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19:07 21.02.2019
Mitinitiatorin Dorothea Schulze fordert von der Bahn, dass sich das Unternehmen finanziell an einem Shuttlebus beteiligt. Quelle: Josefine Sack
Eichwalde

Andrea Lübcke und Dorothea Schulze wollen die Zustände am Bahnhof Eichwalde nicht länger hinnehmen. Mit einer Unterschriftenaktion haben die beiden Frauen Anfang der Woche zum Protest aufgerufen.

In einem offenen Brief fordern sie die Bahn auf, sich an den Kosten für einen Shuttlebus zu beteiligen. Der Transfer soll Bürger während der Bauarbeiten von der einen auf die andere Seite der Bahn bringen.

Tunnel ist seit Frühjahr 2018 dicht

Wie berichtet, geht es auf der Baustelle für die neue Personenunterführung seit Monaten nicht voran. Der alte Tunnel, durch den beide Seiten des Orts vorher miteinander verbunden waren, ist seit Frühjahr 2018 dicht. Wer von einer auf die andere Seite will, muss entweder große Umwege in Kauf nehmen oder die Behelfsbrücke am Bahnhof überwinden.

Der alte Tunnel, der beide Ortsteile miteinander verband, ist seit Frühjahr 2018 dicht. Quelle: Josefine Sack

„Viele überlegen es sich zweimal, ob sie den Weg für kleine Erledigungen auf sich nehmen“, weiß Dorothea Schulze aus Erfahrung. Sie erledigt das Meiste mit dem Fahrrad. Aber nicht alle im Ort sind so mobil wie die Rentnerin. „Für ältere Menschen ist die Treppe eine große Hürde.“ Dorothea Schulze und Andrea Lübcke haben die Befürchtung, dass sich an der gegenwärtigen Situation in nächster Zukunft nichts ändern wird: „Ein Abschluss der Arbeiten in 2019 scheint völlig ausgeschlossen.“

Vergebliche Suche nach einem Fahrer

Die Idee eines Bustransfers, der die Menschen von der Bahnhofstraße auf die Schulzendorfer Seite von Eichwalde bringen soll, ist nicht neu. Bereits im vorigen Sommer hatte sich die Gemeinde bereit erklärt, die Kosten für Bus und Sprit zu übernehmen. Seither wird vergebens nach einem Fahrer gesucht. Jetzt gibt es Überlegungen, den Bürgerbus in Zeuthen mitzubenutzen. Bürgermeister Jörg Jenoch (WIE) bestätigte, dass er bereits Gespräche mit den Nachbarn aufgenommen habe.

Zur Unterschriftenaktion sagte er: „An die Bahn heranzutreten, ist ein guter Schritt seitens der Bürger.“ Allerdings gab sich Jenoch mit Blick auf bisherige Verhandlungen mit der Bahn wenig zuversichtlich: „Ich habe die Befürchtung, der Versuch könnte ins Leere laufen.“

Bahn macht wenig Hoffnung

„Es ist legitim, mit einer Unterschriftensammlung den Forderungen einzelner Initiativen Nachdruck zu verleihen“, sagte Bahn-Sprecher Gisbert Gahler. Der Konzern sei „grundsätzlich gesprächsbereit“, könne sich aber „nur im Rahmen der durch das Vorhaben gedeckten Möglichkeiten an außerordentlichen Kosten beteiligen“.

Bürger in Eichwalde können sich noch bis zum 6. März an der Aktion beteiligen. Die Listen liegen in sämtlichen Geschäften beidseitig der Bahn sowie in der Bäckerei Schneider in der Schmöckwitzer Straße aus.

Von Josefine Sack

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