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Dahme-Spreewald Das sind die besten Arbeitgeber in Dahme-Spreewald
Lokales Dahme-Spreewald Das sind die besten Arbeitgeber in Dahme-Spreewald
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18:16 25.10.2019
Vertreter von Airkom Druckluft, Gas Neumann, K&S Pflegeheim, Autohaus Otto Schwadtke und Zahnarztpraxis Axel Schulze. Diese Unternehmen wurden als beste Arbeitgeber in Dahme-Spreewald ausgezeichnet. Quelle: Oliver Fischer
Dahme-Spreewald

Es gibt Arbeitgeber, die würden sich schon freuen, wenn weniger als zehn Prozent ihrer Mitarbeiter im Jahr das Weite suchen würden. Es gibt Betriebe, in denen man schon mit einem einstelligen Krankenstand zufrieden wäre.

Bei der K&S Seniorenresidenz in Lübben kann man darüber nur müde schmunzeln. Weder Fluktuation noch Krankenstand ist in dem Familienunternehmen ein Thema. Und das, obwohl die Pflege zu den fordernsten Berufsfeldern gehört, die der Arbeitsmarkt zu bieten hat.

Möglich ist das vor allem dank der Unternehmenskultur: Leiterin Andrea Kunert hat Personal eingestellt, das die Pflegekräfte bei der Dokumentation entlastet. Sie bietet Coachings und Mentoring an und legt Wert darauf, dass bei der Dienstplanung auch die privaten Bedürfnisse der Angestellten beachtet werden. Es gibt Teamtage, gemeinsame Reisen, die Mitarbeiter werden motiviert, sie können eigene Ideen einbringen. Darüber hinaus engagiert sich das Heim auch noch in verschiedenen regionalen Projekten. Das war mehr als genug, um in diesem Jahr den Preis als bester Arbeitgeber in Dahme-Spreewald in der Kategorie über 100 Mitarbeiter zu gewinnen.

Vier Kategorien, fünf Gewinner

Am Donnerstag wurde die Heimleitung von Landrat Stephan Loge (SPD) und Wirtschaftsförderer Gerhard Janßen beim Wirtschaftsempfang des Landkreises ausgezeichnet, genau wie vier weitere Unternehmen, die den Preis in anderen Kategorien einheimsten.

Die Zahnarztpraxis Axel Schulze aus Pätz etwa gewann in der Kategorie von Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern. Die Jury lobte die familiäre Atmosphäre in der Praxis und die Qualifizierungsmöglichkeiten, die die Angestellten haben.

Die Wildauer Airkom Druckluft GmbH, die vor vier Jahren bereits mit dem Vorläufer-Preis als familienfreundlichstes Unternehmen ausgezeichnet wurde, hat sich bereits einen Ruf als guter Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb erarbeitet. Das lässt sich unter daran ablesen, dass in den vergangenen zehn Jahren die Angestelltenzahl von 19 auf 43 mehr als verdoppelt wurde, dass das Unternehmen sechs Auszubildende beschäftigt, wo andere Unternehmen gleicher Größe regelmäßig leer ausgehen bei der Suche nach Azubis. Die Angebote, die Airkom-Geschäftsführer Jens Warnken seinen Beschäftigten macht, sind ähnlich wie die der anderen Preisträger: flache Hierarchien, flexible Zeitmodelle sowie Vertrauensarbeitszeit, damit die Angestellten sich im Homeoffice besser um die Familie kümmern können.

Wichtige Instrumente im Kampf um Mitarbeiter

Das alles sind Führungswerkzeuge, auf die Unternehmen zunehmend zurückgreifen müssen, um sich im Kampf um Arbeitskräfte überhaupt noch behaupten zu können, sagte Wirtschftsförderer Gerhard Janßen in der Eröffnungsrede. Und der Druck auf die Unternehmen werde noch steigen. Kürzlich sei er in Zürich gewesen, erzählte er. Im Umfeld des dortigen Flughafens sei die Unternehmensdichte doppelt so hoch wie am BER. „Diese Entwicklung wird es bei uns auch geben“, so Janßen. Man werde europaweit Arbeitskräfte akquirieren müssen. „Ein guter Arbeitgeber zu sein, ist dann nichts karitiatives mehr, sondern ein wichtiges Mittel, um die Herausforderungen überhaupt zu meistern.“

Landrat Stephan Loge deutete an, dass das Problem vielerorts jetzt schon bestehe. 2000 Arbeitsplätze seien im Landkreis derzeit unbesetzt. „Und das ist nur die offizielle Zahl“, so Loge. Hinzu komme ein hoher Altersschnitt in den meisten Betrieben und der digitale Umbruch, der nach neuen, jungen und digitalaffinen Arbeitskräften verlange. Und im Wettbewerb um diese jungen Arbeitskräfte werde man ohne flexible Arbeitszeitmodelle, Weiterbildungsangebote und Wertschätzung kaum bestehen können.

Jury besuchte alle Bewerber

39 Unternehmen aus dem Landkreis haben an dem Wettbewerb teilgenommen. Sie konnten sich selbst bewerben oder von außenstehenden vorgeschlagen werden. Die Jury besuchte jedes der Unternehmen persönlich, führte jeweils mehrstündige Gespräche und verteilte anschließend Punkte nach festen Kriterien.

In der Kategorie 51 bis 100 Mitarbeiter erhielten am Ende zwei Unternehmen die gleiche Punktzahl. Deshalb wurden in dieser Kategorie zwei Preise vergeben. Die Gas Neumann Holding GmbH aus Bestensee erhielt den Preis unter anderem für den persönlichen Kontakt, den Geschäftsführer Alexander Neumann zu seinen Mitarbeitern pflegt, für gute Gesundheits- und Altersvorsorge sowie Qualifizierungsmöglichkeiten.

Das Autohaus Otto Schwadke aus Luckau und Leibsch punktete mit dem Unternehmergeist der Geschäftsführung, Weiterbildungs und Karriereplänen für jeden Mitarbeiter und einer Beteiligung der Beschäftigten am Erfolg des Unternehmens.

Von Oliver Fischer

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