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Dahme-Spreewald Jahoda Junior zieht es in die Politik
Lokales Dahme-Spreewald Jahoda Junior zieht es in die Politik
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01:15 27.04.2019
Fabian Jahoda, 21, in Wolzig, seinem Heimatort. Quelle: Frank Pawlowski
Heidesee

In die Fußstapfen seines berühmten Vaters, des Sängers und Schauspielers Lutz Jahoda, will er nicht treten. Aber wer weiß. Dass er einmal in die Politik gehen würde, hätte der Wolziger Fabian Jahoda auch nicht gedacht. Nun tritt er in diesem Jahr gleich bei zwei Wahlen an. Und zwar als Spitzenkandidat für die FDP. Nicht schlecht für einen Polit-Neuling, der sich noch dazu in die Partei hinein geklickt hat.

Aufnahmeantrag während der Zugfahrt

„Im ICE von München nach Berlin habe ich meinen Aufnahmeantrag ins Handy getippt“, erzählt er beim Gespräch im Café Moni in Wolzig. Ganz in der Nähe wohnt er bei seinen Eltern. „Wieder“, betont er. Denn nach dem Abitur am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Königs Wusterhausen lebte er zwischenzeitlich in Aalen in Baden-Württemberg. Politisch interessiert war er schon lange, doch nach der Bundestagswahl 2017 wollte er aktiv werden. „Ich war erschrocken, wie hoch die Balken bei den politisch extremen Parteien waren“, sagt Fabian Jahoda. „Ich wollte etwas dafür tun, dass die Demokratie erhalten bleibt und ich wollte selbst etwas verändern können.“

FDP gab dem Neuling den Vorzug

Das Programm der FDP hat ihn am meisten überzeugt. In Dahme-Spreewald sind die Freien Demokraten zahlenmäßig eine überschaubare Truppe. Vermutlich ist das mit ein Grund dafür, dass er als Neuling den Sprung nach ganz oben auf die Kandidatenlisten schaffte. „Ich habe selbst gestaunt, weil es gestandene Mitglieder gab, die jeder kannte.“ Für die Kreistagswahl am 26. Mai bekam er dennoch den Vorzug und wurde als Spitzenkandidat im Wahlkreis III nominiert, zu dem Schönefeld, Bestensee und Mittenwalde gehören. Er ist damit der jüngste aller Bewerber in Dahme-Spreewald, die auf einem ersten Listenplatz stehen.

Berühmter Vater: DDR-Fernsehstar Lutz Jahoda, 92, vor zwei Jahren im Sendermuseum in Königs Wusterhausen. Quelle: Patrick Pleul/dpa

Bei der Landtagswahl am 1. September tritt er in seinem Heimatwahlkreis 28 als Direktkandidat an. Allerdings ist die FDP hier ein krasser Außenseiter, nicht einmal drei Prozent bekam ihr Kandidat bei der Wahl vor fünf Jahren. Auf der Landesliste steht er auf Platz 12. Trotzdem will Fabian Jahoda die Sache engagiert angehen. „Ich will den Menschen zeigen, was in der Politik passiert und dass sie sich beteiligen können.“ FDP-Kreischef Rico Kerstan, mit 29 ebenfalls noch ein Youngster, freut sich über die Verstärkung. „Wir sind froh, wenn junge Leute sich engagieren wollen. Wir meinen es ernst mit der Verjüngung.“

Nahverkehr und Digitales

Nahverkehr und Digitales liegen ihm besonders am Herzen. Wer kein Auto hat, kommt nur früh morgens mit dem Bus aus Wolzig weg und muss abends kurz nach elf in Königs Wusterhausen den letzten Zug nach Friedersdorf erwischen. Sonst bleibt man auf der Strecke. Das nervte Fabian Jahoda schon als Schüler und jetzt als Film-Student in Berlin. „Man muss schauen, was man da machen kann“, sagt er. Nachtzüge im Regionalverkehr und Rufbusse für die Dörfer könnten eine Lösung sein, findet Jahoda. Für die Schulen fordert er zeitgemäße technische Ausstattungen und mehr Lebenshilfe für die Schüler. „Wir wurden nur unzureichend vorbereitet auf das, was danach kommt“, sagt er. Neben Wirtschaftsunterricht wünscht er sich eine bessere Orientierung für Abiturienten, zum Beispiel bei der Frage ob sie studieren oder doch lieber eine Ausbildung machen sollen.

Kein Promi-Bonus

Einen Promi-Bonus hat er bei der FDP nicht. „Auf meinen Vater hat mich noch niemand angesprochen“, sagt er. Damals in der Schule sei er gelegentlich von Eltern nach einem Autogramm von Lutz Jahoda gefragt worden. „Aber für mich war das nie etwas Besonderes“, sagt er.

Von Frank Pawlowski

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