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Dahme-Spreewald SPD will Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel etablieren
Lokales Dahme-Spreewald SPD will Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel etablieren
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06:11 13.12.2019
In Sachen Fahrradfreundlichkeit gibt es in den Gemeinden Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen noch einiges zu tun. Quelle: Josefine Sack
Dahme-Spreewald

Wenn es nach den Sozialdemokraten im Kreistag geht, soll der Landkreis Dahme-Spreewald in den kommenden Jahren deutlich mehr Geld für Fahrradinfrastruktur bereitstellen als bislang. Die SPD-Fraktion bringt kurz vor Jahresende eine Art Grundsatzbeschluss in den Kreistag ein. Tenor: Das Fahrrad soll als Alltagsverkehrsmittel etabliert werden. Hintergrund ist vor allem Klimaschutz.

Neues Netz soll entstehen

Nach Vorstellung der SPD-Fraktion soll der Landkreis dafür in den kommenden Jahren bei mehreren Themenfeldern mehr Geld investieren. Unter anderem soll ein Netz von Hauptrouten geplant und fertiggestellt werden, das Bahnhöfe, Wohngebiete, Bildungseinrichtungen und Unternehmen miteinander verbindet und auch an größere Fahrradwege angeschlossen ist. Im Grunde solle dabei vor allem um Lückenschlüsse zwischen bereits vorhandenen Radwegen gehen, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Bianca Luban.

Als zweites sollen Kommunen bei Investitionen in sichere Fahrradwege unterstützt werden. Und als drittes wird vorgeschlagen, dass die Anbindung von Radwegen an den Bus- und Bahnverkehr verbessert wird. Das könne beispielsweise geschehen, indem Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an Haltestellen geschaffen werden.

Bisher werden nur touristische Radwege gefördert

Aktuell hat der Landkreis rund 1,3 Millionen Euro für Fahrradinfrastruktur in den Haushalt für das kommende Jahr eingestellt, für die kommenden zwei Jahre sind sogar insgesamt Ausgaben in Höhe von vier Millionen Euro vorgesehen. Das Geld ist allerdings ausschließlich für die Modernisierung touristischer Rad- und Wanderwege vorgesehen. Die Hälfte davon will der Kreis selbst investieren, die andere Hälfte soll an Kommunen gehen, damit dort kommunale Radwege ertüchtigt werden können.

Für den Neubau von Radwegen sind bislang im Haushalt des Landkreises aber keine Mittel vorgesehen. Das soll sich nach dem Willen der SPD ändern. „Im Zuge der Diskussion um Klima- und Umweltschutz ist eine Verschiebung der Mobilität in Richtung Fahrrad ein wichtiger Punkt“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Bianca Luban. Beim Antrag ihrer Fraktion gehe es vorerst aber noch weniger um konkrete Projekte als um eine Strategie, wie man die Nutzung des Fahrrads in der Region erleichtern könnte.

Antrag wird Mittwoch im Kreistag eingebracht

Der Antrag wird auf der nächsten Sitzung des Kreistags am Mittwoch kommender Woche erstmals in den Kreistag eingebracht. Es dürfte aber direkt in die Fachausschüsse verwiesen und dort ausführlich diskutiert werden. Im Wirtschaftsausschuss des Landkreis war er bereits behandelt worden. Dort wurde er nicht empfohlen.

Passend dazu schaffen einige Nordkommunen derzeit die Voraussetzungen für einen Radschnellweg von Königs Wusterhausen zum BER. Vorgesehen ist, dass die Kommunen ihre Abschnitte des Weges bezahlen, der Landkreis aber Planung und Bau für die Kommunen übernimmt.

Von Oliver Fischer

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