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Dahme-Spreewald Kreistag will RB22 bis Lübben verlängern
Lokales Dahme-Spreewald Kreistag will RB22 bis Lübben verlängern
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06:06 12.07.2019
Regionalbahn und S-Bahn warten im Bahnhof Königs Wusterhausen. Quelle: Frank Pawlowski
Dahme-Spreewald

Die erste reguläre Sitzung des neuen Kreistags Dahme-Spreewald am Mittwoch brachte bereits eine weitreichende Entscheidung. Der Kreistag hat beschlossen, dass die Bahnlinie RB 22 bis nach Lübben verlängert werden soll. Den Antrag hatten die Grünen eingebracht.

Die RB 22 kommt bislang aus Potsdam, fährt über Schönefeld und endet in Königs Wusterhausen. Dort steht der Zug planmäßig acht Minuten auf dem Bahnsteig, bevor er wieder zurückfährt.

Takt würde sich verdoppeln

Die Grünen hatten argumentiert, dass eine Verlängerung der Linie bis Lübben mehrere positive Effekte habe. Effekt Nummer eins: Der Zug blockiert nicht mehr den Bahnhof Königs Wusterhausen, sondern fährt durch und kehrt erst in Lübben um, wo die Verhältnisse für das Wenden von Zügen deutlich günstiger sind.

Effekt Nummer zwei: An den nachfolgenden Bahnhöfe wie Zeesen, Bestensee oder Groß Köris würde sich der Zugtakt verdoppeln. Dann würden dort zwei Züge pro Stunde in Richtung Berlin fahren. „Es gibt nur noch wenige Maßnahme, die eine so positive Wirkungen haben können und sich so leicht umsetzen lassen“, sagte Jonas Reif, der den Antrag für die Grünen eingebracht hatte.

Fraktionen begrüßen Antrag

Der Antrag überzeugte die meisten Fraktionen im Kreistag. Lutz Krause von der UBL/FW/FWKW-Fraktion begrüßte, dass der Kreistag mit diesem Beschluss etwas gegen das Gefühl des „Abgehängt werdens“ unternehmen kann. CDU-Fraktionschef Olaf Schulze nannte den Öffentlichen Nahverkehr in der Region allgemein „zu dünn“ und Tina Fischer (SPD) lobte den Antrag, wies aber außerdem noch darauf hin, dass auch noch die Anbindung von Mittenwalde einbezogen werden sollte.

Die AfD-Fraktion signalisierte inhaltlich ebenfalls Übereinstimmung, stimmte letztlich aber dagegen. Fraktionschefin Sylvia Bothe verwies auf „katastrophale Folgen“, die ein höherer Takt möglicherweise für Orte wie Bestensee oder Groß Köris haben könne. „Die Schranken schließen dann dort noch länger“, sagte sie. Die AfD sprach sich deshalb dafür aus, den Antrag erst einmal im Detail in einem Ausschuss zu diskutieren, bevor er zur Abstimmung gebracht wird. Die Mehrheit im Kreistag hielt das aber für nicht nötig und fasste den Beschluss umgehend.

Loge: „Sehe keine großen Chancen“

Landrat Stephan Loge (SPD) dämpfte allerdings gleich die Hoffnungen der Abgeordneten. Er sehe keine großen Chancen dafür beim Land, sagte er. Immerhin plane das bereits eine umfangreiche Verbesserung des ÖPNV-Angebots.

So soll ab Dezember 2022 der RE2 im Stundentakt von Nauen nach Cottbus fahren. Dazu soll es in der Hauptverkehrszeit einmal stündlich Verstärkerzüge von Berlin nach Cottbus geben. Die neue Linie RE7 soll von Berlin nach Senftenberg fahren und unterwegs an allen Bahnhöfen halten. Und ab 2025 soll es auch noch den RE20 geben, der vom Berliner Hauptbahnhof in Richtung Cottbus fährt.

„Natürlich wäre die verlängerte RB22 eine Verbesserung“, sagt Loge. „Wir werden zwar künftig vier Züge pro Stunde haben. Aber davon hält weiterhin nur einer an den kleinen Bahnhöfen.“ Er gab aber zu Bedenken, dass die Kapazitäten der Strecke begrenzt sind.

Land, VBB und Bahn müssen überzeugt werden

Grundsätzlich muss ein solcher Vorstoß mit dem Verkehrsministerium des Landes besprochen werden. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und die Bahn werden in die Gespräche ebenfalls einbezogen. Geprüft werden müsse unter anderem, wie hoch das Fahrgastaufkommen auf der Strecke ist, ob es Trassenkonflikte gibt und ob die Infrastruktur der Bahn das überhaupt hergibt, sagt Ministeriumssprecher Steffen Streu.

Möglicherweise wird sich das Ministerium später auch mit einem weiteren Antrag der Grünen beschäftigten müssen. Dabei geht es um einem zweigleisigen Ausbau des Königs Wusterhausener Bahnhofs. Die Fraktion hatte eine durchgängige Zweigleisigkeit gefordert, das wurde von den anderen Kreistagsfraktionen ebenfalls begrüßt. Weil das Thema aber hoch komplex ist, soll es in den nächsten Monaten mithilfe von Experten in den Ausschüssen behandelt werden.

Von Oliver Fischer

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