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Dahme-Spreewald Industrie, Handel und Handwerk verzeichnen Azubi-Plus
Lokales Dahme-Spreewald Industrie, Handel und Handwerk verzeichnen Azubi-Plus
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14:55 12.08.2019
Handwerk und Industrie in Südbrandenburg verzeichnen weiteren Anstieg bei Ausbildungsverträgen. Quelle: KEYSTONE
Dahme-Spreewald

Das Plus am Ausbildungsmarkt, das in den vergangenen Jahren zu beobachten war, ist offenbar mehr als ein Strohfeuer. Es mausert sich zum Trend. Auch in diesem Jahr hat die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge weiter zugelegt.

Die IHK Cottbus hat zum Start des Ausbildungsjahres 1176 betriebliche Ausbildungsverträge registriert. Das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Auch im Handwerk geht es weiter nach oben. Dort beträgt die Steigerung zum Ausbildungsbeginn im Kammerbezirk zehn Prozent. In Dahme-Spreewald liegt sie sogar bei 17 Prozent, wie Sprecher Michel Havasi sagt. „Der Norden von Dahme-Spreewald ist für uns ein starkes Gebiet. Über diese Entwicklung dort freuen wir uns natürlich“, so Havasi.

Starkes Engagement der Unternehmen

Oliver Huschga, Ausbildungsberater bei der IHK Cottbus, führt die erneut positive Bilanz auch auf die Bemühungen der Unternehmen zurück. „Für die regionale Wirtschaft ist das ein großer Erfolg“, sagt er. „Denn aufgrund der demografischen Entwicklung haben fast alle Betriebe mit sinkenden Bewerberzahlen zu kämpfen. Außerdem entscheiden sich mehr und mehr junge Menschen für ein Studium. Dass wir bei den Ausbildungsverträgen dennoch in diesem Jahr ein leichtes Plus verzeichnen und damit auch künftige Fachkräfte in der Region bleiben, ist vor allem dem starken Engagement unserer Unternehmen zu verdanken.“ Auch Michel Havasi hebt die gute Öffentlichkeitsarbeit der Unternehmen hervor. „Das Handwerk ist in der Öffentlichkeit heute gut vertreten, das schlägt sich nieder“, sagt er.

Damit bestätigt sich eine Entwicklung, die bereits seit vier bis fünf Jahren zu beobachten ist. Bei der Handwerkskammer etwa war der Tiefpunkt der Bewerberzahlen im Jahr 2013 erreicht. Damals war auch die Zahl der Schulabgänger auf dem niedrigsten Stand angekommen. Seither geht es wieder relativ stabil bergauf.

Anstieg kann Fachkräftebedarf nicht ausgleichen

Allein: Der Zuspruch reicht noch bei weitem nicht aus. „Vielleicht lassen sich damit die Fachkräfte ersetzen, die aus Altersgründen in den nächsten Jahren die Betriebe verlassen“, sagt Michel Havasi. „Aber für den zusätzlichen Fachkräftebedarf, den wir bei einer guten Konjunktur haben, reicht es noch nicht.“ Immerhin 300 Lehrstellen sind im Handwerk noch offen, 96 davon im Landkreis Dahme-Spreewald. Auch in Industrie und Handel sind noch zahlreiche Lehrstellen zu haben, unter anderem im Gastgewerbe und in technischen Berufen wie Mechatroniker oder Elektroniker.

Bei den Handwerkern ist der Kfz-Mechatroniker der mit Abstand beliebteste Beruf. Allerdings ist es auch der mit dem größten Bedarf, weshalb es dort immer noch zahlreiche freie Stellen auf dem Markt gibt. Bedarf herrscht ebenfalls noch bei Maurern, Bäckern, Fleischern, den entsprechenden Fachverkäufern, bei Dachdeckern oder auch bei Friseuren. Dort sind erst 15 von 35 Lehrstellen besetzt.

Daran kann sich bis zum Ende des Jahres allerdings noch einiges ändern. „Es ist noch bis in den Oktober möglich, eine Ausbildung zu beginnen“, sagt Michel Havasi. Und die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt auch, dass von einem verspäteten Beginn durchaus Gebrauch gemacht wird. Zum Ende des Jahres rechnet man bei der Handwerkskammer mit deutlich über 600 Azubis im Kammerbezirk.

Von Oliver Fischer

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