Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Das ist die neue Vize-Landrätin
Lokales Dahme-Spreewald Das ist die neue Vize-Landrätin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:31 03.04.2019
Ein Blumenstrauß für die neue Erste Beigeordnete Susanne Rieckhof.
Ein Blumenstrauß für die neue Erste Beigeordnete Susanne Rieckhof. Quelle: Oliver Fischer
Anzeige
Lübben

Der Landkreis Dahme-Spreewald hat eine neue Vize-Landrätin. Susanne Rieckhof (SPD) wurde am Mittwochabend im Kreistag zur Ersten Beigeordneten und damit zur zweithöchsten Führungskraft im Landkreis gewählt.

Damit hat man sich für interne Lösung entschieden. Rieckhof ist bereits seit 2017 in der Kreisverwaltung als Dezernentin tätig. Sie leitet bislang das Dezernat für kommunale Angelegenheiten, inneren Dienstbetrieb und Schulverwaltung. Damit ist sie auch Chefin der Kommunalaufsicht. In ihrer neuen Position wird sie auch für die Bereiche Verkehr, Bauwesen und Umwelt verantwortlich sein – und damit auch für alle Genehmigungen rund um den BER. Stephan Loge (SPD) behält sich allerdings vor, die Aufgabenbereiche noch einmal zu ändern.

Nachfolge von Chris Halecker

Die 55 Jahre alte Susanne Rieckhof tritt damit die Nachfolge von Chris Halecker (Linke) an. Der war im September wegen eines Untreuevorwurfs beurlaubt um im Dezember vom Kreistag abgewählt worden. Anschließend war die Stelle bundesweit ausgeschrieben. 25 Bewerber hatten sich gemeldet. Acht davon durften sich in Bewerbungsgesprächen dem Landrat und den Fraktionsvorsitzenden vorstellen. Landrat Stephan Loge (SPD), der das Vorschlagsrecht hat, schlug letztlich Susanne Rieckhof vor. Aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer bisherigen Arbeit in der Kreisverwaltung habe sie am meisten überzeugt, so Loge.

Susanne Rieckhof stammt ursprünglich aus dem Siegerland. Sie ist Volljuristin, arbeitete eine Zeit lang in einer großen Wirtschaftskanzlei, war dann vorsitzende Richterin am Landgericht Frankfurt (Oder) und leitete sechs Jahre lang das Amtsgericht Eberswalde.

Hoffnung auf friedfertige Zusammenarbeit mit KW

Diesen Lebenslauf trug sie allerdings nicht noch einmal vor, der Kreistag ersparte sich die Vorstellung der Kandidatin. Lutz Krause (UBL/Wir für KW) fragte lediglich, wie Susanne Rieckhof die zuletzt angespannte Situation zwischen der Kreisverwaltung und dem Rathaus Königs Wusterhausen zu moderieren gedenkt. Rieckhof verwies auf ihre Mediationsausbildung. „Ich bin vom Typ her nicht jemand, der sehr aggressive oder kämpferische Verhaltensweise an den Tag legt“, sagte sie. „Wir müssen schon sehen, dass wir für den Landkreis zusammenarbeiten und zu möglichst friedfertigen und einvernehmlichen Lösungen kommen. Und da sollte man auch die Hoffnung nie aufgeben.“

Susanne Rieckhof erreichte im ersten Wahlgang die nötige qualifizierte Mehrheit. Sie wurde mit 33 Ja-Stimmen und zehn Gegenstimmen für acht Jahre gewählt.

Von Oliver Fischer