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Eichwalde Claudia Eichler ist das „Rabenmütterchen“ von Eichwalde
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07:57 24.07.2019
Claudia Eichler ist Eichwaldes „Rabenmütterchen“. Seit 2006 betreibt sie die gleichnamige Keramikwerkstatt im Ort. Quelle: Josefine Sack
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Eichwalde

Die knallrote Holzhütte, die unzähligen skurrilen Figuren im Vorgarten: Claudia Eichlers Grundstück unweit des Marktplatzes ist zur regelrechten Attraktion in Eichwalde geworden. Seit 2006 betreibt sie die Keramikwerkstatt „Rabenmütterchen“. Raben sind Claudia Eichlers Markenzeichen. Sie haben es der Keramikkünstlerin angetan.   

Hinter dem roten Tor eröffnet sich eine bunte Welt: Claudia Eichler betreibt seit 2006 die Keramikwerkstatt „Rabenmütterchen“ in Eichwalde. Quelle: Josefine Sack

„Raben sind gute Objekte, denen man schnell einen Charakter einhauchen kann“, begründet die 65-Jährige ihre Vorliebe für die breitschnäbligen Vögel, die nicht nur die Werkstatt, sondern auch den Vorgarten bevölkern. Für die Eichwalder ist Eichler längst das „Rabenmütterchen“. Selbst ihr Mann werde auf der Straße stets mit einem freundlichen „Guten Tag, Herr Rabenmütterchen“ begrüßt, erzählt sie.

Die Künstlerin ist stadtbekannt

Dass sie im ganzen Ort bekannt ist, stört Eichler nicht. Mit der Eröffnung ihrer Keramikwerkstatt hat sie sich einen Traum erfüllt. Kunst und Handwerk seien schon immer ihre Stärken gewesen. Doch der Weg dorthin war mühselig, berichtet die Keramikerin. „Ich wollte ursprünglich Möbeltischlerin werden“, so Eichler. Daraus wurde nichts: Weil ihre Eltern und Lehrer es gut mit ihr meinten, machte Claudia Eichler das Abitur und wurde später Wirtschaftskauffrau.

Dieser Breitschnabel aus Ton wartet noch auf seine Vollendung. Quelle: Josefine Sack

Ihr Berufsleben gleicht einem Zickzack-Kurs. Es gibt fast nichts, was Eichler nicht ausprobiert hat: Buchhalterin, Köchin, Automobilverkäuferin. Nach der Wende arbeitete sie in einem Jugendklub in Königs Wusterhausen. Als ihr für die Jugendarbeit ein Brennofen angeboten wurde, probierte sich Eichler im Töpfern – mit Erfolg. Was immer sie auch fertigte, die Sachen kamen gut an. Bald bot sie einen zusätzlichen Kurs für Erwachsene an.

Holzhütte wurde zur Werkstatt

Nachdem klar wurde, dass Eichler trotz einer Weiterbildung als Buchhalterin keine Arbeit mehr finden würde, wagte die damals 52-Jährige den Schritt in die Selbstständigkeit. „Ich habe lange überlegt, was ich am besten kann“, erinnert sich Eichler. Anfangs ging ihr Plan, die selbst gefertigte Keramikkunst auf Märkten und über den eigenen Web-Shop zu vertreiben, nicht auf. Doch Eichler gab nicht auf.

„Ich wusste, ich muss dort arbeiten, wo mich die Leute sehen. Kunden wollen Kunst zum Anfassen“, sagt sie rückblickend. Einen Laden zu mieten, kam nicht infrage: „Die Mieten waren schon damals exorbitant hoch.“ Also stellte Eichler die gerade einmal vier mal vier Meter große Holzhütte hinterm Gartenzaun auf. Sie hatte noch nicht einmal eröffnet, als es bereits die ersten Anfragen gab, ob sie auch Kurse anbiete. Also bauten Eichler und ihr Mann mit der Hilfe von Freunden in Windeseile eine große, helle Werkstatt mit einer kleinen Küche an.   

Keramikfans kommen von überall her

„Allein vom Verkauf der Figuren könnte ich nicht leben“, sagt Eichler. Ihr Wissen gibt sie in zahlreichen Kursen und Workshops, aber auch im Rahmen von Kindergeburtstagen und individuellen Feiern weiter. Die Keramikfans kommen nicht nur aus der Umgebung, sondern auch aus Berlin und dem Nachbarlandkreis Teltow-Fläming zum Töpfern in Eichlers Werkstatt nach Eichwalde.

Seit fast 20 Jahren arbeitet Eichler nun schon mit Ton. Überdrüssig ist sie der Keramik noch lange nicht. Im Gegenteil. Zu Geburtstagen von Freunden und Verwandten hat sie stets etwas selbst Getöpfertes parat. Neue Inspiration für ihre Kunstwerke schöpft sie aus der Natur und dem täglichen Leben: „Ich habe eine ellenlange To-do-Liste und immer wieder neue Ideen.“

Von Josefine Sack

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