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Dahme-Spreewald Riesenparty in Friedersdorf
Lokales Dahme-Spreewald Riesenparty in Friedersdorf
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19:37 14.07.2019
Auch diese beiden Tänzerinnen füllen die Pausenzeiten mit ein wenig Bewegung. Quelle: Udo Böhlefeld
Friedersdorf

Schon zum 21. Mal verwandelte sich der Reitplatz in Friedersdorf in „Wild East“ – und trotz mitunter widriger Wetterbedingungen war’s wie in einem vollen Saloon am Freitagabend. Auf einem der letzten großen Country- und Truckerfeste in der Region war für die ganze Familie Spaß pur vorbereitet. Indianerzelte, Hüpfburg, Gold schürfen und Pony- oder Büffelreiten für die Kleinen, beim Bogenschießen oder mit einem Autokran in Höhen von 70 Metern schweben dürfen auch die Erwachsenen mit machen. Langweilig wurde da niemandem.

Cowboys, Trucks – und ganz viel Musik und Line-Dance. Das war das Country- und Truckerfest in Friedersdorf 2019.

Benimm dich, der Sheriff zögert nicht

Kaum auf dem Festgelände angekommen, stolpert man fast über ein Grab vor dem Saloon. Das soll dem Besucher wohl sagen: „Benimm dich, der Sheriff zögert hier nicht lange.“ Weiter die Hauptstraße entlang, vorbei an der immer noch nicht ausgeraubten Bank und dem Cowboy-Kino eilen viele Besucher der Hauptbühne mit ihrem Dance-Floor entgegen. Der ist dankenswerterweise überdacht, was sich vor allem am Samstagnachmittag und am Abend noch auszahlen soll. Aber bis dahin kann erstmal ausgelassen gefeiert werden.

Getanzt wird immer

Das machen die zahlreichen Gäste denn auch gerne. Unter dem schützenden Dach der Tanzfläche ist sozusagen ganztägig Bewegung. Wenn nicht gerade die Caramelka Tanz Gruppe aus Prag mit ihren teils schwungvollen, teils bezaubernden Tänzen oder die Country Modenschau den Platz auf der Tanzfläche braucht, füllt es sich schnell wieder: Square Dance, Line Dance und alle möglichen Spielarten von Two Step sind unterhaltsam anzusehen und mitzumachen. Auch wenn man selber kaum einen richtigen Schritt in diesen Tanzarten beherrscht. Irgendwie geht’s schon. Gleichgültig ist dabei auch, ob auf der großen Bühne gerade Tom Astor, Misses Sunshine oder Eddy Gee and the Country Wings mit ihren fetzigen Country-Songs für Stimmung sorgen, oder ob die Musik nur vom Band kommt. Getanzt wird immer.

Apropos Modenschau: Man mag es kaum glauben, aber was die Friedersdorfer Cowgirls und Cowboys hier auf der Bühne an „Country-Schick“ präsentieren, kann man ähnlich auch überall auf dem Festplatz sehen. Grelle Farben, weite, tuffige Röcke und Schärpen. Und Schuhe! „Die sind so spitz, dass man die beim Betreten eines Saloons eigentlich abgeben müsste“, kommentiert Besucherin Eva. Der Schick ist nicht ganz preiswert, wie eine Lady in Blaugelb bestätigt. „Zwei- oder dreihundert Euro sind da schnell investiert.“

Blick von oben

Geradezu preiswert erscheint dagegen ein Blick von oben. Für sage und schreibe zwei Euro kann man sich das Festivalgelände nebst Campingplatz und der Armada von rund einhundert chromblitzenden Trucks aus lichter Höhe ansehen. 60 Meter geht es dabei in einer Gondel hinauf, dabei schweifen die Blicke über den Platz hinaus bis weit zum Horizont. „Wir wären wohl doch besser noch näher herangefahren“, sagt ein Vater aus Halle/Saale dabei zu seinem Sohn. „Schau, bis ganz dahinten müssen wir nachher noch laufen.“

International beliebt

Das Country-und Truckerfest von Rosina und Ulrich Roß und ihrem Team aus Friedersdorf hat sich schon längst europaweit einen Namen gemacht. Auf dem Parkplatz sind neben den regionalen Kennzeichen aus dem Landkreis Dahme-Spree, Königs Wusterhausen und Berlin auch solche aus Niedersachsen, Nordrhein Westfalen und Bayern zu sehen. Aus Polen, aus Tschechien und aus den Niederlanden sind die Fans angereist. Auch eine ganze Reihe Trucker aus den Niederlanden haben sich mit ihren glänzenden gigantischen Fahrzeugen in Friedersdorf eingefunden und warten darauf, dass am „Sonntag Highnoon“ vielleicht diesmal ihr „Wohnzimmer“ auf Rädern den Preis für das schönste Fahrzeug bekommt. Am Samstagabend hilft ihnen die offene Klappe zum Motorraum immerhin, der letzten Gruppe des Abends trotz starken Regens im Trockenen zu lauschen, weil sie darunter sitzen können. Besucher, die dieses Glück nicht haben, quetschen sich unter dem Dach der Tanzfläche zusammen. Und die, die vorzeitig aufbrechen, finden beim Ausgang kein neues Grab vor.

Von Udo Böhlefeld

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