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Dahme-Spreewald So digital arbeitet die Kreisverwaltung
Lokales Dahme-Spreewald So digital arbeitet die Kreisverwaltung
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14:15 04.02.2020
Anträge, Ummeldungen, Hinweise geben – bequem von Zuhause aus. Quelle: imago/Westend61
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Dahme-Spreewald

Der digitale Weg spart Zeit, benötigt kein Papier und ist allerorts möglich. Für viele Einwohner von Dahme-Spreewald wäre es deswegen schön, online Elterngeld beantragen oder den Bußgeldbescheid einsehen zu können. Vieles davon ist allerdings tatsächlich schon möglich, wie eine Nachfrage bei der Kreisverwaltung ergab.

Viele Angebote – Bürgerservice online

Die Internetseite des Landkreises Dahme-Spreewald bietet auf den ersten Blick sehr viele Auswahlmöglichkeiten. Hinter dem Menüpunkt „Bürgerservice“ verstecken sich allerlei Online-Dienste, die den Kontakt zur Verwaltung erleichtern sollen. Onleihe, i-Kfz, Geoportal – die Begriffe sind kompliziert, deren Gebrauch umso einfacher. Was steckt dahinter?

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Das Landratsamt – die Kreisverwaltung von Dahme-Spreewald –in Lübben. Quelle: Ingvil Schirling

Die Onleihe der Bibliotheken

Die Onleihe gibt es seit fünf Jahren – gegründet von den Städten Königs Wusterhausen, Lübben und Wildau sowie den Gemeinden Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen. Die Leser teilnehmender Bibliotheken können auf dieser Plattform eine große Bandbreite digitaler Medien wie E-Books, Hörbücher, Musik, Videos und E-Paper herunterladen.

Das ganze Angebot umfasst aktuell etwa 5000 Medien und ist unter www.onleihe-dahme-spreewald.de erreichbar.

Maerker: Hinweise auf Probleme

Dann gibt es noch den Maerker. Das ist eine Online-Plattform, auf den Bürger ihre Kommune auf Probleme hinweisen können, wie zum Beispiel Schlaglöcher oder defekte Straßenlaternen. Aus Dahme-Spreewald nutzen rund zwei Drittel der Gemeinden und Städte diesen Service. Den Zugang gibt es unter www.maerker.brandenburg.de.

Die Internetseite des Landkreises Dahme-Spreewald bietet einen enorm großen Inhalt - hinter dem Menüpunkt „Bürgerservice“ verstecken sich allerlei Online-Dienste. Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald

i-KfZ: Das digitale Straßenverkehrsamt

Bußgeldbescheide und Verwarnungen, die aus Geschwindigkeitsüberschreitungen resultieren, sind unter dem online einsehbar. Dort können die Bürger auch zu den Tatvorwürfen Stellung beziehen. Im selben Bereich können auch die Wunschkennzeichen für die Pkw beantragt werden. Im letzten Halbjahr haben die Bürger hierüber insgesamt rund 2000 Wunschkennzeichen reserviert.

Allgemein nennt sich das Abteil „i-kfz“. Seit Ende Januar ist die dritte und damit letzte Ausbaustufe erreicht. Sämtliche Autozulassungen können bequem von zu Hause aus online erledigt werden. Neben dem Landkreis Elbe-Elster gehört die Zulassungsstelle in Dahme-Spreewald zu den ersten Behörden, die diesen Service den Bürgern vollumfänglich anbietet.

Vorlagen für die politischen Gremien

Online sind auch alle öffentlichen Unterlagen der politischen Gremien im sogenannten Ratsinformationssystem, die Ergebnisse der Wahlen und verschiedene Formulare in den Bereichen Landwirtschaft und Ausbildungsförderung einsehbar. Insgesamt gab es hierüber bereits 18 Anträge auf das sogenannte Bafög.

Vorreiter bei digitalen Rechnungen

Darüberhinaus werden sämtliche Rechnungen in der Kreisverwaltung digital empfangen und verarbeitet. „Im Thema E-Rechnung nimmt der Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg durchaus eine Vorreiterrolle ein“, urteilt Janet Grund von der Kreisverwaltung. Die Gesetze des Bundes und Landes verpflichten die Gemeinde, neue Wege zu finden und immer weitere Dienstleistungen online anzubieten. In diesem Fall war der Landkreis einer der ersten.

Kreisverwaltung LDS, Reutergasse 12, Lübben Quelle: Frank Pawlowski

„Bei den anderen Diensten ist der Kreis auf Augenhöhe mit anderen vergleichbaren Verwaltungen und kann konkurrenzfähige Angebote vorweisen“, so Grund. Er beschreite schon seit einigen Jahren den Weg der digitalen Verwaltung und das durchaus erfolgreich, wie die zahlreichen Angebote zeigen.

Findbuch zur Ahnenforschung

So stellt das Kreisarchiv sein Findbuch online zur Verfügung. Das dient zum Beispiel der Ahnenforschung. Das Findbuch enthält neben den Personenstandsunterlagen eine Übersicht von Sammlungen, Karten und der Bibliothek. Interessierte Bürger können online zu den Beständen recherchieren, um diese dann später vor Ort gezielt einsehen zu können.

Geoportal: Einblick in Karten

Im sogenannten Geoportal gibt es Informationen zu vielen Themen, die das tägliche Leben betreffen. Sie sind in Karten dargestellt. Das Angebot umfasst unter anderem den Grundstücksmarkt, Radewegenetze, Badestellen, Baugebiete, Verkehr, Denkmalschutz sowie Kita- und Schulstandorte.

Neue digitale Wege in Planung

Zum Thema Elterngeld ist ein neuer Online-Dienst ab dem 1. Juli geplant. Voraussichtlich wird im nächsten Jahr der Unterhaltsvorschuss online hinzukommen. Hier seien die Absprachen zwischen Bund und Land noch nicht abgeschlossen. In Kürze werde man darüber ins Gespräch kommen, ob und wie eine gemeinsame Kitasoftware im Landkreis Dahme-Spreewald die Eltern und Gemeinden entlasten kann.

Die untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises wirkt im Kompetenzteam "Virtuelles Bauamt Brandenburg" mit. Hierüber sollen Antragsteller in Brandenburg künftig die Möglichkeit haben, ihren Antrag online vorzubereiten. Das Projekt befindet sich derzeit in der Entwicklungs- und Testphase. Zum offiziellen Start können noch keine Angaben gemacht werden. Vereinzelte Anfragen von Bauherren und Planern gibt es derzeit nur zur Online-Auskunft, aber nicht zur Online-Genehmigung.

Digitalisierung geht weiter

Auch in Zukunft geht es weiter: Gemeinsam mit dem Land arbeitet der Landkreis Dahme-Spreewald projektbasiert an neuen digitalen Wegen. Mit der E-Mail-Adresse post@dahme-spreewald.de-mail.de stünde ein weiterer Baustein anhand eines gesicherten Mail-Zugangs zur Verfügung. Dir Bürger finden so einen direkten Draht zur Verwaltung.

Keine reine Online-Verwaltung

Dennoch wird es laut Janet Grund keine reine Online-Verwaltung geben. „Nicht jeder Bürger hat zum Beispiel Zugang zum Internet. Es müssen mehrere Kanäle angeboten werden mit Beratung vor Ort, Telefon, Post und Online“, so die Mitarbeiterin der Verwaltung. Dies sei auch gesetzlich so geregelt.

Von Marcus J. Pfeiffer

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