Untersuchungen von Grünkohl und Gras mit sehr niedrigen Schadwerten wiesen in diese Richtung. „Dass, was wir im Honig messen, ist auch nicht das Gleiche, was uns mit einer Messstation für Feinstaub angezeigt wird. Denn Partikel verklumpen, sinken zu Boden, Schadstoffe werden unter Sonnenlicht chemisch umgebaut“, so Heimberg. Hinzu komme, dass Bienen bei der Honigproduktion Schadstoffe selbst filtern.

Zu kämpfen hätten die Bienen laut BER-Imker Dirk Trepke heute vor allem mit in der Landwirtschaft eingesetzten Pestiziden, den Monokulturen, wiederholten Wintereinbrüchen und der Varroa-Milbe. „All das hat zuletzt zu starken Verlusten bei den Populationen geführt. Die geringe Schadstoffbelastung am BER spielt dabei keine Rolle“, sagt Trepke.

Von Oliver Becker

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