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Dahme-Spreewald „Am Ende des Studiums kann man den Beruf“
Lokales Dahme-Spreewald „Am Ende des Studiums kann man den Beruf“
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00:23 16.06.2019
Die Direktorin der Landesfinanzschule, Bettina Westphal, freut sich auf neue „Erbsenzähler“ für Brandenburgs Verwaltung. Quelle: Josefine Sack
Königs Wusterhausen

Zum 6. Hochschulinformationstag können sich Interessierte am Samstag, 15. Juni, auf dem Campus des Ausbildungs- und Fortbildungszentrums in Königs Wusterhausen über Berufe in Brandenburgs Landesverwaltung informieren. Die MAZ hat mit der Direktorin der Landesfinanzschule, Bettina Westphal (54), darüber gesprochen, was den Beruf als Finanzbeamter ausmacht.

Das Berufsbild des Finanzbeamten gilt oftmals als dröge und verstaubt. Ist dieses schlechte Image gerechtfertigt?

Bettina Westphal: Es verwundert mich, dass Behördenarbeit noch als so verstaubt gilt. Wir sind modern und wir halten mit den Entwicklungen Schritt, genauso wie viele andere Unternehmen, nur eben als öffentliche Verwaltung. Wir kämen ohne moderne Informationstechnologien und ohne den Blick in die Wirtschaft gar nicht klar.

Was macht den Beruf aus und welche Vorteile hat der gehobene Dienst?

Wer bei uns studiert hat, ist Generalist und kann nach dem Studium in vielen Bereichen sofort eingesetzt und erfolgreich tätig werden. Außerdem ist es eine Ausbildung nach einem bundeseinheitlichem Standard. Das heißt, eine berufliche Tätigkeit in einer Vielzahl von Finanzbehörden ist möglich. Zudem gewinnt man tiefe Einblicke, wie Wirtschaft funktioniert. Der Beruf ist besonders lebensnah.

Das dreijährige Studium zum Diplom-Finanzwirt gilt als ziemlich hart. Wie hoch ist die Abbrecherquote?

Deutlich niedriger als an Universitäten und anderen Fachhochschulen. Bei uns liegt die Quote ungefähr bei zehn bis 15 Prozent. Das liegt aber nicht unbedingt an der Härte des Studiums, sondern eher daran, dass diejenigen, die sich für das Studium entschieden haben, oftmals ihre eigenen Neigungen zu Beginn des Studiums noch nicht genau kannten und erst später feststellen: Das ist nicht das Richtige.

Infos zum Hochschulinformationstag am 15. Juni:

Die Fachhochschule für Finanzen Brandenburg in Königs Wusterhausen ist eine der Hochschulen des öffentlichen Dienstes des Landes.

An der Hochschule und in Ausbildungsfinanzämtern (duales Studium) werden die Studierenden auf die Beamtenlaufbahn des gehobenen Dienstes in der Steuerverwaltung vorbereitet.

Derzeit studieren dort mehr als 1000 Anwärter des gehobenen und mittleren Diensts.

Am 15. Juni 2019 von 9.30 bis 14 Uhr findet der Ausbildungs- und Hochschulinformationstag auf dem Campus des Aus- und Fortbildungszentrums, Schillerstraße 6, Königs Wusterhausen statt.

Interessierte können sich über 16 Studien- und Ausbildungsberufe in den Fachrichtungen Finanzverwaltung, Allgemeine Verwaltung, IT, Justiz, Straßenbauverwaltung, Polizei und Vermessungswesen informieren.

Interessenten haben gute Chancen: In den kommenden Jahren verabschiedet sich etwa ein Drittel der Landesbediensteten in den Ruhestand. Die Fachhochschule für Finanzen stockt daher die Studienplätze auf: 2020 sollen 130 neue Anwärter eingestellt werden. Auf eine Stelle kommen vier Bewerber.

Infos zur Online-Bewerbung gibt es hier.

Welche Voraussetzungen sollten die Studierenden mitbringen?

Ein Interesse an Sach- und Gesetzestexten ist von Vorteil. Man muss sehr korrekt arbeiten, um am Ende die richtigen Entscheidungen für die Bürgerinnen und Bürger treffen zu können. Wer zudem IT-affin ist, für den ist das Studium sicherlich das richtige. Die Arbeit in einer Behörde ist immer ein Dienst für die Gemeinschaft. Da muss am Ende alles stimmen.

Auf dem Campus gibt es eine eigene Bowlingbahn. Womit können Sie bei den Bewerbern noch punkten?

Ein wesentlicher Punkt ist, dass es sich um eine duale Ausbildung mit Gehalt handelt. Das Gehalt erleichtert das Studieren und macht es sicherer. Darüber hinaus haben wir feste Praktikumszeiten. Niemand muss sich bei uns einen Praktikumsplatz suchen, sondern den gibt es schon. Die Studierenden werden von Anfang an mit in die tägliche Arbeit einbezogen, tragen Verantwortung und werden dabei begleitet. Und am Ende des Studiums kann man – anders als bei einem rein theoretischen Studium – wirklich den Beruf. Damit können wir punkten.

Weitere Informationen zum Hochschulinformationstag gibt es hier.

Von Josefine Sack

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