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Dahme-Spreewald Künstler laden in ihre Ateliers ein
Lokales Dahme-Spreewald Künstler laden in ihre Ateliers ein
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13:07 23.04.2019
Das Atelier von Ursula Niehaus in Luckenwalde. Quelle: Iris Krüger
Dahmeland-Fläming

Es ist Jahr für Jahr die schönste Art, so richtig in den Mai zu starten: Die beiden Tage des offenen Ateliers. Diese lassen sich als Anlass für eine kleine Landpartie nutzen. Auch in der Region Dahmeland-Fläming öffnen am Wochenende 4. und 5. Mai wieder zahlreiche Künstler und Kunsthandwerker ihre Werkstätten, zeigen, wo und vor allem wie sie arbeiten, sind offen für Gespräche und halten oft sogar Kaffee und Kuchen parat, damit es für die Besucher gleich noch heimeliger wird.

Schnitzen mit der Motorkettensäge

„Es sind einfach zwei Tage, die unglaublich viel Spaß machen“, sagt Nicola Fromme von der Holzmanufaktur Eichwalde. Stets laden sie und ihr Mann Dirk sich weitere Gäste ein, die ihre Techniken live vorführen oder die Besucher anleiten und anregen. Diesmal sind auch Pflanzenfreunde gefragt, denn es werden Gestecke und Kunst mit Kakteen gezaubert. Christian Wehner wird spektakulär mit der Motorkettensäge mannsgroße Figuren schnitzen. „Die Leute kommen auch gerne“, haben Frommes schon gemerkt, denn ihre Holzmanufaktur gehört zu den besonderen Anziehungspunkten in der Region bei solchen Aktionstagen wie den offenen Ateliers. Dabei denken die beiden vor allem auch an kleinere Gäste, bieten Mitmachaktionen für Besucher jeden Alters.

Die Keramikarbeiten werden auf der Töpferscheibe von Holger Arnal zum Leben erweckt.  Quelle: Iris Krüger

An vielen Orten gibt es derlei kleine Workshops – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Oder Konzerte wie bei Bruce Antony Cobb in Ahrensdorf, dort werden am Sonntag Matthias Wacker und Christina Unnerstall alias Sax Two auftreten. Susanne Thäsler in Schulzendorf hat Pianist Ernie Schmiedel und Sängerin Tayo gleich für beide Tage gewinnen können. Außerdem gibt es bei ihr Lesungen – auch so etwas gehört manchmal zu den besonderen Angeboten an den Tagen des offenen Ateliers, an denen übrigens landesweit mehr als 700 Künstler teilnehmen. Im Landkreis Dahme-Spreewald erweist sich in diesem Jahr Lübben als Hotspot – allein 13 Ateliers und eigens inszenierte Ausstellungen können hier an dem Kunst-Wochenende besichtigt werden.

Vorträge, Musik, Performance

In Teltow-Fläming immer ein lohnenswertes Ziel: Gottsdorf und die Nachbarorte, da dort ebenfalls gleich mehrere Werkstätten abgeklappert werden können, dazu Vorträge, Musik und sogar eine Performance organisiert werden. Vieles findet vor allem bei und durch Detlef David statt. Produktdesignerin Cora Gebauer präsentiert mit ihrem Label Mokkatanten den nunmehr dritten Teil ihrer vor zwei Jahren erstmals gezeigten „Heimischen Phänomene und regionalen Merkwürdigkeiten, auf den Tisch gebracht“, für die sie bisher die Spuren des Bockkäfers im Holz in und dann die Begeisterung der Menschen für das Suchen nach Pilzen gekonnt in ihre Arbeit übersetzte.

Ausstellungen an den Tagen des offenen Ateliers

Bestensee: Ausstellung von Carola E. Thiele, Heidrun von Haacke, Sandra Heiden, Karin Hein, Bernd Steinbrenner, Hans Müller und Jutta Zerna im Art-Lindencafé, Hauptstraße 44.

