Corona in Dahme-Spreewald: 31 Fälle, erste Patienten im Krankenhaus
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Dahme-Spreewald Erste stationäre Fälle gemeldet
Lokales Dahme-Spreewald Erste stationäre Fälle gemeldet
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18:45 24.03.2020
Mit neun Corona-Fällen ist Königs Wusterhausen die am stärksten betroffene Kommune in LDS.
Mit neun Corona-Fällen ist Königs Wusterhausen die am stärksten betroffene Kommune in LDS. Quelle: Oliver Fischer
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Dahme-Spreewald

Die Zahl der Covid-19 Erkrankungen in Dahme-Spreewald nimmt weiter zu –und zwar in dem Maße, wie es Experten befürchtet hatten. Am Dienstag wurden vier weitere positive Befunde gemeldet. Darüber hinaus sind nun erstmals zwei Erkrankte so schwer betroffen, dass sie in stationäre Behandlung aufgenommen werden mussten. Bislang hatten alle Fälle noch in häuslicher Quarantäne bleiben und vom Hausarzt betreut werden können. Über den Gesundheitszustand der beiden Patienten wurde bislang vom Landkreis nichts mitgeteilt, ebenso wenig über Alter oder Herkunft.

Die vier neuen Fälle, die am Dienstag hinzugekommen sind, wurden in Königs Wusterhausen, Schönefeld, Zeuthen und dem Amt Unterspreewald gemeldet. Damit sind jetzt 31 Menschen im Landkreis nachgewiesenermaßen am neuartigen Corona-Virus erkrankt. Neun Betroffene kommen aus Königs Wusterhausen. Die anderen Fälle verteilen sich auf Lübben (6), Zeuthen (4), Mittenwalde (3), Wildau (2), Schönefeld (2), Eichwalde, Heidesee, Heideblick, Halbe und das Amt Unterspreewald.

Dritte Lübbener Praxis bietet Fiebersprechstunde an

Der Landkreis verhandelt derweil weiter mit Ärzten über zusätzliche Fiebersprechstunden, damit Verdachtsfälle nicht alle auf die neuen Abstrichzentren in den Krankenhäusern Königs Wusterhausen, Lübben und Luckau angewiesen sind, sondern auch bei Hausärzten einen Corona-Test machen können. In Lübben, wo bereits zwei Hausärztinnen eine solche Fiebersprechstunde angeboten haben, hat sich nun noch eine dritte Hausarztpraxis dazu bereiterklärt.

Für den Norden des Landkreises, wo bislang die meisten Erkrankungen aufgetreten sind, gestalten sich die Gespräche offenbar etwas zäher. Dem Landkreis zufolge ist aber zumindest für Wildau eine entsprechende Vereinbarung absehbar. Die zusätzliche Fiebersprechstunde könne wohl zum Ende der Woche angeboten werden, heißt es aus der Pressestelle.

Die Busgesellschaft RVS hat in der täglichen Sitzung des Krisenstabes bekräftigt, dass die Buslinien bis mindestens zum 6. April wie gewohnt bedient werden. Danach beginnen eigentlich die Osterferien, entsprechend würde der reduzierte Ferienfahrplan greifen. Da aber auch in den Ferien Kinder notbetreut werden müssen, wird noch nach einer Regelung für diese Zeit gesucht.

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Von Oliver Fischer