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Dahme-Spreewald Neue Regelungen wegen Schweinepest
Lokales Dahme-Spreewald

Dahme-Spreewald: Neue Regelungen wegen Schweinepest

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18:22 08.10.2020
Um die Wildschweine vor der Ausbreitung der Seuche zu schützen, hat der Landkreis die Errichtung eines Schutzzaunes angeordnet. Quelle: DPA
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Dahme-Spreewald

Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) werden im Dahme-Spreewald-Kreis weitere Schritte zur Tierseuchenabwehr unternommen. Dazu zählt laut Pressemitteilung des Landkreises die intensivierte Suche nach toten Tieren auf dem unwegsamen Areal im gefährdeten Gebiet nahe der Landkreisgrenzen zu Spree-Neiße und Oder-Spree. Bisher konnten mehrere eingesetzte Suchtrupps gut 700 Hektar Fläche absuchen. Im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es nach wie vor keinen bestätigten ASP-Fall − alle bisher rund 30 gefundenen Kadaver sind negativ getestet worden.

Konkrete Vorgaben zu den Nutzungsverboten und Ausnahmen für Jäger, Landwirte, Schweinehalter und übrige Personen finden sich in der kürzlich in Kraft getretenen ASP-Tierseuchen-Allgemeinverfügung des Landkreises. In der nun geltenden Tierseuchen-Allgemeinverfügung bleiben das bisher amtlich festgelegte gefährdete Gebiet und die Pufferzone des Landkreises exakt erhalten. Auch die in diesen Restriktionsgebieten bislang verfügten Maßnahmen sind nur geringfügig angepasst worden. Neu geregelt ist, dass Schweinehalter sowie Land- und Forstwirte für bestimmte Nutzungsuntersagungen Ausnahmen bei der Veterinärbehörde schriftlich beantragen können. Beispielsweise für das Verbringen von Schweinen in einen Betrieb oder die Maisernte.

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Angeordnet auch die Errichtung eines Zaunes. Ein sogenannter Wildknotengeflechtzaun soll mit einer Länge von knapp einem Kilometer gebaut werden. Dieser Zaunabschnitt ist ein kleiner Teil des äußeren Rings der sogenannten „weiße Zone“. Dabei handelt es sich um einen mindestens fünf Kilometer breiten Streifen, der wie ein Halbkreis das Gebiet der Landkreise Oder-Spree, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald umschließt. Dieser Streifen hat eine Fläche von rund 320 Quadratkilometern und wird mit zwei festen Zaun-Reihen – einem äußeren und einem inneren Zaun – gesichert. Parallel wird an der brandenburgisch-polnischen Seite entlang Oder und Neiße zur Gefahrenabwehr ebenfalls ein fester Wildschutzzaun gebaut.

Von MAZonline