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Dahme-Spreewald SPD bleibt stärkste Kraft
Lokales Dahme-Spreewald SPD bleibt stärkste Kraft
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00:22 30.05.2019
Auszählung der Kreistagswahlzettel. Quelle: Gerlinde Irmscher
Dahme-Spreewald

Die SPD-Mitglieder mussten lange die Luft anhalten. Zu Beginn der Nacht sah es sogar so aus, als ob die AfD den Genossen die Jahrzehntelange Vormachtstellung in Dahme-Spreewald streitig machen könnte, aber am Ende behielten die Sozialdemokraten im Kreistag doch die Nase vorn. Mit 20,2 Prozent bleibt die SPD stärkste Kraft.

Die Kreistagswahl LDS

SPD: 20,2

AfD: 17,1

CDU: 15,2

Linke: 12,5

Grüne: 11,1

FDP: 5,3

Bauern: 5,2

UBL: 4,6

BVB/FW: 3,5

WFKW:1,8

FWKW: 2,4

Ein wirklich glanzvoller Sieg ist das allerdings nicht. Gegenüber der vergangenen Jahr büßen die Sozialdemokraten rund sieben Prozentpunkte ein. Sie haben auch nur noch elf statt bisher 14 Mandate inne. Aber es hätte noch deutlich schlimmer kommen können. Bei der Europawahl, die am Sonntag als erstes ausgezählt wurde, hatte die SPD im Landkreis nur 16,8 Prozent erhalten und landete hinter AfD und CDU nur noch auf Rang drei.

Tina Fischer: „Bin mehr als zufrieden“

Die SPD-Kreisvorsitzende Tina Fischer bewertete den Wahlabend deshalb auch überwiegend positiv. „Ich freue mich sehr über die Bürgermeisterwahl in Wildau und bin mit dem Kreistagsergebnis mehr als zufrieden“, sagte sie. Mit der AfD und den Grünen habe es starke Mitbewerber gegeben.

Die Sitzverteilung

SPD: 11 Sitze

AfD: 10 Sitze

CDU: 9 Sitze

Linke: 7 Sitze

Grüne:6 Sitze

Bauern: 3 Sitze

UBL: 3 Sitze

FDP:3 Sitze

BVB/FW: 2 Sitze

WFKW: 1 Sitz

FWKW: 1 Sitz

Tatsächlich ist die AfD der große Gewinner der Kreistagswahl. Sie verdreifachte ihr Ergebnis von der vergangenen Wahl nahezu und stellt fortan mit zehn Sitzen die zweitgrößte Fraktion im Kreistag.

AfD will konstruktiv mitarbeiten

Entsprechend wird sich Landrat Stephan Loge (SPD) auf mehr Gegenwind gefasst machen müssen. Der Kreisvorsitzende der AfD, Steffen Kotré, gab am Wahlabend bereits den Ton vor. „Wir haben künftig die Möglichkeit, dem Landrat stärker auf die Finger zu hauen“, sagte er. Kotré sagte allerdings auch, dass AfD keine Fundamental-Opposition anstrebe. „Wir werden überall dort konstruktiv mitarbeiten, wo es sinnvoll für den Bürger ist.“

Der AfD-Landesvorsitzende Andreas Kalbitz, der auch Vorstandsmitglied seiner Partei in Dahme-Spreewald ist, bewertete das Ergebnis seiner Partei als überzeugend. „Die anderen Parteien werden schauen müssen, ob sie den Umgang mit uns nicht verändern. Uns geht es um einen inhaltlichen Diskurs, dazu sind wir bereit.“

„Damit kann ich arbeiten.“ Stephan Loge (SPD), Landrat LDS. Quelle: Jan Siegel

Landrat Stephan Loge (SPD) blickt aber immer noch eher in Richtung der anderen Parteien, wenn er sagt: „Wir können positiv in die Zukunft blicken, weil ich bei den nicht populistischen Parteien stabile Verhältnisse sehe. Damit kann ich arbeiten.“

Etablierte müssen Federn lassen

Allerdings haben die etablierten Parteien, die bislang gemeinsam mit der SPD den Ton im Kreistag angaben, arg Federn lassen müssen. Die CDU büßt rund acht Prozent ein. Die Linken verlieren etwa sechs Prozent.

Die Grünen hingegen konnten von ihrem starken Europawahl-Trend profitieren. Sie lagen gegen Mitternacht bei rund elf Prozent und werden künftig mit sechs Abgeordneten eine eigene Fraktion bilden können.

Auffällig: Im Norden des Landkreises war die SPD mit Abstand stärkste Kraft. Im Wahlkreis I mit Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen landeten sogar die Grünen noch vor der AfD. Im Süden des Landkreis holte die AfD hingegen die meisten Stimmen.

Von Oliver Fischer

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