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Dahme-Spreewald Bushalteplatz am Bahnhof Königs Wusterhausen eingeweiht
Lokales Dahme-Spreewald Bushalteplatz am Bahnhof Königs Wusterhausen eingeweiht
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13:20 20.12.2013
Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (zweiter von rechts) mit dem Band des Anschnitts in der Hand Quelle: Klaus Bischoff
Königs Wusterhausen

Auf der Ostseite des Königs Wusterhausener Bahnhofs hat sich einiges getan, mehrere Millionen Euro sind verbaut worden. Der neue Bushalteplatz, ein Parkplatz sowie ein Fahrradstellplatz sind zwar schon seit mehreren Tagen in Betrieb, doch reiste am Freitag Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger an, um sie offiziell zu eröffnen.

Noch wird am Bahnhof in Königs Wusterhausen kräftig gebaut. Dort soll bis Oktober 2014 ein Fußgängertunnel entstehen. So können die Fahrgäste dann zu den Bahnsteigen gelangen. Im Dezember sollen der neue Busbahnhof, ein Park-and-ride-Parkplatz und ein Bike-and-ride-Parkplatz eröffnet werden.

Vier Haltestellen für vier in Richtung Osten und Nordosten führende Linien der Regionalen Verkehrsgesellschaft (RVS) gibt es jetzt nahe der Eisenbahnbrücke. Daneben steht ein in ockerfarbenen und rötlichen Tönen gehaltener Imbiss-Kiosk mit Toilette. Der Park-and-ride-Platz fasst 90 Pkws und zwei Omnibusse, der Fahrradparkplatz 168 Räder. Noch nutzt ihn jedoch kaum ein Radler. Denn kurze Wege ergeben sich erst, wenn auch von der östlichen Bahnhofsseite ein Tunnel zu den Gleisen führt. Im Oktober des neuen Jahres soll das so weit sein.

Königs Wusterhausen ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte und wird der zentrale Umsteigeplatz auf dem Weg zum Flughafen werden“, sagte Vogelsänger. „Wenn es uns gelingt, mit dem Ausbau der Verkehrseinrichtungen noch mehr Brandenburger zum Einstieg in öffentliche Verkehrsmittel zu veranlassen, sind die ausgegebenen Summen gut angelegtes Geld.“ Er sei zuversichtlich, dass der Kosten- und Terminplan eingehalten werde, sagte Bürgermeister Lutz Franzke und dankte dem Vertreter des Landes für die Investitionen. Allerdings schultert die Kommune mit fünf der für das Gesamtprojekt veranschlagten zwölf Millionen Euro den Großteil. Vier Millionen steuerte die Landesregierung bei, die dafür auch auf EU-Mittel zurückgreifen konnte, und drei Millionen die Deutsche Bahn.

RVS-Geschäftsführer Gerd-Peter Lehmann bedankte sich im Namen von Fahrern und Fahrgästen mit einer Kiepe voll Pfannkuchen für den neuen Busplatz. Drei kleine und eine große elektronische Abfahrtstafeln weisen die Reisenden dort auf die nächsten Wagen hin. Einen erweiterten Service bietet der größere Fahrtzielanzeiger. Wer künftig von der Bahn kommt, hat die Bus-Abfahrtzeiten vor Augen. Wer vom Bus kommt, sieht, welche Züge in der nächsten Zeit abfahren sollen. „Für den Kiosk haben wir jetzt die erforderliche Ausschreibung eingeleitet“, teilte Bürgermeister Franzke mit. „Ich rechne damit, dass er Mitte 2014 öffnet.“

Komplett ist der Bahnhofsvorplatz an der Storkower Straße noch nicht. Ein überdachter Eingang sowie eine Rampe werden dort noch geschaffen. Gegenüber, auf der Stadt-Seite, soll ein Fahrstuhl gebaut werden. Auch zum Bahnsteig, an dem die S-Bahn verkehrt, wird ein Lift führen.

Zwei Königs Wusterhausener nutzten den Ministerbesuch, um einen dringenden Wunsch loszuwerden. „Nachdem der alte Bewuchs nahe des Bahndamms entfernt wurde, ist es furchtbar laut“, bemängelte Manfred Genz und bat um schallschluckende Neupflanzungen. Heidrun Joschko teilte sein Anliegen, wünschte sich aber eine kleine Mauer, um den Lärm abzuhalten.

Von Klaus Bischoff

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