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Eichwalde Hängepartie Grundschule: Gemeindevertreter legen Containerlösung auf Eis
Lokales Dahme-Spreewald Eichwalde Hängepartie Grundschule: Gemeindevertreter legen Containerlösung auf Eis
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16:55 26.09.2019
Der ursprüngliche Plan, einen Schulcontainer zur Entlastung der Humboldt-Grundschule in Eichwalde aufzustellen, ist vom Tisch. Quelle: G.I.
Eichwalde

Alles auf Anfang bei der Grundschulerweiterung in Eichwalde: Die Gemeindevertreter haben Anfang der Woche überraschend beschlossen, dass der provisorische Schulcontainer zur Entlastung der völlig überfüllten Humboldt-Schule doch nicht aufgestellt wird. Statt eines Containers ist nun wieder ein Modulbau im Gespräch. Eine schnelle Lösung zur Entlastung der Schüler und Lehrer ist damit weiter nicht in Sicht.

Für viele Eltern ist der Entschluss nicht nachvollziehbar

Viele Eltern in Eichwalde schütteln angesichts der Entscheidung bloß noch den Kopf: Für sie ist der Entschluss nicht nachzuvollziehen. Dass die Schule aus allen Nähten platzt, ist seit Jahren das Thema Nummer eins an der Schule. „Wir werden von Jahr zu Jahr vertröstet. Wir sind frustriert und hilflos“, sagte Jana Milenz, eine der Elternsprecher an der Grundschule.

Nach den Sommerferien sollte alles fertig sein

Nachdem das Thema Schulerweiterung länger auf Eis gelegen hatte, hatten die Eltern vor gut einem Jahr Alarm geschlagen und mit Plakaten für eine kurzfristige Übergangslösung protestiert. Die Gemeindevertreter hatten daraufhin den Bürgermeister beauftragt, einen Container aufzustellen. Ursprünglich sollte das vergleichsweise kostengünstige Provisorium nach den Sommerferien stehen. Während der Planungen stellte sich jedoch heraus, dass der Schulcontainer frühestens im Sommer 2020 aufgestellt werden könnte und deutlich teurer ist, als erwartet (die MAZ berichtete). Zudem hätte der Container spätestens nach drei Jahren wieder abgerissen werden müssen.

Breite Zustimmung

Aus diesem Grund brachte Bürgermeister Jörg Jenoch (WIE) die Pläne von 2016 für einen Anbau in Modulbauweise ins Spiel. Sein Vorstoß traf auf breite Zustimmung. Lediglich bei den Grünen gab es Bedenken: Fraktionsvorsitzende Andrea Lübcke stimmte dagegen, ein weiteres Mitglied ihrer Fraktion enthielt sich. „Rein rational ist es zwar vernünftig, auf den Modulbau zu setzen“, sagte Lübcke, ergänzte jedoch: „Wir stoppen jetzt den Aufbau des Containers, ohne zu wissen, ob ein Modulbau finanziell überhaupt machbar ist.“

Entlastung fraglich

Nach jetzigem Stand müsste die Gemeinde zwischen 2,9 und 4 Millionen Euro für einen richtigen Schulanbau aufbringen. Lübcke hat Sorge, dass Eichwalde die Kosten für einen Modulbau nicht stemmen kann und es am Ende überhaupt keine Entlastung für die Grundschule gibt. „Mit dem Container hätten wir wenigstens etwas“, begründete sie ihr „Nein“ zu den Modulbau-Plänen.

Ziel ist Fertigstellung im August 2021

Bürgermeister Jenoch zufolge könnte der Schulanbau entweder über einen Nachtragshaushalt oder die Aufnahme eines Kredits finanziert werden. Ziel sei die Fertigstellung im August 2021. Um das zu erreichen, will die Verwaltung einen Generalunternehmer beauftragen, „der möglichst alles aus einer Hand macht“. „Wir suchen derzeit nach kostengünstigeren Lösungen“, so Jenoch.

Von Josefine Sack

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