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Eichwalde „Der Chor ist aus dem Ort nicht wegzudenken“
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07:19 25.01.2019
Dirigent Tobias Majewski stimmte bei der Feierstunde in der Alten Feuerwache drei Lieder mit dem Chor an .
Eichwalde

„Singe, wem Gesang gegeben, in dem deutschen Dichterwald! Das ist Freude, das ist Leben, wenn’s von allen Zweigen schallt“, heißt es in dem Volkslied aus der Feder von Ludwig Uhland. Seine Strophen hat sich die Chorgemeinschaft Eichwalde zur Vereinshymne auserkoren. Und so war es nicht verwunderlich, dass diese am Donnerstagabend inbrünstig von den Sängern in der Alten Feuerwache in Eichwalde angestimmt wurde. Denn auf den Tag genau vor 100 Jahren war der Grundstein für die heute so aktive Sängertruppe gelegt worden.

Im Wirtshaus besiegelt

Am 24. Januar 1919 hatten sich 16 Männer im Wirtshaus Romanusquelle zusammengetan und auf einem Briefpapier besiegelt, dass sie sich zum Männergesangsverein Eichwalde zusammenschließen wollen.

Svenja Büttner, Martina Büttner und Johanna Palm (vl).Empfang zu 100 Jahre Chorgemeinschaft Eichwalde in der Alten Feuerwache in Eichwalde am 24.Januar Quelle: Nadine Pensold

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde anlässlich des Jubiläums gratulierte Bürgermeister Jörg Jenoch (WIE) der Chorgemeinschaft. „Der Chor ist aus dem Ort nicht wegzudenken und wichtiger Teil dieser aktiven Gemeinde“, sagte er und betonte die wichtige Funktion, die der Chor und auch andere Vereine spielen und auch künftig einnehmen werden. Sie seien Institutionen für die Daseinsfürsorge vor Ort, in denen Menschen sich engagieren und Freude in der Gemeinschaft erleben können, so der Eichwalder Bürgermeister.

Kleine geschichtliche Reise

„Chorgesang bedeutet, anderen Leuten eine Freude zu machen und eine eigene Erfüllung in der Musik zu finden“, sagte der Vorsitzende Stephan Reimann. Er unternahm eine kleine Reise durch die wichtigsten Etappen des Chores und stellte markante Daten und Ereignisse seiner Geschichte hervor.

Ausstellung in der Alten Feuerwache

Diese kann man in vielen Bildern und Exponaten auch in der aktuellen Ausstellung in der Alten Feuerwache entdecken. Gezeigt werden dort bis zum 3. Februar Fotos und Erinnerungsstücke aus 100 Jahren – vom Gründungsfoto und der Originalurkunde auf dem Briefkopf der Romanusquelle über Noten und Chorkleidung bis hin zu historischen Dokumenten. Darunter zum Beispiel ein Probenplakat aus dem Jahr 1931. Entdeckt hat das Martina Büttner, Leiterin des Kinder- und Jugendchors sowie der Gospop-Gruppe, vor rund fünf Jahren auf einem Flohmarkt an der evangelischen Kirche entdeckt. Ein echter Glücksfall, wie sie sagt.

Vereinsfahne aus dem Jahr 1935

Zu den wichtigsten Stücken der Chorgeschichte gehört auch die Vereinsfahne, die ebenfalls in der Ausstellung gezeigt wird. Sie stammt aus dem Jahr 1935 und trägt eingestickt den Wahlspruch der Eichwalder Sänger„Wahr in Wort zu jeder Zeit, in Freud und Leid zum Lied bereit“. Noch heute wird diese achtsam gepflegt und bei wichtigen Konzerten hervorgeholt. Für das Jubiläum hat sie Antje Weigt, die Ehrenmitglied des Chors ist, noch einmal herausgeputzt.

Jubiläumskonzert am 25. Mai

Gestiftet wurde die Fahne damals vom Bäckermeister Palm. Seine Schwiegertochter Johanna Palm ist selbst seit 35 Jahren Mitglied der Chorgemeinschaft und mittlerweile auch Trommlerin in der Instrumentengruppe. „Unsere Gemeinschaft ist das wichtigste für mich“, sagte die 83-Jährige. Das Jubiläumskonzert der Chorgemeinschaft findet am 25. Mai in der evangelischen Kirche Eichwalde statt.

Von Nadine Pensold

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