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Dahme-Spreewald Braunes Gold mit hohem Suchtfaktor
Lokales Dahme-Spreewald Braunes Gold mit hohem Suchtfaktor
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13:11 19.04.2014
Rote Beeren geben den Pralinen das besondere Etwas. Quelle: Andrea Müller
Luckau

„Wir haben nach einem besonderen Klang gesucht“, sagt er. „Es sollte etwas sein, wo die Leute schon beim Namen hängen bleiben.“ Der Wunsch scheint in Erfüllung gegangen zu sein. Jetzt rufen sogar Leute aus der Schweiz an – der Schokoladen-Nation schlechthin –, um Süßigkeiten zu bestellen.

Das Wort Süßigkeiten sollte man dabei nicht so sehr auf die Goldwaage legen. Denn die Schokolade aus Luckau ist eher fruchtig, mit einem Hauch von Kaffee versehen und irgendwo in den Weiten zwischen Zunge und Gaumen erfahren die Sinne das bestimmte Etwas. „Das kommt aus der Kakaobohne“, erläutert Thomas Michel, der mit seiner Chocolatiere Marie Eidner ausschließlich die kleinen ovalen Bohnen verwendet, die sich wiederum in einer Art Riesenschote befinden. „Der Kakao, den wir verwenden, kommt aus Gebieten unweit des Äquators“, berichtet der Firmenchef. Bestellt werden jeweils 15 Säcke, also etwa 1000 Kilogramm des wertvollen Guts. Doch erst unter den Händen des Luckauer „Schokoladenmädchens“ und ihrer Mitarbeiter werden die Bohnen zu dem, was später hübsch verpackt im Hofladen der Schokoladenmanufaktur steht: Mandelschokolade mit Salzblüte, Orangen-Mandelschokolade, Tafeln mit rosa Beeren oder getrockneten Orangenscheiben oder übergroße Tafeln mit Aufschriften zu jedem Anlass sowie kleine Herzchen für die Liebste.

In den Rechtecken zu hundert Gramm sind für eine Milchschokolade gerade mal drei Zutaten enthalten. „Schauen Sie auf die Rückseite einer handelsüblichen Schokolade, wie viele Zutaten darauf gelistet sind“, sagt Thomas Michel. Edelmonde aus Vollmilch-Schokolade bekommen „nur“ Kakaobohnen, Milchpulver und Vollrohrzucker. „Kakaopulver suchen Sie hier vergebens, genauso wie Kakaomasse oder Dextrose, Emulgator oder Lecithin“, fügt er hinzu.

Wo früher einmal 16 Angestellte beim Bauern auf dem Feld und im Stall arbeiteten, stehen heute Röstmaschinen, Siebe, eine Schokoladen-Maschine, die das braune Gold flüssig hält. Marie Eidner holt historische Schokoladenformen aus den Schränken, füllt gekonnt die Masse hinein, klopft die Form sacht und bringt mit einem kleinen Schieber die überflüssige Schokolade zurück in die Maschine. In wenigen Minuten versteift die Flüssigkeit, sodass beim Verzieren Eile geboten ist. Die Chocolatiere ordnet hauchdünne Orangenscheiben, rote Beeren, Kokos und Mandeln zu einer Komposition, die nur darauf wartet, wieder zu schmelzen. Und zwar im Mund. Auch Pralinen entstehen dort und Nougatriegel. „Die sind unser Verkaufshit“, sagt Marie Eidner. Im Internet oder per Telefon können die Leckereien bestellt werden. In Lübben direkt am Schloss, in Luckau und Berlin gibt es Läden mit der Spezialität.

„Manchmal können die Leute beim Naschen nicht wieder aufhören“, erzählen Thomas Michel und die Schokoladen-Chefin. Diesen „Suchteffekt“ gebe es mit Edelmond nicht. „Mehr als zwei, drei Stück schafft man kaum“, sagen die Chocolatiers. Süchtig mache Edelmond dennoch – wenn auch in kleinen Portionen. Das zeigen die Stammkunden der Schokoladenmanufaktur. Wobei auch das relativ ist. Eine Dame aus der Schweiz bestellt immer 50 Tafeln. „Die reichen bei ihr ein ganzes Jahr“, sagt Thomas Michel.

Von Andrea Müller

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