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Eichwalde Kunst-Projekt zum Rosenfest
Lokales Dahme-Spreewald Eichwalde Kunst-Projekt zum Rosenfest
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07:32 05.06.2019
Die Projektgruppe: Kathrin Harder, Gisela Gräning, Daniel Klawitter, Brigitte Denecke und Hinrich Beermann (v. l.). Quelle: Heidrun Voigt
Eichwalde

Am Anfang steht die Verfremdung, Verpuppung, Verhüllung, Verkleidung. Bei einer Installation und Performance zum Rosenfest in Eichwalde können sich die Besucher dann auf eine Enthüllung gefasst machen. Die vier Künstler Kathrin Harder, Daniel Klawitter, Gisela Gräning und Brigitte Denecke sowie der Musiker Hinrich Beermann werden das Gasmesserhaus am Schillerplatz in Szene setzen.

Gashäuschen im Dornröschenschlaf

Um mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen und das Gashäuschen aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken, laden sie am Sonnabend, dem 15. Juni, um 19 Uhr dorthin ein. Die Projektgruppe möchte einen Ort schaffen, an dem man sich mit Gegenwartskunst auseinandersetzen kann. „Viele Leute haben Berührungsängste mit moderner Kunst, wie zum Beispiel Installations- und Performancekunst. Wir möchten zeigen, wie spannend diese sein kann“, sagt Kathrin Harder.  

Die Gemeindevertreter werden in ihrer nächsten Sitzung entscheiden, ob einem Prüfantrag stattgegeben wird. In dem geht es darum, ob Sportgeräte am Gasmesserhaus aufgestellt werden oder alternativ ein anderer Ort dafür in Frage käme. Im zweiten Fall wären die Möglichkeiten zur Bespielung des Platzes und des Hauses optimal, sind sich die Künstler einig.

Fünf Akteure aus Eichwalde

Die fünf Akteure, die alle in Eichwalde leben und deren Kunst durch eine hohe Professionalität geprägt ist, haben Freude an gemeinsamen Aktionen und würden sich mit diesen gern in die Gemeinde einbringen. „Wir arbeiten alle ehrenamtlich und wollen mit unseren Aktionen eine Plattform schaffen, um über Kunst ins Gespräch zu kommen. Es ist kein klassischer Galeriebetrieb angedacht, da sich dies schon aufgrund der Größe des Gashäuschen ausschließt“, sagt Kathrin Harder. Sie betont, dass Kunst zu verkaufen nicht das Ziel sei. Die Akteure werden sich um Unterstützung durch Sponsoren bemühen, um Ausstellungen zu realisieren.

Die Mitglieder der Projektgruppe hoffen, dass es in der Gemeindevertretung eine Mehrheit für die Kunst im Gasmesserhaus am Schillerplatz geben wird. Ansonsten wollen sie sich überlegen, in Absprache mit der Gemeinde auf wechselnde Orte auszuweichen. „Außerdem könnten wir uns vorstellen, dass unsere temporären Aktionen in Räumen oder Gärten, die Privatpersonen öffnen, stattfinden, auch wenn dies dann nicht mehr die Öffentlichkeit hätte, die wir uns für einen Kunstdiskurs wünschen würden“, so Kathrin Harder.

Musik wird eingebunden

Sicher ist, dass oft Musik eine Rolle spielen wird. Am 15. Juni übernimmt Hinrich Beermann mit seinen Saxofonen den musikalischen Part. Er studierte an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin und arbeitet als freier Musiker und Dozent. Kathrin Harder studierte Malerei zuerst in Berlin-Weißensee und dann in Dresden. Sie erhielt im vergangenen Jahr den renommierten Rostocker Kunstpreis. Die promovierte Biologin Gisela Gräning zog sich 1990 aus der Wissenschaft zurück, um sich ihrer Berufung, der Kunst, zuzuwenden. Brigitte Denecke hat vielseitige Erfahrungen als Künstlerin und Galerieleiterin in Berlin gesammelt. Daniel Klawitter studierte an der Kunsthochschule Dresden und hat – wie auch die anderen Künstler der Projektgruppe – verschiedene Preise und Stipendien erhalten, unter anderem den Brandenburgischen Kunstpreis.

Von Heidrun Voigt

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