Dahme: Malerei und Grafik von Torsten Biet, Hartmut Fischer und Kerstin Heinze in der Galerie „Kunstpause“, Hauptstraße 53.

Eichwalde: Violeta Vollmer zeichnet am Samstag in ihrer Ausstellung in der Alten Feuerwache, Bahnhofstraße 79, Skizzen von Besuchern, am Sonntag skizziert sie mit Kindern.

Glashütte: Objektkunst von Norbert Kluge in der Galerie Packschuppen, Hüttenweg 19; geöffnet 11 bis 17 Uhr, Führungen um 15 Uhr. Ausstellung „Mongolien“ von Karsten Wittke im Hüttenbahnhof des Museums, geöffnet 10 bis 17 Uhr.

Rangsdorf: „Ich im Wir – Künstlerinnen und die Gedok“ zum 25-jährigen Bestehen der Gedok in der Galerie Kunstflügel, Seebadallee 45; geöffnet ist von 14 bis 18 Uhr; Samstag um 18 Uhr literarisch-musikalisches Programm zum 200. Geburtstag von Clara Schumann mit Schauspielerin Sibylle Kuhne und Pianistin Vita Gajewska. „Mehrschichtiges“ von Marion Jachmann im Rathaus, Seebadallee 30, Gespräch mit der Künstlerin Samstag 11 bis 14 Uhr.

Wünsdorf: Malerei und Grafik von Hannelore Teutsch und Plastiken sowie Arbeiten zur Architektur von Reinhard Jacob in der Neuen Galerie, Gutenbergstraße 1; geöffnet jeweils 10 bis 17 Uhr, Sonntag Künstlergespräch ab 14 Uhr.

Detlef Baltrock in Jüterbog ist zum ersten Mal bei den Tagen des offenen Ateliers dabei. Seit gut einem Jahr arbeitet der Maler im ehemaligen Amtsgericht in Jüterbog. Mit Fotograf Oliver Scholten und Maler Matten Vogel plant er eine kleine Ausstellung, außerdem will er am Samstag selbst lesen, aus Thomas Bernhards „Alte Meister“. „Die Literatur ist ein wichtiger Ort für mich“, sagt er. Baltrock hofft, dass die gemeinsame Ausstellung ein Anziehungspunkt für Ateliertag-Rundreisende werden kann.

Werner Mohrmann--Dressel führt in Blankenfelde das Schmieden vor. Er lässt auch Besucher an Hammer und Amboss. Quelle: Karen Grunow

Hendrikje Zuschneid-Bertram in Kolberg jedenfalls hat damit bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Jahr für Jahr hat sie viele Besucher. Sie hat ihre Mitstreiter vom Verein „Kunstpause Prieros eingeladen, sich mit den jeweiligen Arbeiten bei ihr an dem Wochenende auszubreiten. „Das Nette ist, dass nebenan außerdem der Kräuter- und Naturhof von Ute Bernhardt ist“, sagt Hendrikje Zuschneid-Bertram, die Keramik anfertigt. „Da pendeln die Leute dann hin und her.“

Großes Angebot, kleines Atelier

Auch Kerstin Becker in Zossen bietet immer viel in ihrem kleinen Atelier und erhält auch stets viel Besuch an den Tagen des offenen Ateliers. Sie spürt: „Die Menschen kommen ganz gezielt. Auch Leute, die mich kennen und gern mal wiederkommen wollten.“ Zur Zeit beschäftigt sich die in vielen Genres aktive Künstlerin vor allem mit der Malerei. Die Landschaft der Umgebung – „so ein bisschen im Hinblick auf Fontane“ – sei derzeit ihr Thema. Die so ganz entspannt zu erkunden, ist an den Tagen der offenen Ateliers immer eine schöne Begleiterscheinung. Auch Radtouren bieten sich mancherorts an, denn einige der Ateliers lassen sich gut mit entsprechende Routen verbinden.

Das komplette Programm für ganz Brandenburg gibt es unter www.kulturland-brandenburg.de

Von Karen Grunow

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