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Dahme-Spreewald Sechs neue Infektionen – Grenzschließungen belasten Betriebe
Lokales Dahme-Spreewald Sechs neue Infektionen – Grenzschließungen belasten Betriebe
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18:11 26.03.2020
Im Achenbach-Krankenhaus in Dahme-Spreewald lassen sich täglich zahlreiche Menschen auf den Coronavirus Sars-Cov-2 testen. Quelle: Oliver Fischer
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Dahme-Spreewald

Inzwischen muss man beim Thema Corona schon mit kleinen Fortschritten zufrieden sein. Am Donnerstag musste kein neuer Corona-Patient stationär in einem Krankenhaus des Landkreises aufgenommen werden. Das ist die gute Nachricht. Trotzdem sind neue Krankheitsfälle hinzugekommen, und auch die Zahl der Verdachtsfälle steigt in gleichbleibendem Tempo an.

Nach Auskunft des Gesundheitsamtes waren bis Donnerstagmittag 41 Menschen im Landkreis Dahme-Spreewald mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das sind sechs mehr als am Vortag. Einer der Betroffenen lebt in Königs Wusterhausen. Damit ist die Zahl der in Königs Wusterhausen gemeldeten Fälle auf 13 gestiegen. Zwei weitere Personen, bei denen am Donnerstag ein positiver Corona-Test vorlag, kommen aus Schönefeld. Darüber hinaus waren eine Person aus Zeuthen, eine aus Mittenwalde und eine aus Lübben betroffen.

Bereits 400 Verdachtsfälle getestet

Lübben bleibt damit mit sieben Infizierten der zweite Schwerpunktort im Landkreis. In Zeuthen sind fünf Fälle bekannt, in Mittenwalde und Schönefeld jeweils vier, in Wildau drei und in Eichwalde, im Amt Schenkenländchen, in Amt Unterspreewald, in der Gemeinde Heidesee und in der Gemeinde Heideblick jeweils einer.

Verdachtsfälle gibt es deutlich mehr. Allein am Donnerstag sind 60 Verdachtsfälle hinzugekommen. Inzwischen wurden bei 400 Personen mit typischen Krankheitssymptomen ein Rachenabstrich genommen und ins Testlabor geschickt. 209 Personen wurden seit Beginn der Krise in häusliche Quarantäne geschickt, weil sie mutmaßlich längeren Kontakt zu Infizierten hatten.

Grenzschließungen belasten Landwirtschaft

Ein akutes Problem beschäftigt derweil die Wirtschaft des Landkreises. Wie in der Sitzung des Krisenstabes am Donnerstag deutlich wurde, wären einige Betriebe von den Schließungen der Grenzen zu Polen betroffen. „Uns wurde berichtet, dass einige Unternehmen im Landkreis dadurch in Schwierigkeiten geraten würden“, sagt Janet Grund aus der Pressestelle des Landkreises.

Rumänische und ukrainische Saisonarbeiter können aufgrund der Corona-Krise derzeit nicht nach Deutschland kommen, für polnische Staatsbürger, die aus Deutschland zurückreisen, hat Polen aktuell eine zweiwöchige Einreisequarantäne verhängt. Das sei vor allem für einige landwirtschaftliche Unternehmen ein Problem. Die Krankenhäuser im Landkreis sei hingegen kaum betroffen, sagt Janet Grund. In grenznäheren Regionen wie der Uckermark machen polnische Mediziner einen erheblichen Teil der Belegschaft in den Krankenhäusern aus.

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Von Oliver Fischer

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