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Eichwalde Diskussion um Gewinn aus Händler-Preis
Lokales Dahme-Spreewald Eichwalde Diskussion um Gewinn aus Händler-Preis
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06:33 11.07.2019
Werner Hahn (CDU) gewann einst den Händlerpreis für die Verschönerung des Marktplatzes in Eichwalde. Was ist aus dem Geld geworden? Quelle: Josefine Sack
Eichwalde

 Sechs Jahre ist es her, dass Eichwaldes Gewerbeverband für die Gestaltung des Marktplatzes vom Handelsverband Deutschland ausgezeichnet wurde. Im Rahmen der Initiative „Händler machen Stadt“ gewann der Gewerbeverband als einziger ostdeutscher Verein ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro.

Doch wofür wurde das Geld ausgegeben? Das fragt sich der Gemeindevertreter, Werner Hahn (CDU). „Das Geld liegt auf dem Verbandskonto – und der Gewerbeverband rückt es nicht raus“, kritisiert er.

Arbeitseinsatz für den Marktplatz

Als damaliger Vorsitzender des Gewerbevereins nahm Hahn den Händler-Preis 2013 entgegen. In Hunderten freiwilligen Arbeitsstunden hatten er und zahlreiche Mitstreiter, darunter der Installateur Dieter Grabow und der Pumpenbauer Wilfried Schulze, den Marktplatz seinerzeit auf Vordermann gebracht.

Der Plumpengraben in Eichwalde war einst zum Planschen für Kinder gedacht. Quelle: Josefine Sack

Im Ort ist man sich einig: Der Einsatz von damals hat sich gelohnt. Der Platz mit dem markanten Brunnen ist nach wie vor ein Hingucker. Doch geht es nach Hahn, gibt es dort aktuell jede Menge zu tun. Der Brunnen müsse aufgearbeitet, die Pumpe ausgebaut und gesäubert werden. Zudem müssen Bänke repariert, Rosenrabatte angelegt und der Plumpengraben gereinigt werden, listet er auf.

„Es war immer mein Bestreben, die Bahnhofstraße als Lebensader zu verschönern“, sagt Hahn. Der frühere Fensterbauer ist mittlerweile aus dem Gewerbeverband ausgetreten. Einen Teil der Maßnahmen könnte man von dem Preisgeld von einst realisieren, findet er. „Zu diesem Zweck war das Geld ja mal gedacht.“

Das touristische Leitsystem in der Bahnhofstraße Eichwalde. Quelle: Josefine Sack

Der aktuelle Vorsitzende des Gewerbeverbands, Harald Gebauer, versteht die Aufregung nicht: „Wir können die Aussagen von Herrn Hahn nicht nachvollziehen, da er ja selbst für die Verwendung des Preisgeldes verantwortlich war.“ Unterlagen zufolge sei das Geld noch während Hahns Amtszeit in das touristische Schilder-Leitsystem im Ort geflossen, sagt Gebauer. Hahn bestreitet das. Er sagt, dass die Gewerbetreibenden und die darauf verzeichneten Anlieger die Schilder aus eigener Tasche bezahlt haben.

6000 Euro fürs Ortszentrum

Gebauer zufolge hat der Gewerbeverein in den vergangenen Jahren mehr als 6000 Euro für die Verschönerung des Ortszentrums ausgegeben. Unter anderem wurde eine neue Weihnachtsbeleuchtung angeschafft, Parkbänke aufgestellt und Beete neu bepflanzt. Demnächst sollen neue Fahrradständer aufgestellt werden.

Auch im Rathaus steht die Weiterentwicklung der Bahnhofsstraße weit oben auf der Prioritätenliste. Ab Herbst will man dort gemeinsam mit den Bürgern ein Leitbild für die Einkaufsstraße und das Ortszentrum entwickeln.

Umfrage: Haben Sie Ideen fürs Ortszentrum in Eichwalde? Dann schicken Sie uns Ihre Vorschläge an kwh@maz-online.de

Von Josefine Sack

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