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Dahme-Spreewald Corona in Dahme-Spreewald am 20. November: Ein neuer Todesfall – 38 neue Fälle
Lokales Dahme-Spreewald

Corona in Dahme-Spreewald: Inzidenz und aktuelle Zahlen am 20. November

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17:38 20.11.2020
Die Zahlen steigen weiter: Am Freitag meldete der Landkreis 38 Neuinfektionen in Dahme-Spreewald. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Dahme-Spreewald

Die Corona-Lage im Landkreis Dahme-Spreewald bleibt weiter kritisch. Am Freitag meldete das Gesundheitsamt des Landkreises 38 Neuinfektionen und einen neuen Todesfall. Damit liegt die 7-Tage Inzidenz für Dahme Spreewald aktuell bei 98,4 und deutlich über dem kritischen Wert von 50. Weiterhin greifen die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz: Restaurants und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen. Im Privaten soll jede und jeder Einzelne die sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum beschränken.

202 Menschen aktuell infiziert, ein neuer Todesfall

Der Landkreis meldete am Freitag einen weiteren Todesfall aus Schönefeld. Seit Ausbruch der Pandemie im März sind insgesamt zehn Personen im Landkreis im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

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Seit Ausbruch des Virus im Frühjahr diesen Jahres sind insgesamt 1137 Personen im Landkreis Dahme-Spreewald positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden. Als aktuell infiziert gelten 202 Personen. Inzwischen werden 17 davon stationär im Krankenhaus behandelt, 185 befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Nach Angeben des Landkreises werden nur wenige stationär behandelte Patienten auf der Intensivstation betreut. Im Landkreis stehen insgesamt 53 Intensivbetten zur Verfügung.

Die aktuellen Neuinfektionen lassen sich nicht auf ein einziges Ausbruchsgeschehen zurückführen, sie verteilen sich über den gesamten Landkreis. Bislang wies Schönefeld über Monate die höchsten aktiven Infektionszahlen auf, mittlerweile ist Königs Wusterhausen mit 35 Infektionen der neue Corona-Hotspot. Aber auch Schönfeld (29), Lübben (23), Mittenwalde (13), das Amt Lieberose/Oberspreewald (16), und Schulzendorf (11) verzeichnen aktuell hohe Infektionszahlen.

Diese Einrichtungen sind von Ausbrüchen betroffen

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit in unterschiedlichen Ausbruchsgeschehen im Landkreis. Die meisten positiven Fälle sind aktuell in Senioreneinrichtungen zu verzeichnen. Im Fall der K&S Seniorenresidenz in Lübben liegen inzwischen 35 positive Tests vor. Im AWO-Wohnpark „Schloß Glienig“ in Steinreich sind weiterhin zehn Personen betroffen. Neue Ausbruchsgeschehen wurden im „Haus Kapernaum“ gemeldet, mit vier Fällen, sowie im „Haus Mamre“ in Luckau. Dort wurden drei Personen positiv getestet. Auch im Seniorenpflegeheim „Schwanenburg“ in Königs Wusterhausen meldete das Gesundheitsamt einen Fall.

In der Oberschule Luckau und in der Gesamtschule Königs Wusterhausen wurden jeweils zwei Infektionsfälle gemeldet. In der Grundschule Astrid Lindgren in Schönefeld ist das Sars-CoV-2-Virus bislang nur bei einer Schülerin nachgewiesen worden.

Vier Kitas sind aktuell betroffen Die Kita „Sonnenblick“ in Großziethen hat mit drei Corona-Fällen zu kämpfen, in der Kita „Spatzennest“ in Lieberose wurden fünf Kinder und Erzieher positiv getestet. In der Kita „Räuberberg“ in Königs Wusterhausen ist es bislang erst ein Erzieher oder eine Erzieherin. Außerdem sind zwei weitere Erzieherinnen und 15 Kinder noch bis Ende November in Quarantäne. Es handelt sich um eine geschlossene Gruppe. Eine weitere Kita in Königs Wusterhausen ist betroffen: In der Kita „Steinbergwichteln“ wurde eine Erzieherin positiv auf das Coronavirus getestet, 17 Kinder befinden sich derzeit in Quarantäne.

 

 

Maskenpflicht an Bus- und Bahnhöfen

Der Landkreis hatte bereits vor dem Teil-Lockdown die Maskenpflicht im öffentlichen Raum erweitert: Es gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf bestimmten Straßen und Plätzen im Landkreis (siehe Infokasten), sowie an Bushaltestellen, auf Wochenmärkten und im Umkreis von Schulen und Kitas.

Achtung – Hier gilt die Maskenpflicht

Königs Wusterhausen: Bahnhofsvorplatz sowie der Bereich der Storkower Straße, Bahnhofstraße, Maxim-Gorki-Straße, Friedrich-Engels-Straße, Karl-Marx-Straße, Eichenallee, Max-Werner-Straße, Brückenstraße (bis zu der Einmündung an dem Klinikum Dahme-Spreewald), Fontaneplatz

Schönefeld: Am Rondell, Zeppelinstraße, Am Pechpfuhl

Lübben: Die Brücke vom Touristischen Zentrum auf der Schlossinsel zur Spreelagune

Davon unabhängig gelten in ganz Brandenburg bis zum 30. November strengere Kontaktbeschränkungen. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch bis zu zehn Menschen aus maximal zwei Haushalten treffen.

Restaurants und Kinos bleiben geschlossen, Feiern untersagt

Touristische Übernachtungen sind im November verboten. Gaststätten und Freizeiteinrichtungen wie Kinos, Theater und Museen bleiben geschlossen. Auch alle Veranstaltungen –vom öffentlichen Konzert bis zur privaten Feier – sind vorerst untersagt. Auch im Privaten sind nur noch kleine Zusammenkünfte mit maximal zehn Menschen aus höchstens zwei Haushalten erlaubt. Auch Amateursport ist verboten, Sport- und Fitnessstudios mussten schließen. Individualsport, wie zum Beispiel Joggen, bleibt weiterhin erlaubt. Schulen und Kitas bleiben im Gegensatz zum ersten Lockdown offen. Das Land hat die Maskenpflicht aber für Schüler ab der 11. Klasse auch auf den Unterricht ausgeweitet.

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Ärzte bieten Corona-Sprechstunde an

Der Landkreis hat inzwischen neben den vier existierenden Fieberpraxen eine weitere in Betrieb genommen. Auch Allgemeinmedizinerin Heide Zimmermann in Luckau bietet spezielle Sprechstunden für Patienten mit Corona-Verdacht an. Im Norden des Landkreises gibt es eine solche Sprechstunde nach wie vor bislang nur in der Praxis der Ärztinnen Birgit Maack und Susanne Kieckebusch in Halbe. Personen mit Verdacht auf Corona können sich aber täglich, außer donnerstags, an der Corona-Teststelle im Haus 17 der TH Wildau testen lassen. Allerdings muss ein Termin telefonisch oder online gebucht werden.

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Der Landkreis weist darauf hin, dass seit dem 9. November eine neue Quarantäneverordnung für Einreisende und Reiserückkehrende in Kraft getreten ist. Damit wird die allgemeine Quarantäne-Dauer von bisher 14 Tage auf zehn Tage verkürzt.

Von Lena Köpsell

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