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Dahme-Spreewald Niemand hat so viel Geld wie die Zeuthener
Lokales Dahme-Spreewald Niemand hat so viel Geld wie die Zeuthener
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17:57 20.11.2019
Eigentlich optimales Klima für Einzelhandel: Die Miersdorfer Chaussee ist die Einkaufsstraße in Zeuthen. Quelle: Josefine Sack
Dahme-Spreewald

Zeuthen ist, was Wohngrundstücke angeht, das teuerste Pflaster, das der Landkreis Dahme-Spreewald zu bieten hat. Im Umkehrschluss könnte das bedeuten: Wer sich dort ein Haus leisten kann, der hat auch darüber hinaus Geld. Diese Annahme ist offenbar nicht ganz falsch, wenn man dem neuen Zahlenspiegel anschaut, den die Industrie- und Handelskammer Cottbus am Mittwoch veröffentlicht hat. Demnach hat Zeuthen nicht nur die teuersten Grundstücke, sondern auch die höchste einzelhandelsrelevante Kaufkraft in ganz Südbrandenburg zu bieten.

Nach Abzug von Miete, Energie- und Heizkosten, Versicherungsbeiträgen, Beiträgen für die Altersvorsorge, Sozialabgaben und Steuern vom Einkommen hat der durchschnittliche Zeuthener 7646 Euro übrig, die er pro Jahr in die umliegenden Geschäfte tragen kann. Das sind rund 600 Euro mehr, als der bundesdeutsche Durchschnitt.

Lebensstandard in Königs Wusterhausen eher niedrig

 Zum Vergleich: Im nur wenige Kilometer weiter südlich gelegenen Königs Wusterhausen beträgt die Kaufkraft nur 6131 Euro. Königs Wusterhausen gehört damit zu den ärmeren Kommunen im Landkreis. Trotz Wachstum und ansprechender Wirtschaftsentwicklung liegt die größte Stadt im LDS rund 20 Prozent hinter Zeuthen – und sogar noch hinter Lübben und abgelegeneren Städten wie Vetschau, Calau oder Cottbus. Schönefeld (7089 Euro) und Wildau (6606 Euro) gehören hingegen zu den Gemeinden mit einer deutlich wohlhabenderen Bevölkerung.

Insgesamt kann sich Dahme-Spreewald aber über die Einkommensverhältnisse indes kaum beklagen. Im LDS verdienen die Einwohner laut aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamts rund drei Prozent mehr als der Brandenburger Durchschnitt. Hinter Potsdam-Mittelmark und Oberhavel ist Dahme-Spreewald damit der Landkreis mit den dritthöchsten Einkommen in Brandenburg. Teltow-Fläming liegt hingegen nur auf Platz 11, Tendenz seit Jahren fallend.

Pro-Kopf-Einkommen nicht gleichbedeutend mit Löhnen

Die Entwicklung des Pro-Kopf-Einkommens sagt etwas über den Lebensstandard aus. Der ist schwierig zu halten, wenn das Einkommen nicht im gleichen Maße wächst wie die Lebenshaltungskosten, was im Berliner Umland mit seinen stetig steigenden Wohnkosten ein Problem ist.

Allerdings ist das Pro-Kopf-Einkommen nicht gleichbedeutend mit den gezahlten Löhnen. Denn eingerechnet sind auch Löhne und Gehälter, die Arbeitnehmer in anderen Landkreisen bekommen. Außerdem zählen gezahlte Leistungen wie Hartz IV, Kindergeld oder Wohngeld dazu. Die Statistik unterscheidet auch nicht, ob viele Menschen Vollzeit-, Teilzeitarbeit oder geringfügigen Beschäftigungen nachgehen. Zu guter Letzt wird das Einkommen auch auf alle Einwohner heruntergerechnet. Eine fünfköpfige Familie in Dahme-Spreewald hätte damit also im Schnitt 103.000 Euro pro Jahr zur Verfügung.

Von Oliver Fischer

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