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Eichwalde Uferpark mit Café und Standesamt soll 2020 fertig sein
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17:26 13.06.2019
Bis Mitte 2020 soll neben der Badewiese ein kleines Restaurant mit Steg und Terrasse entstehen. Quelle: Josefine Sack
Eichwalde

Es gibt Neuigkeiten von der Badewiese in Eichwalde: „Nach fast zehn Jahren hat die Gemeinde endlich Baurecht auf dem Grundstück neben der Badewiese geschaffen. Dort soll bis Mitte nächsten Jahres ein kleines Restaurant mit Steg und Terrasse entstehen. Unsere Badewiese wird noch schöner“, verriet Bürgermeister Jörg Jenoch (WIE) kürzlich im Informationsblatt der Gemeinde.

Seit Jahren liegt das an die öffentliche Badewiese angrenzende Seegrundstück an der Lindenstraße 4 brach. Die Planungen des Architekturbüros Cubus stießen bei vielen Bürgern, insbesondere bei den Anwohnern und den Anglern, die ihr Vereinsheims nebenan haben, auf Kritik. Daraufhin wurden die Ziele im Bebauungsplan noch einmal präzisiert.

Blick in die Lindenstraße 4: Um dieses Grundstück am Zeuthener See geht es. Quelle: Josefine Sack

Uferpark mit Ferienwohnungen und Café

Jetzt steht fest: Der lange geplante Uferpark kommt, wenn auch in abgespeckter Form. Bis 2020 sollen südlich der Badewiese vier Ferienwohnungen, ein Café mit Terrasse samt Steg und Uferpromenade entstehen.

Geplant ist ein dreigeschossiges Staffelgebäude: Im Erdgeschoss befinden sich auf 120 Quadratmetern das Restaurant sowie ein Mehrzweckraum, der Platz für bis zu 50 Personen bietet. Die Gästewohnungen befinden sich in den oberen Geschossen. Im vorderen Bereich des Seegrundstücks – etwa auf Höhe des Volleyball-Felds auf der Badewiese – entstehen zudem 20 Pkw-Stellplätze.

Passt der abstrakte Bau ins Ortsbild?

„Mutig“ nennt die bisherige Vorsitzende des Ortsentwicklungsausschusses, Karin Petersohn (CDU), das Haus, das demnächst gebaut werden soll. Entwürfen zufolge handelt es sich bei dem Komplex um einen recht massiven Baukörper. Mit dem gezackten Dach erinnert er an die Berliner Philharmonie.

„Der abstrakte, moderne Bau verwundert und passt nicht wirklich dorthin“, findet Petersohn. Die Cubus-Architekten sind bekannt für organische Formen und Kompositionen aus Holz und Glas.

Angler müssen vorerst nicht umziehen

Die CDU-Politikerin betont zugleich: Viel wichtiger als das Design sei, dass bei dem geplanten Projekt „im Sinne der Anwohner und vor allem der Angler“ entschieden wurde. Anders als anfangs befürchtet, muss der Anglerverein im Zuge des Bauprojekts auf der Lindenstraße 4 erst einmal nicht umziehen.

Seit Jahren bangen die Angler an der Badewiese um ihr Vereinsheim – der Ein-Jahres-Pachtvertrag muss jedes Jahr aufs Neue verlängert werden. Quelle: Josefine Sack

Trotz der abgespeckten Variante sehen die Anwohner die Café-Pläne weiter kritisch: „Wer garantiert, dass dort um 21.30 Uhr Schluss ist“, kommentierte Jochen Sieber, Anwohner und Sprecher der Bürgerinitiative „Pro Linde“ die Entwürfe.

Die Gemeinde will in dem Haus am See künftig eine Standesamt-Außenstelle unterbringen. „Da wird immer Trubel sein“, so Sieber. Schon jetzt gibt es an der Badewiese immer wieder Ärger wegen nächtlicher Ruhestörung. Die Anwohner befürchten, dass die Gemeinde bei Feierlichkeiten am See künftig Ausnahmeregelungen am laufenden Band aussprechen könnte. Dann ist es mit der Stille endgültig vorbei.

Von Josefine Sack

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