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Eichwalde Chorgemeinschaft feiert Jubiläum
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05:07 14.01.2019
Manfred Hendrich, Stefan Reimann, Gabriele Reimann, Antje Weigt, Martina Büttner und Marlis Krägel (v. l.) freuen sich auf Jubiläumsjahr. Quelle: Nadine Pensold
Eichwalde

Stephan Reimann muss einige Entscheidungen treffen. Der Vorsitzende der Eichwalder Chorgemeinschaft wählt mit zwei Mitstreitern unter einer Vielzahl an Fotos jene aus, die in den kommenden Wochen die Wände der Alten Feuerwache schmücken sollen. „Wir werden alte und neue Fotos sowie Erinnerungsstücke aus 100 Jahren Chorgeschichte zeigen“, sagt Stephan Reimann.

Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, dem 19. Januar, um 10 Uhr, wenige Tage vor dem eigentlichen Jubiläum, das die Sänger seit Wochen vorbereiten. Denn mit der Gründung des Männer-Gesangsvereins „Eichwalde 1919“ am 24. Januar 1919 wurde der Grundstein für die heute vielfältig aufgestellte Chorgemeinschaft gelegt. Von diesem historischen Ereignis gibt es sogar eine alte Fotografie. Sie zeigt die 16 Männer, die an jenem Freitagabend auf einem Briefbogen des Eichwalder Wirtshauses Romanusquelle das Schriftstück zur Gründung aufsetzten.

Die Vereinsflagge der Chorgemeinschaft Eichwalde. Quelle: Chorgemeinschaft Eichwalde

Chorgemeinschaft zählt 130 Mitglieder

Neben dieser Absichtserklärung gibt es viele Dokumente und Bilder aus den Anfängen des Männer-Gesangsvereins aber auch aus den jüngeren Zeiten. Zu verdanken ist das zum einen dem früheren Chorleiter, Jürgen Teschendorf, der in den 1980er Jahren die Chronik der Eichwalder Chöre detailliert zusammentrug. Als Marlis Krägel 1983 zur Chorgemeinschaft stieß, schrieb sie die Chronik fort und wirkte selbst an der weiteren Entwicklung der Geschichte mit. Denn als sie noch im selben Jahr die Leitung übernahm, war sie die erste Frau, die Ton und Takt vorgab. „Das war eine Revolution für den Chor“, erzählt die heute 67-Jährige. Insgesamt 30 Jahre leitete sie den Chor.

Heute zählt die Chorgemeinschaft 130 Mitglieder, die in unterschiedlichen Gruppen miteinander singen und musizieren. Schon in ihren Anfängen war das Interesse der Eichwalder am gemeinsamen Singen groß. Mehrere Jahrzehnte war das allerdings den Männern vorbehalten. Erst 1961 organisierten sich auch die Sängerinnen und gründeten den Frauenchor. Gemeinsam auf der Bühne standen sie erstmals elf Jahre später als Gemischter Chor. Vor zwölf Jahren wurde dann auch der Grundstein für die Jugendarbeit gelegt.

„Humboldtspatzen“ legen Grundstein für Kinder- und Jugendchor

„Wie das in Familien eben so ist: Es braucht einen Mann, eine Frau, dann wird geheiratet und dann kommen die Kinder. In unserem Fall hat das etwas gedauert“, sagt Martina Büttner und lacht. Sie hatte 2004 in der Eichwalder Grundschule den Schülerchor „Humboldtspatzen“ gegründet, deren beste Sänger sie 2007 zusammentat. Der daraus entstandene Kinder- und Jugendchor war bereits drei Jahre später so gut besetzt, dass in zwei Gruppen geprobt werden musste. Heute sind 35 Jungen und Mädchen im Alter zwischen sieben und 17 Jahren dabei. Damit auch die Kleinsten mitsingen können, gibt es die Rasselbande für Vier- bis Siebenjährige.

Eindrücke dieser bewegten Geschichte wird die Ausstellung bis zum 3. Februar in der Alten Feuerwache zeigen. Doch für das Jubiläumsjahr haben sich die Mitglieder der Chorgemeinschaft natürlich noch viel mehr einfallen lassen. So wurde gemeinschaftlich mit dem Heimatverein eine Broschüre zur Geschichte erarbeitet, die in der Reihe der Heimathefte erschienen ist. Zum eigentlichen Jubiläum am 24. Januar wird es einen Bürgermeisterempfang in der Alten Feuerwache geben. Das große Festkonzert zum 100. Geburtstag wird am 25. Mai in der evangelischen Kirche in Eichwalde stattfinden.

Chor bewirbt sich um Zelter-Plakette

Ein besonderes Geburtstagsgeschenk wollen sich die Eichwalder Sänger auch selbst machen: Wochenlang haben sie Material zusammengetragen und Anträge ausgefüllt, um sich für die Zelter-Plakette zu bewerben. Dabei handelt es sich um die höchste Auszeichnung für Amateurchöre in Deutschland, die jedes Jahr vom Bundespräsidenten verliehen wird. Die Bewerbung wurde bereits abgeschickt. Und Stephan Reimann ist guter Dinge. „Bisher haben wir von allen Seiten grünes Licht bekommen“, sagt der Vereinsvorsitzende. Ob es mit der Verleihung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier klappt, wird sich im Herbst zeigen.

Von Nadine Pensold

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